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Neues Leben im Alter

Begegnungsstätten

Das Diakoniewerk Stargard unterhält drei Begegnungsstätten in Neubrandenburg, in denen ich gemeinsam mit der Leiterin und Koordinatorin Frau Zabel und den Mittätigen, Projekte entwickele und thematische Einheiten durchführe. www.diakonie-stargard.de/senioren/seniorenbegegnungsstaetten-neubrandenburg



This little light of mine
Im November beginnt die Zeit des Lichts – St. Martin ist das erste Lichtfest....

Licht wirkt
Weiß ist nicht gleich Weiß

Schon lange ist bekannt: Licht steuert unsere innere Uhr.
Die Farbe des Lichts ändert sich den Tag über und Menschen reagieren darauf psychisch und physiologisch.
Vormittags und mittags ist das Licht bläulich und verringert die Ausschüttung des Hormons Melatonin, das Müdigkeit hervorruft.
Blaues Licht, kaltweiß genannt, wirkt aufmunternd und anregend.
Gegen Nachmittag wird das Tageslicht dann rötlicher.
Langwelliges, orangerotes Licht fördert die Melatoninproduktion und wirkt entspannend, beruhigend bis schlaffördernd.

Licht prägt die Evolution des Menschen
Licht ist Leben. Unter dem Einfluss der Sonne entwickelten sich vor drei Milliarden Jahren die ersten Lebewesen auf der Erde. Den „weisen“ Menschen (Homo sapiens) gibt es seit etwa 200.000 Jahren. Lange Zeit kannte er nur das Feuer; erst seit rund 150 Jahren nutzt er elektrisches Licht. Kein Wunder also, dass Tageslicht den Menschen geprägt hat.

Das Beispiel zeigt, dass Organismen im Laufe der Entwicklung ihre innere Uhr immer wieder biologisch sinnvoll an äußere Rhythmen anpassen mussten. Diese Fähigkeit hat sich evolutionsbiologisch als Vorteil herausgestellt.



Auch der Mensch hat ein genetisch verinnerlichtes Wissen über Zeiträume entwickelt. So funktioniert zum Beispiel sein Körper nachts ganz anders als tagsüber.
Das war notwendig, damit der Mensch in früher Zeit überleben konnte: Tagsüber musste er körperlich fit sein, auf die Jagd gehen und für Nahrung sorgen, nachts verlangte der Körper Schlaf und Erholung.
Und auch heute noch ist der menschliche Organismus auf den regelmäßigen Wechsel von Wach- und Schlafphasen eingestellt. Sie tragen entscheidend zu Gesundheit und Wohlbefinden bei.

Tag oder Nacht, Sommer oder Winter:
Licht bestimmt den Lebensrhythmus auf der Erde. Auch der Mensch hat sich im Laufe der Evolution angepasst und eine innere Uhr entwickelt.
Alles Leben auf der Erde ist räumlich und zeitlich organisiert.
Viele natürliche Vorgänge verlaufen rhythmisch.
Die Erde dreht sich in 24 Stunden um ihre Achse und in 365 Tagen um die Sonne. So entstehen Tag und Nacht, Sommer und Winter.

Der Mond wiederum dreht sich um die Erde. Er bewirkt die Meeres-Gezeiten mit periodisch wiederkehrender Ebbe und Flut und bestimmt im Wechselspiel mit der Sonne den monatlichen Rhythmus. Diese Zyklen haben die Lebensräume auf der Erde stark beeinflusst. So passen zum Beispiel viele Pflanzen ihre Überlebensstrategie an Tag und Nacht an. Sie öffnen ihre Blüten mit dem ersten Sonnenlicht. Dadurch wird ihr Nektar für Insekten erreichbar, die wiederum ihre Sammelflüge auf den Rhythmus der Pflanzen anpassen und sie bestäuben. So sichern sie ihren eigenen Fortbestand und zugleich den der Pflanze.
 Wissenswertes: www.licht.de/fileadmin/Publikationen_Downloads/1403_lw19_Wirkung_auf_Mensch_web.pdf

Mache dich auf und werde licht.
Mache dich auf und werde licht.
Mache dich auf und werde licht;
denn dein Licht kommt.

Mit Licht verbinden sich viele positive Eigenschaften:
Energie, Transparenz, Hoffnung „im Lichte besehen“, Lichtgestalt,            
wir sammeln Begriffe, die sich mit Licht verbinden.

Der Film: Corinna, Corinna mit Whoopi Goldberg …. Botschaft
Auch ein kleines Licht erhellt die Dunkelheit!

