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Neues Leben im Alter

Andacht des Monats


Bild: Bibel in Gold, cco-gemeinfrei von Pixabay
Lesung: Kolosser 4,2-6


Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank! Betet dabei auch für uns, dass Gott uns eine Tür öffnet für seine Botschaft. Wir sollen ja das Geheimnis bekannt machen, das in Christus beschlossen ist.

Als Verkünder dieses Geheimnisses sitze ich hier im Gefängnis. Bittet Gott darum, dass ich es weiterhin offenbar machen kann, wie es mein Auftrag ist. Im Blick auf die, die nicht zur Gemeinde gehören, und im Unterschied zu ihnen sollt ihr leben wie Menschen, die wissen, worauf es ankommt, und sollt die Zeit, die euch noch verbleibt, gut ausnutzen. Wenn ihr Außenstehenden über euren Glauben Auskunft gebt, so tut es immer freundlich und in ansprechender Weise. Bemüht euch, für jeden und jede die treffende Antwort zu finden.

Bild:©bearinthenorth cc0 – gemeinfrei Quelle pixabay
Ansprache
Wenn wir ein paar Tage verreisen, schreibe ich unserem Freund, der den Haushalt im Auge behält, eine Liste: Bitte stelle die Mülleimer raus, leere den Briefkasten, füttere das Meerschweinchen, gieße die Blumen, die einen mehr, die anderen weniger. Unser Freund kennt sich seit Jahren bestens in unserem Haushalt aus, er braucht eigentlich keine Liste. Und doch gibt es mir ein gutes Gefühl. Ich habe ihn nicht mit allem allein gelassen. Er braucht nur den Zettel zur Hand zu nehmen, dann wird alles gut laufen.

Bild: © KostkaCZ cc0 – gemeinfrei Quelle pixabay
Paulus schrieb der Gemeinde in Kolossä einen Brief und gab ihnen mit diesem Schriftstück Unterricht in zentralen Glaubensfragen: „Jesus ist die Mitte des Lebens, ihr könnt sicher sein, dass Gott euch liebt. Ihr seid nie mehr allein. Wenn ihr Kummer habt, dürft ihr wissen, dass ihr bei Gott geborgen seid. Da er euch führt, könnt ihr mutig voran gehen.“

Aber, so hat sich Paulus oder sein Schüler, der diesen Brief schrieb, wohl gefragt, werden die Kolosser seine Hinweise beherzigen? Wird bei ihnen nicht nach kurzer Zeit alles wieder so sein wie vorher, als hätten sie nie einen Brief von ihm bekommen?

Deshalb schrieb der Apostel am Ende seines Briefes noch eine To-do-Liste wie ich für unseren Freund, wenn wir in Urlaub fahren. Dieser Merkzettel wurde vielleicht ans Schwarze Brett der Gemeinde gehängt, damit alle ihn vor Augen hatten.

1.Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank

2.Betet dabei auch für uns, dass Gott uns eine Tür öffnet für seine Botschaft. Wir sollen ja das Geheimnis bekannt machen, das in Christus beschlossen ist. Als Verkünder dieses Geheimnisses sitze ich hier im Gefängnis. Bittet Gott darum, dass ich es weiterhin offenbar machen kann, wie es mein Auftrag ist

3.Im Blick auf die, die nicht zur Gemeinde gehören, und im Unterschied zu ihnen sollt ihr leben wie Menschen, die wissen, worauf es ankommt, und sollt die Zeit, die euch noch verbleibt, gut ausnutzen.

4.Wenn ihr Außenstehenden über euren Glauben Auskunft gebt, so tut es immer freundlich und in ansprechender Weise. Bemüht euch, für jeden und jede die treffende Antwort zu finden.

Bild: cc0 – gemeinfrei Quelle pixabay
Ich finde diese Liste ist auch heute noch aktuell:

1. Danken, - das ist das Vitamin D in unserem Leben, durch welches Gottes Licht immer mehr wirken kann. Denn durch DANKEN für die kleinsten Dinge erkenne ich, dass Gott an mich gedacht hat und für mich sorgt.

Eine Freundin von mir, die wegen ihrer Krankheit die Wohnung nicht allein verlassen kann, berichtet mir so oft, wie Gott ihr Gebet erhört hat und selbst für ihr Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach einem Plausch bei Kaffee und Kuchen am Sonntagnachmittag sorgt.  – Da klingelt es, und tatsächlich stehen Freunde, Nachbarn und Bekannte vor der Tür und haben Kaffee und Kuchen mitgebracht, um sie, meine Freundin, mal eben zu besuchen.  GOTT SEI DANK !

2. Es ist wirklich wichtig, dass wir Gott immer wieder aufs Neue bitten, uns eine Tür für seine Botschaft zu öffnen!  Damit wir die Gelegenheiten erkennen, die Gott gibt und uns nicht nur auf unsere Gruppen und Veranstaltungen beschränken. Manchmal denke ich, - damals saß Paulus real im Gefängnis. Aber heute sind wir so oft in unseren Vorstellungen gefangen und nicht unbedingt offen für Gottes Geist. Eine Kollegin sagte mir, man habe den jungen Pastoren die Aufgabe gegeben, Kirche neu zu denken.  Das ist eine absolute Überforderung, finde ich. Aber offen zu sein für Gottes Geist  -  wie Paulus, der im Traum nach Mazedonien gerufen wurde, wie Petrus, der in einer Vision aufgefordert wurde, auch Nichtjuden von Jesus zu sagen, oder wie ein Philippus auf dem Weg den Kämmerer aus Äthiopien beim Lesen in der Bibel traf und mit ihm ins Gespräch kam.  So wirkt Gottes Geist noch heute, wenn wir bereit sind, die offenen Türen zu nutzen.

3. Ist es nicht schön, wenn wir mit Gottes Hilfe immer wieder neu sortieren können, was wichtig und was unwichtig ist, worauf es im Leben ankommt? Ich denke, viele beneiden Menschen, die so leben und ihren Weg gehen. Und da können wir uns doch freuen, wenn andere neugierig werden. Herzlich willkommen!

Es ist wunderbar, Menschen zu begegnen, sie näher kennen zu lernen und nachzudenken, was sie von Gott brauchen und wie wir es ihnen nahe bringen können mit Gottes Hilfe.

Versuchen Sie es doch auch einmal mit Paulus TO DO LISTE:

Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank!

Betet dabei auch für uns, dass Gott uns eine Tür öffnet für seine Botschaft.

Lebt wie Menschen, die wissen, worauf es ankommt.

Wenn ihr Außenstehenden über euren Glauben Auskunft gebt, so tut es immer freundlich und in ansprechender Weise. Bemüht euch, für jeden und jede die treffende Antwort zu finden.

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