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Mein Advent

Vier Kerzen, vier Fragen an: Cordula Ruwe

Cordula Ruwe
20.12.2020 ǀ Horst.  Advent – das ist eine besinnliche Zeit der Vorfreude und Vorbereitung, der Stille und der Erwartung. Vier Kerzen am Adventskranz, vier Adventssonntage stimmen ein auf Weihnachten. Wir haben uns umgehört, welche Gedanken, Hoffnungen und Traditionen mitschwingen. Heute vier Fragen an: Cordula Ruwe, Touristenseelsorge St. Nikolai Greifswald: 

Welche Hoffnungen haben Sie?

Vor allem Frieden weltweit - dass wir Menschen unsere Geschwisterlichkeit erkennen und in aller Unterschiedlichkeit immer wieder das Gespräch suchen, gerade auch in den Religionen. Und dass die Welt-Gemeinschaft es schafft, sich auf die notwendigen Klimaziele zu einigen und eine gemeinsame Anstrengung zu deren Umsetzung schafft, zusammen mit der Kreativität und mutigem Verzichtswillen jedes Einzelnen von uns.

Welche Advents-Traditionen pflegen Sie?
 
Ich liebe es, den Adventskranz aufzustellen, schlicht, mit duftendem Tannengrün, vier roten Kerzen und vier leicht verrosteten Rehen. Vor allem morgens brauche ich fast körperlich den warmen Schein echter Kerzen.
Seit die Kinder aus dem Haus sind, backe ich nur noch wenig, aber freue mich darauf, im Advent Lebkuchen und Pfefferkuchen zu essen, dieses Gebäck mit den starken, eigenwilligen Gewürzen.
Ansonsten ist es mir immer mehr ein Bedürfnis, mich im Advent zu reduzieren - ursprünglich ist es ja eine Fastenzeit, Vorbereitungszeit; mir ist da eher nach Stille, Innehalten als nach Feier.

Was wünschen Sie sich für diese Adventszeit?

 
Ich wünsche mir, dass die unterschiedlichen Corona-Gruppierungen es schaffen, die Lage nicht eskalieren zu lassen. Die Anspannung der Situation ist bei vielen zu spüren; ich wünsche mir, dass die geplanten Einschränkungen zwar größtmöglichen Schutz vor Ansteckung schaffen, aber noch „Luft zum Atmen“ lassen für die Menschen in den unterschiedlichen Branchen, Kultur, Einzelhandel, Tourismus, denn an ihnen hängen Existenzen. Möge sich das Stillwerden und Lauschen mit offenem Herzen im Advent seinen Weg in uns suchen.

Was bedeutet die Adventszeit generell für Sie?

Es ist immer ein Monat voll Vorfreude und ein tröstlicher Monat, nach der November-Tristesse; eine innere Stärkung für die bevorstehenden dunklen Wintermonate, die mich jedes Jahr Tag für Tag neu einlädt, auch in immer dunkler werdenden Zeiten dem Licht, dem Hoffnungsvollen zu vertrauen.
Quelle: PEK/kirche-mv.de


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