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Morgenandacht


Von Andreas Timm, Bad Doberan
 

Üben


Neulich war ich ziemlich genervt. Da meinte meine Frau: „Das kommt davon, dass du dir zu viel vornimmst!“ Recht hat sie!

Vielleicht sollte ich ab und zu an den Tipp aus einer alten Geschichte über einen Weisen denken:

Der meinte: „Wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich spreche, dann spreche ich…“ Da fielen ihm einige ins Wort: „Das tun wir auch… was machst du noch darüber hinaus?“

Er sagte wieder: „Wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich spreche, dann spreche ich…“

Wieder sagten die Leute: „Das tun wir doch auch.“ „Nein!“ sagte er. „Wenn ihr sprecht, dann seid ihr schon wieder bei euren Geschäften, wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon und wenn ihre lauft, seid ihr schon am Ziel.“

Das ist wie: den zweiten vor dem ersten Schritt tun, und ich weiß, das geht nicht gut. Man stolpert leicht und das macht Stress. Jesus kennt das und sagt: „Mach nicht so doll! Immer eins nach dem anderen. Alles, was zu viel ist, kannst du erst mal Gott übergeben. Denn er sorgt für dich. Wenn du so vertrauen kannst, dann kannst du Schritt für Schritt gehen, in dem Wissen: es wird alles gut.“

Vielleicht kann ich heute so anfangen: „Wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich…“ ich werde es mal üben.


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