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Nordkirche

Keine Kirchensteuern für Flüchtlingsschiff

16.12.2019 ǀ Schwerin.  Die Nordkirche tritt dem Bündnis "United4Rescue - Gemeinsam Retten" bei, will aber keine Kirchensteuern für die Anschaffung und den Betrieb eines Flüchtlingsschiffes im Mittelmeer beisteuern. Einen entsprechenden Beschluss hat die Kirchenleitung am Wochenende gefasst. Befürwortet wird allerdings, das Bündnis mit Spenden und Kollekten zu unterstützen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte vor zwei Wochen gemeinsam mit anderen Partnerorganisationen in Hamburg die Initiative für ein Schiff vorgestellt, das im Mittelmeer Flüchtlinge in Seenot retten soll.

Der Rat der EKD müsse mit der Bundesregierung noch klären, wie mit den vom Schiff geretteten Flüchtlingen umgegangen wird, heißt es in dem Beschluss. Der Rat der EKD solle sich außerdem für eine angemessene Form staatlicher Seenotrettung, für eine europäische humane Flüchtlingspolitik und für die Bekämpfung von Fluchtursachen einsetzen.

Der Beitritt zum Bündnis "United4Rescue" sei ein "exemplarisches Handeln" dafür, Augen, Ohren und Hände nicht vor der Not der Menschen zu verschließen, sagte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt. Das geplante Rettungsschiff werde nicht sämtliche Probleme der Flüchtlings- und Asylpolitik lösen. Auch werde das Schiff nicht alle Menschen retten können, die den Weg über lebensgefährliche Fluchtrouten wagen.
Quelle: epd

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