Erinnerung: Kerzen bei Stromausfall ... intensive Erlebnisse

St.Martin – das erste Lichtfest im November
Geschichte erzählen


Sankt Martin  (Erzähltheater?)
Ein Mann sitzt im Stall bei den Gänsen und macht sich ganz klein. Er möchte nicht gefunden werden.
Er heißt Martin.

Warum versteckt er sich? Hat er etwas zu verbergen? Hat er etwas schlimmes getan?

Nein. Martin ist Christ. Er lebt in einem Kloster draußen vor der Stadt. Er liebt die Stille dort.
Aber nun wollen ihn die Menschen in die Stadt holen. Sie mögen Martin. Sie wissen, das ist ein guter Mensch, ein frommer Mann. Vielen von ihnen hat er schon geholfen. Nun soll Martin ihr Bischof werden denn der alte Bischof ist gestorben.
Martin möchte das aber nicht.

Hier im Stall ist es dunkel und warm. Nur die Gänse schnattern ganz aufgeregt. Martin denkt nach.
Wie ist es bloß so weit gekommen?

Er denkt an den alten Bischof Hilarius. Bei dem hat er viel gelernt. Er hat mit ihm zusammen die Bibel gelesen. Dort hat er Jesus Christus kennen gelernt. Das ist Gottes Sohn. Martin hat gelesen, wie Jesus mit den Jüngern durch das Land zog, wie er Menschen heilte, wie er den Menschen half. Und wie er aus Liebe zu den Menschen sein Leben gab und auch den Feinden verzieh.
Das hat Martin tief beeindruckt.
Schließlich hat Martin den Bischof gebeten, ihn zu taufen. Er will zu Jesus gehören. Er will sein Leben mit Jesus leben.

Aber angefangen hat es eigentlich viel früher.
Martin erinnert sich.
Er war Berufssoldat in der römischen Armee, so wie sein Vater. Und er war tüchtig. Schon bald hatte man ihn zum Offizier gemacht.
Eines Tages im Winter hatte man ihn mit einem wichtigen Auftrag in die nächste Stadt geschickt.
Es hatte geschneit, die Menschen auf den Straßen hatten sich gegen die Kälte warm angezogen.

Die Soldaten sind abgehärtet, aber auch sie hatten bei diesem Wetter warme Mäntel um. Beim Reiten pfeift der kalte Wind sonst noch kälter. Alle sind froh, wenn sie angekommen sind und in einem Haus am Ofen sitzen können.
Doch nicht alle haben ein Zuhause. Direkt am Stadttor sitzt ein Mann, der hat löchrige Kleider an und friert ganz schrecklich. Er streckt seine Hände Hilfe suchend allen Vorübergehenden entgegen. Niemand scheint ihn zu sehen.

Martin sah ihn und er hielt an. Doch er hatte kein Geld bei sich und auch nichts zu essen. Was soll er tun? Er bringt es nicht über`s Herz, einfach so weiterzureiten
Dann hat Martin eine Idee. Er zieht seinen weiten und warmen Mantel aus, nimmt sein Schwert und ritsch, ratsch schon ist der dicke Wollumhang in zwei Teile geschnitten.

Eine Hälfte reicht er dem frierenden Mann. Die andere Hälfte legt er sich um die eigenen Schultern und reitet davon.
Martins Kameraden und andere haben ihn beobachtet. Sie verstehen ihn nicht und machen Witze darüber, wie komisch Martin jetzt angezogen ist.

Martin ist es egal, was die Anderen über ihn sagen. Er hat die Begegnung mit dem frierenden Mann schon fast wieder vergessen.
Doch in der Nacht träumt Martin von einem Mann, der seinen halben Wollumhang trägt.

Der Mann nennt sich Jesus Christus und spricht mit seinen Freunden: „Seht, das ist Martin, er hat mit mir seinen Mantel geteilt..“
Der Traum beeindruckt Martin tief. Von nun an will Martin mehr über Jesus Christus wissen.

Bald darauf wird Martin mit seinen Soldaten nach Germanien geschickt. Er soll das Land erobern helfen.
Dort lernt er Bischof Hilarius kennen. Der erzählt ihm von Jesus, dem lebendigen Herrn. Martin spürt es ganz tief in sich: Ja, Jesus lebt. Hat er nicht im Traum mit ihm gesprochen? Martin will nicht mehr kämpfen. Er verlässt das römische Heer. Er verzichtet auf die Rente.

Viel lieber bleibt er bei Bischof Hilarius und möchte sein Leben mit seinem Herrn und Heiland Jesus leben.
Er möchte den Menschen helfen, so wie er es von Jesus gelernt hat.

Doch nun sitzt er hier versteckt im Gänsestall. Die Gänse schnattern immer noch aufgeregt und laut.
Da wird die Türe aufgerissen. Martin ist gefunden.
Martin wird zum Bischof der Stadt Tours gewählt.

