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Helmut Müller auf seinem Synodenplatz. Fotos: Neumann


Bescheinigung von 1979 zur Wahl in die Landessynode

Helmut Müller - Abschied nach 30 Jahren als pommerscher Synodaler

 

Züssow (rn). Helmut Müller (72) ist seit 30 Jahren Mitglied der pommerschen Landessynode. Er macht keine großen Worte bei diesem Jubiläum: „Ich wollte nie Rekorde brechen, aber ich habe diese ganzen Jahre das Vertrauen der Kreissynode Pasewalk genossen,“ sagt er zufrieden.

 

Helmut Müller wohnt in Vogelsang – und dies auch schon 1979 als er erstmals in die Landessynode gewählt wurde. Das macht eine Bescheinigung zur Vorlage beim Betrieb klar. Dort wird die Wahl mitgeteilt und eine Bitte ausgesprochen: „Ich bitte Sie, Herrn Helmut Müller die Wahrnehmung aller damit verbundenen Aufgaben durch jeweils notwendige Freistellung von der Arbeit zu ermöglichen.“ Unterschrieben vom langjährigen Präses Dietrich Affeld und gesiegelt von der „Landessynode der Ev. Landeskirche Greifswald,“ wie die heutige Pommersche Evangelische Kirche zu DDR-Zeiten heißen mußte, da der Name Pommern nicht verwendet werden durfte.

 

Müller hat also bewegte Zeiten durchgemacht und blick zurück: „Die ersten Synoden waren für mich brüderlicher und nicht mit so vielen Details verbunden wie heute.“ Nach dem Grund seines Engagements gefragt meint er, daß er sich „für die Christenheit in unserem Land“ einbringen wolle. Direkte Nachteile habe er nicht gehabt, aber als er noch nicht einmal zur Beerdigung seiner Mutter nach Montabaur ausreisen durfte, habe es ihm gereicht. Da habe er diese Ausreiseablehnung auf der nächsten Landessynode offen angesprochen, daß er sich als Christ doch benachteiligt fühle. Prompt bekam er am folgenden Montag Stasi-Besuch und am Ende sagten die Herren zu ihm „Vergessen Sie nicht, daß wir die Macht haben.“

 

Auch zur Nordkirchenfusion hat Helmut Müller seine Meinung. Er hätte „die brandenburgische Lösung favorisiert – allein aus geschichtlichen Gründen,“ sagt er. Aber nun sei es so beschlossen und „ich hoffe, daß wir als Pommern später nicht ins Hintertreffen geraten,“ meinte er nachdenklich.

 

In diesen 30 Jahren habe es übrigens nur eine Landessynode gegeben, wo er wegen eines Lehrgangs gefehlt habe und er zieht ein zufriedenes Ergebnis seiner synodalen Tätigkeit: „Synode hat mir immer Spaß gemacht.“ (18.10.2009)

 


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