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Dreitägiges Fest zu Ende gegangen

Nordkirche feierte Posaunentag in Kiel

27.05.2018 ǀ Kiel.  Mit einem schwungvollen Bläserkonzert auf der Reventlou-Wiese an der Kieler Förde ist am Sonntag der Posaunentag der Nordkirche zu Ende gegangen. Mehr als 2.500 Sänger und Instrumentalisten waren bei strahlendem Sonnenschein an dem dreitägigen Fest beteiligt.

Allein 1.052 Bläser waren dabei, 250 mehr als bei der letzten Veranstaltung. Landesposaunenwart Werner Petersen zeigte sich sichtlich zufrieden: Die Auftritte an den unterschiedlichen Orten in der Stadt hätten sehr viel positive Resonanz gehabt. Schirmherr war Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

Vor allem am Sonnabend Vormittag waren die Bläser in der Kieler Innenstadt nicht zu überhören. Mit Kirchenliedern, Chorälen, Jazzklängen, klassischen und populären Stücken lockten sie unter freiem Himmel auf dem Markt, an der Hörn, der Schleuse oder im Hiroshimapark Passanten und Neugierige an. Um 10.45 Uhr spielten alle Gruppen, zum Teil Kilometer voneinander entfernt, gleichzeitig den Choral "Wer nur den lieben Gott lässt walten" - das Mottolied des Posaunentages, das vor mehr als 400 Jahren Georg Neumark in Kiel voller Dankbarkeit nach einem Überfall komponiert hatte.

"Unglaublich gute Atmosphäre"

Höhepunkt war das Konzert am Sonnabend in der Sparkassenarena, die allein von den Musikern schon fast zur Hälfte gefüllt wurde. Nach den Worten von Landesobmann Jan Petersen herrschte eine "unglaublich gute Atmosphäre", die auch konzentriertes Arbeiten möglich gemacht habe. "Die Stimmung in der Sparkassen-Arena ist sehr warm und herzlich, voller Fülle und Präsenz."  

Neu war in diesem Jahr, am Sonnabend den Tag der Evangelischen Kirchenmusik mit dem Posaunentag zusammen zu legen. Damit sollten die unterschiedlichen Sparten der Kirchenmusik zusammengebracht werden, "um auf Augenhöhe und gleichrangig" gemeinsam zu musizieren, wie Landesposaunenwart Petersen erklärte. Ob diese Form auch künftig gewählt werde, sei aber noch offen.

300 Jungbläser waren dabei

Die Förderung der Ausbildung gehört zu den aktuellen Schwerpunkten der Posaunenmission. Rund 300 Jungbläser waren bei der Festwoche dabei. Nach den Worten von Landesposaunenwart Daniel Rau hat sich der Einsatz gelohnt: "Wir erleben hier eine tolle musikalische Qualität junger Musiker."

In der Nordkirche gibt es 300 Posaunenchöre mit 5.000 Bläsern. Der Posaunentag findet alle vier Jahre statt und hat eine fast 100-jährige Tradition. Bereits 1920 fand in Hamburg ein Posaunentag vor der St. Michaelis Kirche statt. In Kiel war der Posaunentag zuletzt 1936 ausgetragen worden. Der erste Landesposaunentag der neu gegründeten Nordkirche wurde 2014 in der Propstei Lauenburg veranstaltet.
Quelle: epd

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