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Neues Leben im Alter

Gemeinde

Kirchengemeinden tun sich mitunter schwer damit, die Eigenständigkeit von Senioren zu fördern und zu fordern.

Im klassischen Format „Seniorennachmittag“ geht es darum, nicht nur über viele Dinge zu informieren und zu unterhalten, sondern die Meinungen der Teilnehmer auch zu fordern und zu veröffentlichen.

Möglichkeiten für einen sanften Einstieg in dieses Thema finden Sie in unseren Stundenentwürfen.

TIPP: Im Archiv (rechte Navigationsleiste) finden Sie weitere Stundenentwürfe


Gemeindenachmittag

Sonnenuntergang mit Herz
Himmlische Zeiten – Anregung zu einer biblisch-theologischen Meditation


1. Teilnehmer (TN) erzählen von Erfahrungen, in denen für sie der Himmel greifbar wird


1. Himmlische Zeiten sind für mich....
Folgende Begriffe sind im Raum verteilt:
-          klare Sicht
-          Geborgenheit spüren
-          Berührt sein
-          Herz- Verbundenheit
-          Gemeinschaft
-          Augenblick voll Ewigkeit
-          Erfüllt sein
-          Sich gesegnet wissen
-          Selbstvergessen
-          Unbeschwert sein
-          Gottes Nähe fühlen
-          Ohne Termindruck
-          Abheben
-          Einen weiten Horizont entdecken
-          Sich frei fühlen
-          Aufatmen können
-          Weiter Raum
-          Auszeit
-          Auftanken

TN suchen sich Begriffe
Vorstellungsrunde und Erzählrunde
Himmlische Zeiten sind für mich

2. TN entdecken, wie Jesus für Menschen den Himmel erfahrbar gemacht hat

Jesus spricht:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren über dem Menschensohn.
Johannesevangelium 1,51

Gleich am Anfang des Johannesevangeliums steht dieses Wort Jesu.  Das ist die Vision, die Verheißung, mit der Jesus seinen Auftrag beschreibt. Das, was Jesus tut und was seine Jünger tun, steht unter diesem Ziel.

Die Evangelien berichten, was Jesus tat und sagte, und später auch seine Jünger.

Fallen Ihnen biblische Geschichten ein, in denen Menschen, die mit Jesus in Berührung kamen, den Himmel offen sahen?
Wie fühlen wir uns, wenn das lesen?
Welche Fragen bewegen uns, wenn wir lesen, wie Jesus Menschen begegnete?

Brücke in den Himmel
3. Ausführliche Betrachtung des Textabschnitts Johannes 1,35-51

Zum Abschluss könnte als Zusammenfassung folgender Text gelesen werden:

Himmel heißt nicht, Erfolg haben, sondern dich geliebt wissen, als geliebt erfahren. Nicht weil du bist, wie du bist, sondern obwohl du bist, wie du bist, mit all deinen Mängeln und Fehlern. So liebt Gott die Menschen, glauben Christinnen und Christen.

Jesus sagt selbst: „Da, wo ich bin, da beginnt das Reich Gottes. Da beginnt schon ein Stück Himmel auf Erden.“

Wenn man sich das Leben Jesu ansieht – der doch
sagt: „Wo ich bin, da ist das Reich Gottes schon mitten unter euch“ – dann entdeckt man: Jede und jeder ist bei ihm willkommen.

Das Leben Jesu ist gerade davon gekennzeichnet, dass er jedem Menschen mit Achtung und Wertschätzung begegnet. Gottes Zuwendung in Jesus Christus macht vor keinem Menschen halt. Jesus fragt nicht: Was hast du für einen IQ? Bist du brauchbar? Wie ist deine Vorgeschichte? usw.

Gott geht in Jesus auf Menschen zu und sagt und zeigt ihnen: Du bist mir wichtig! Du bist wertvoll in meinen Augen! Kommt mit und werde mein Jünger, meine Freundin, werde Sohn bzw. Tochter Gottes. Komm und sieh und entscheide.

Jesus hat seinen Jüngern ein Gebet gegeben, das beginnt so:

Wie im Himmel möge es sein auf Erden! Das beten wir täglich persönlich und sonntäglich miteinander im Gottesdienst im Vaterunser. Gottes Wille möge geschehen hier auf der Erde wie dort im Himmel. Und tief in uns steckt sicher die Verheißung der Bibel, dass im Himmel, in Gottes Zukunft und nach Gottes Willen alle Tränen abgewischt sein werden, Not, Leid, Geschrei und auch der Tod ein Ende haben. Endlich frei sein von Leid, Kummer, Sterben, Verlust - das ist wohl  die zentrale Himmelssehnsucht.

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. (Prediger 3, 11)

In der Begegnung mit Jesus erfahren Menschen dies:
Himmel heißt nicht, Erfolg haben, sondern dich geliebt wissen, als geliebt erfahren. Nicht weil du bist, wie du bist, sondern obwohl du bist, wie du bist, mit all deinen Mängeln und Fehlern. So liebt Gott die Menschen glauben Christinnen und Christen.

Und aus Gottes Perspektive macht unser Leben Sinn.
Der Himmel wird für uns zur Ermutigung auf der Erde. All unsere Angst ist aufgehoben bei Gott. Unsere Lebensangst und unsere Sterbensangst. All unsere Mutlosigkeit ist getröstet von Gott. Und all unsere Hoffnung wird ermutigt durch Gott.

Der Himmel, der kommt wird zum Bauplan der Welt hat der Theologe Fulbert Steffensky einmal gesagt. 
So gibt es Himmelserfahrungen auf der Erde, kleine und größere. Erfahrungen von Trost und Befreiung, von Liebe und Glück, von Gerechtigkeit und Frieden. Gott sei Dank!

Ja, wir trösten und hoffen, wir lieben und handeln, wir beten und mischen uns ein, weil wir etwas vom Himmel wissen, mitten auf der Erde. Himmel und Erde berühren sich, immer wieder: Wo Menschen sich verschenken, vergessen, verbünden gegen das Böse, weil sie sich von Jesus gerufen wissen, weil sie Jesus nachfolgen.

Katharina Seuffert

EG 153 Der Himmel, der ist

Offenbarung 21


1. Der Himmel, der ist,


ist nicht der Himmel, der kommt,


wenn einst Himmel und Erde vergehen.


2. Der Himmel, der kommt,


das ist der kommende Herr,


wenn die Herren der Erde gegangen.


3. Der Himmel, der kommt,


das ist die Welt ohne Leid,


wo Gewalttat und Elend besiegt sind.


4. Der Himmel, der kommt,


das ist die fröhliche Stadt


und der Gott mit dem Antlitz des Menschen.


5. Der Himmel, der kommt,


grüßt schon die Erde, die ist,


wenn die Liebe das Leben verändert.


 


Text: Kurt Marti 1971


Melodie: Winfried Heurich 1980




Bildnachweis:
Bild Sonnenuntergang mit Herz: Kathilda
In: Pfarrbriefservice.de
Bild Brücke in den Himmel: Theresia Bongarth
In: Pfarrbriefservice.de


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