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Landessynode

Nordkirche legt Themenfahrplan bis 2018 vor - Synodenpräses bekam Post von Coca-Cola

28.02.2014 ǀ Lübeck-Travemünde.  Die Landessynode der Nordkirche hat sich einen Themenfahrplan bis 2018 verordnet. So soll im Jahr 2015 die evangelische Ortsgemeinde in Stadt und Land beraten werden, 2016 stehen die kirchlichen Dienste und Werke auf dem Tagungsprogramm. Im Jahr 2017 wird das bundesweite 500-jährige Reformationsjubiläum auch die Nordkirche beschäftigen, kündigten Landesbischof Gerhard Ulrich und Synodenpräses Andreas Tietze an. 2018 wird das Ehrenamt zentrales Synodenthema.  

Am Rande der Synodentagung berichtete Tietze, dass die jüngste Jugendklimakonferenz der Nordkirche bereits Wirkung gezeigt hat. Er habe Post von Coca-Cola Deutschland bekommen. Darin weist das Unternehmen auf sein ökologisches Engagement für den bedrohten Regenwald hin. "Ich finde es gut, wenn Unternehmen auf ökologische Forderungen reagieren", sagte Tietze dem epd.

Auf der jüngsten Jugendklimakonferenz auf dem Koppelsberg bei Plön hatten rund 200 Jugendliche die Kirche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern aufgefordert, gesellschaftlicher Schrittmacher beim Klimaschutz zu werden. So soll sie sich beispielsweise öffentlich und politisch gegen Fracking, Kohle- und Atomstrom positionieren. Die Nordkirche solle zudem bei Tagungen und Veranstaltungen auf Produkte globaler Großkonzerne wie Coca Cola, Nestle Kraft Food und Unilever verzichten. Die insgesamt 17 Forderungen sind für die Klimasynode im September bestimmt.

Synodenpräses Tietze und Landesbischof sagten den jungen Menschen jetzt zu, dass ihre Forderungen ernst genommen und in die Beratungen einfließen werden. So soll es auf der Klima-Synode vorwiegend vegetarische Kost geben, kündigte Tietze an. Lisa Triebel (22) und Roman Ritter (21) von der Evangelischen Jugend betonten, dass sie sich positive Rückmeldung erhoffen. Ritter: "Wir wollen nicht belächelt werden."
Quelle: epd
5. Tagung der I. Landessynode der Nordkirche