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Mecklenburgischer Kirchenkreisrat

Fonds unterstützen Diakonie, evangelische Schulen und fördern den Klimaschutz

15.09.2014 ǀ Güstrow/Rostock.  Auf ihrer jüngsten Sitzung in Güstrow fassten die Mitglieder des mecklenburgischen Kirchenkreisrates wichtige Beschlüsse. Neben dem Entwurf des Finanzetats für 2015 standen u.a. Personalentscheidungen und die Einrichtung von zwei Förderfonds auf der Tagesordnung.

Zugeordnet: Stiftungen jetzt Werke des Kirchenkreises

Auf Beschluss des Kirchenkreisrates wurden das Augustenstift Schwerin, die Herzog-Carl-Borwin-Gedächtnis-Stiftung Neustrelitz, die Conrad-Gessner-Stiftung, die Stiftung Bethanien Neubrandenburg und das Stift Bethlehem Ludwigslust als Werk des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg zugeordnet. Die Einrichtungen hatten in ihren Satzungen entsprechende Regelungen aufgenommen. Damit sind diese künftig auch mit je einer Person im Konvent der Dienste und Werke des Kirchenkreises vertreten.

Berufen: Vorstand für Winkelmann-Stiftung

Als Vorstandsmitglieder der Kurt-Winkelmann-Stiftung berief der Kirchenkreisrat: Landesbischof i.R. Herrmann Beste (Schwerin), Landwirt Friedrich-Karl Kühne (Feldberger Seenplatte, OT Krumbeck), OKR Bernd Steinhäuser (Schwerin), Petra Orlowski (Kirchenkreisverwaltung/Neubrandenburg) und Pastor Rolf Krüger (Burg Stargard). Das Gremium amtiert bis zum 30. Juni 2020.

Hintergrund: Die Kurt-Winkelmann-Stiftung möchte einen wirksamen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung im Bereich des Kirchenwaldes leisten. Eingeworbene Gelder werden zur Verfügung gestellt zur Bewahrung der Schöpfung innerhalb der Tier- und Pflanzenwelt in den kirchlichen Wäldern und Forsten, zur Besoldung der im Kirchenbeamtenverhältnis stehenden Revierförster und zur Vergütung von Wald- und Forstmitarbeitern sowie zur Förderung von Waldpflegearbeiten, Arrondierungen und Projektförderungen für neue Methoden in der Hege und Pflege des Waldes, wie es in der Satzung heißt.

Verändert: personelle Besetzung der Synode

Präses Christoph de Boor informierte über personelle Veränderungen in der Kirchenkreissynode. So scheidet Katrin Cassel aus, da sie nicht mehr im ursprünglichen Wahlbezirk wohnt. Zudem hat Christine Heydenreich ihr Mandat aus persönlichen Gründen niedergelegt. Die Nachrücker sind bzw. werden jetzt informiert und sollen auf der kommenden Synode eingeführt werden.
Auf Vorschlag der Theologischen Fakultät Rostock berief der Kirchenkreisrat Prof. i.R. Hermann Michael Niemann als Vertreter der Fakultät in die Kirchenkreissynode. Prof. Niemann gehörte bereits viele Jahre der früheren mecklenburgischen Landessynode und dem Rechtsausschuss an.

Vorgestellt: Entwurf Kirchenkreisetat 2015

Den ersten Entwurf des Haushaltsplanes 2015 nahmen die Mitglieder des Kirchenkreisrates zur Kenntnis. Zugleich regte das Gremium u.a. an, einen Haushaltstitel für Erprobungsregionen einzurichten, das Budget für Fortbildungen im Blick auf ehrenamtliche Küster und religionspädagogische Qualifizierungen am TPI zu erhöhen und eine Haushaltsstelle für ein Pilotprojekt zur Personalentwicklung von Gemeindepädagogen einrichten. Zudem sollte die AG Immobilienmanagement im kommenden Jahr, insbesondere hinsichtlich der Erfassung der Energieverbräuche, fortgesetzt werden.

Fortgeführt: Sicherungsfonds für Diakonie und Schulstiftung

Der noch zu landeskirchlichen Zeiten 2011 in Mecklenburg eingeführte so genannte Diakoniefonds bleibt bestehen. Dies beschloss der Kirchenkreisrat und erließ zugleich eine Vergaberichtlinie. Der Fonds wird mit maximal 5 Millionen Euro ausgestattet. Konkret können im Kirchenkreis ansässige Einrichtungen der Diakonie und der Schulstiftung - ergänzend zur Finanzierung zu einem Darlehen bei der Evangelischen Bank - weitergehende und zinsgünstigere Komplementärdarlehen durch den Fonds erhalten. Über die Gewährung entscheidet nach Prüfung durch die mit der Fondsverwaltung beauftragte Evangelische Bank und auf Empfehlung eines Kreditvergabeausschusses letztlich der Kirchenkreisrat.

Beschlossen: Richtlinie für die Förderung aus dem CO2 Einsparfonds

Die Haushaltsmittel aus dem bisherigen Projekt Sparflamme werden künftig im CO2 Einsparfonds des Kirchenkreises Mecklenburg bewirtschaftet. Dazu beschloss der Kirchenkreisrat eine Übertragung der Gelder und erließ eine Vergaberichtlinie, für die ein Beirat zuständig ist. Diesem gehören an: Propst Wulf Schünemann (Kirchenkreisrat), Änne Lange (Mitarbeiterin der Ökumenischen Arbeitsstelle im ZKD) und Kurt Reppenhagen (Sachgebietsleiter Bau der KKV) an.

Laut Richtlinie sind beispielsweise die Dämmung von Heizungsrohren, der Einbau von Ventilen zur Einzelraumregelung oder der Kauf eines Dienst E-Bikes förderfähig. Zuschüsse können ebenso für Solaranlagen aber auch für Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, Veranstaltungen und Projekte zum Thema Klima und Energie, wie Klimakonfirmandentage, gewährt werden.
Quelle: ELKM (cme)