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Morgenandacht


Von Militärpfarrer Johannes Wolf, Laage


Wie lieblich ist der Maien?

Kennen Sie das Lied „Wie lieblich ist der Maien“? Also, wenn ich den Monatsnamen „Mai“ höre, fällt mir immer sofort dieses Lied ein. Einmal die schöne Melodie und natürlich auch die Worte. Da wird der Frühling besungen, das Wunder der Schöpfung und der Natur. Alles grünt und blüht!

Mit diesem Lied verbinde ich aber noch viel mehr. Nämlich Spaziergänge mit meinem Großvater. Natürlich war das nicht nur im Mai so, dass er mit uns Kindern wanderte. Aber im Frühjahr war es besonders schön. Bei uns direkt vor der Haustür lag der Wald. Und da liefen wir entlang. Mein Opa erklärte uns die Pflanzen. Manchmal sahen wir Rehe oder einen Hasen vorbei springen - wenn wir nicht zu laut gesungen hatten und die Tiere vorher schon das Weite suchten. So lernte ich dieses Lied kennen und lieben – auf Spaziergängen durch den Frühlingswald.

Das ist nun über 40 Jahre her. Jetzt wohne ich wieder im gleichen Ort. Und immer noch gehe ich dort gern spazieren. Inzwischen bin ich der Opa und gehe mit meiner Enkeltochter in den Wald. Und ich denke dabei auch an dieses Lied…

Aber: Wie wird es sein? Wird meine Enkelin vielleicht auch mal so denken? Gern würde ich ihr etwas mit auf ihren Weg durchs Leben geben. Auch die Freude darüber, dass alles grünt und blüht.

„Wie lieblich ist der Maien.“ - Dieses Lied werde ich meiner Enkelin beibringen. In der Hoffnung, dass Gott unser aller Leben blühen lässt…

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