Nach oben

Neues Leben im Alter

Andacht des Monats


Bild: Bäume im Winter von Peter Weidemann in Pfarrbriefservice.de

Auslegung


Eine Frau, die den Pastor um ein Gespräch gebeten hatte, wollte sich nicht trösten lassen. Zu groß war ihre Verzweiflung.


Schließlich trat der Pastor ans Fenster und schaute hinaus in den Garten. "Sie haben aber schlechte Bäume!"


"Wieso?"; fragte die Frau verwundert.


"Die Bäume sind ganz kahl, kein Blatt, keine Blüte ist daran zu sehen. Sie sehen wie abgestorben aus. Sollten Sie die Bäume nicht lieber fällen lassen?", sagte der Pastor.


Die Frau widersprach: "Aber es ist doch Winter! Im Frühjahr werden die Bäume schon wieder ausschlagen!"


Da sagte der Pastor: "Mit den Bäumen in ihrem Garten kennen Sie sich so gut aus, aber für sich können sie nicht annehmen, dass Gott bei ihnen Neues wachsen lassen kann."



Bild: jorgeibarra aus Pixabay CCO gemeinfrei

Die Frau nickte und der Pastor merkte, dass sie etwas verstanden hatte. Es folgten ein gutes Gespräch und eine neue Zuversicht keimte auf wie das zarte Grün im Frühling.


(Frei nach Willi Hofsümmer, 111 Ideen für Gottesdienste und Feiern mit Senioren, 5.Auflage 2005, Mainz; S.16 - Nr.7)


Warum kann die Frau sagen, dass die Bäume im Frühling neu ausschlagen werden?


Ist es Erfahrung? Ist es Wissen? Ist es Hoffnung?

Wenn Gott es ist, der uns den Frühling schenkt, wenn Gott es ist, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann hat er auch die Kraft, uns aufzuerwecken.



Bild: Pixabay gemeinfrei

Ich erinnere noch einmal an 2 Sätze, die Paulus in seinem Brief schreibt:


16 Darum verlieren wir nicht den Mut. Wenn auch unsere körperlichen Kräfte aufgezehrt werden, wird doch das Leben, das Gott uns schenkt, von Tag zu Tag erneuert.


18 Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zurzeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern wir richten unseren Blick auf das, was jetzt noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt ewig.

Bild: tati64 Pixabay gemeinfrei

Einem Missionars-Ehepaar in Neu-Guinea hatte der Herr vier Kinder geschenkt.


Die drei ältesten gingen in Europa zur Schule; das jüngste war bei den Eltern. Und dieses Kind nahm der Herr plötzlich im Alter von einem Jahr zu sich. Der Schmerz der Eltern war groß.

Schweren Herzens machte sich der Vater daran, einen kleinen Sarg zu zimmern.


Ein Einheimischer, der ihn beobachtete, sagte: "Du bist sicher sehr traurig." - "Ja, das bin ich." - "Dann wirst du uns sicher jetzt verlassen und nach Hause zurückgehen."


"Nein, ich bleibe bei euch." - "Aber was ist denn mit deinen anderen Kindern?" - "Die sind in der guten Hand meines Gottes."


Der Einheimische schüttelte staunend den Kopf und meinte: "Ihr Christen seid doch merkwürdige Leute. Ihr könnt durch den Horizont sehen."


Dieses Wort ließ den Missionar aufhorchen. Lange hatte er über ein geeignetes Wort in der Sprache der Einheimischen für "Hoffnung" nachgedacht.


Bisher hatte er es mit "Warten" übersetzt. Aber jetzt wurde ihm klar: Hoffnung bedeutet "durch den Horizont sehen". - Er wurde nicht wenig getröstet.



Bild: Geborgen von Friedbert Simon in Pfarrbriefservice.de

Tatsächlich unterscheidet die Hoffnung einen Christen von allen anderen Menschen. Diese Hoffnung, dieser Glaube ist eine Gewissheit und eine Zuversicht auf das, was wir nicht sehen. (Hebräerbrief11, 1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.)


Das Wort Gottes und die Zusagen des Herrn lassen uns über den Horizont, den Bereich des Sichtbaren hinausblicken


Das ist die Grundlage allen Trostes, der von Gott kommt.


Das ist der Grund unseres Jubels - diese Hoffnung. Und wenn wir Jesus vertrauen - wenn wir auf ihn schauen, der auferstanden ist von den Toten, dann ist diese Hoffnung eine feste Zuversicht auf das, was wir nicht sehen.


Jesus sagt von sich: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater - nur durch mich.


Und er sagte auch, dass er kommen will und uns zu sich holen will, damit wir da sind wo er ist.


Das ist ein wunderbares Versprechen - und dass sollten wir niemals vergessen. Lobe den Herrn meine Seele und was in mir ist seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat.


AMEN



Diskutieren Sie mit!

Sie haben eigene Gedanken dazu?
Sie möchten etwas ergänzen oder erweitern?
Sie wollen mit uns in Kontakt treten?
Sie möchten über dieses Thema mit anderen diskutieren?

Kein Problem!

>Klicken Sie hier und Sie gelangen sofort zum Diskussionsforum!<

Diese Website verwendet Cookies und die Webanalyse-Tools Matomo und Google Analytics. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden.Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es auf der Seite Datenschutz.