Jedes Jahr am 11. November erinnern wir uns daran, wie die Hilfsbereitschaft und das warme Herz Martin den Weg gezeigt haben. Den Weg zu Gott, den Weg zu Jesus. Jesus hat gesagt: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht bleiben in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Und er hat seine Freunde aufgefordert: Lasst euer Licht scheinen in der Welt.
Menschen wie Martin machen die Welt wärmer und ein bisschen heller, Menschen wie Martin helfen uns, den Weg zu Gott zu finden.
Darum zünden wir an diesem Abend Laternen und Lichter an und feiern Sankt Martin.

Experiment: Ein Kerzenlicht transportieren.... (Konzentrationsübung – Stilleübung)

Ein Lichtträger werden!
(Bastelidee – Kerzengießen oder im Seniorenkreis eine Kerze gestalten...)

Die Lichtflamme
Selma Lagerlöff erzählt in einer Legende von einem Ritter, der nach einem Kreuzzug in das Heilige Land geschworen hatte, die Kerze, die er an der heiligen Flamme vor dem Grab Christi angezündet hatte, unversehrt in seine Heimat Florenz zu bringen. Dieses Vorhaben, die Lichtflamme zu bewahren, machte aus dem Ritter einen neuen Menschen. Es verwandelte den Kriegsmann in einen Menschen des Friedens.

Als er unterwegs von Räubern überfallen wurde, setzte er sich nicht zur Wehr. Er gab den Räubern freiwillig, was sie wollten, wenn sie ihm nur sein Licht nicht auslöschten. Sie nahmen seine Rüstung und sein Pferd, seine wertvollen Waffen und sein Geld und ließen ihm einen elenden Klepper dafür.

Auf dem ritt er nach vielen bestandenen Abenteuern in seine Heimatstadt Florenz ein. Rücklings saß er auf dem Pferd, um mit seinem Körper die Lichtflamme gegen den Wind zu schützen. Als die Straßenjungen ihn sahen, hielten sie ihn für einen Verrückten und versuchten, sein Licht auszulöschen.

Nur durch ein Wunder blieb die Flamme bewahrt, so dass er endlich damit die Kerzen auf dem Altar des Domes anzünden konnte. Als er von einem, der auch ein Licht trug, gefragt wurde, was er tun solle, damit es nicht verlösche, sagte er ihm: «Die Lichtflamme verlangt, dass ihr aufhört, noch an irgend etwas anderes zu denken. Ihr dürft auch keinen Augenblick sicher fühlen. Aus wie viel Gefahr ihr die Flamme auch gerettet habt, ihr müsst immer darauf gefasst sein, dass sie euch im nächsten Moment entrissen wird!»

Gott hat uns sein Licht anvertraut. Wenn wir es für ihn bewahren wollen, wird es uns selbst verwandeln und unsere Blicke auf die richtigen Ziele lenken.
«Halte dich an den Glauben und die Liebe, die wir in Jesus Christus haben. Bewahre diese kostbare Gabe, die man dir anvertraut hat. Die Kraft dazu wird dir Gottes Heiliger Geist geben, der in uns wohnt.»

Tragt in die Welt nun ein Licht
1. Tragt in die Welt nun ein Licht,
sagt ihnen: Fürchtet euch nicht!
Gott hat uns lieb, Groß und Klein,
seht auf des Lichtes Schein.

2. Tragt zu den Alten ein Licht,
sagt ihnen: Fürchtet euch nicht!
Gott hat uns lieb, Groß und Klein,
seht auf des Lichtes Schein.

3. Tragt zu den Kranken ein Licht,
sagt ihnen: Fürchtet euch nicht!
Gott hat uns lieb, Groß und Klein,
seht auf des Lichtes Schein.

4. Tragt zu den Kindern ein Licht,
sagt ihnen: Fürchtet euch nicht!
Gott hat uns lieb, Groß und Klein,
seht auf des Lichtes Schein.
                                                                               Text: Wolfgang Longardt 1972
                                                                               Melodie: Martin Bartsch 1973

Bildnachweis
Bild Lampen Bahnhof: Michael Bogedain
In: Pfarrbriefservice.de
 
Bild Abendsonne: Wunibald Wörle
In: Pfarrbriefservice.de
 
Bild Abnehmender Mond: Wunibald Wörle
In: Pfarrbriefservice.de
 
Bild Sankt Martin teilt seinen Mantel: www.sternsinger.de
In: Pfarrbriefservice.de
 
Bild Friedenslicht: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de
 
Bild Dämmerung Haus: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de


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