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Mecklenburgischer Kirchenkreisrat tagte

Neun wertvolle Orgeln können saniert werden

01.04.2014 ǀ Güstrow/Rostock.  Von außen sehen sie zumeist noch recht passabel aus, aber im Innern weisen sie doch erhebliche Mängel auf: die Orgeln in Zapel, Woosten, Peckatel, Ruchow, Herrnburg, Vilz, Polchow, Lübz und Groß Lukow. Mit insgesamt knapp 115.000 Euro fördert der Kirchenkreis Mecklenburg in 2014 die Sanierung der Kirchenorgeln in den neun Orten.

Zusammen mit einer veränderten Bauobjektliste für Kirchen und Pfarrhäuser nahm der Kirchenkreisrat auf seiner Beratung am 28. März in Güstrow die aktuelle Orgelbauliste zustimmend zur Kenntnis. Das Gremium folgte damit den Vorschlägen des Bauausschusses. Mecklenburg gilt übrigens als die deutsche Region mit den meisten Orgeln des 19. Jahrhunderts. Und so sind unter den „Königinnen der Instrumente“, die in diesem Jahr mit Zuschüssen des Kirchenkreises, der Landeskirche und Eigenmitteln der Kirchengemeinden saniert werden, vor allem Instrumente aus der bedeutsamen Orgelbauperiode zwischen 1840 bis 1918. Zwei Ausnahmen gibt es dabei: In Ruchow werden Orgelbaumeister einem 1675 gebauten Instrument und in Groß Lukow einer Schuke-Orgel von 1970 zu neuem Glanz und altem Klang verhelfen. Insgesamt stehen für den Erhalt der neun Orgeln 475.000 Euro im laufenden Jahr zur Verfügung.

Gewählt: Bettina von Wahl neue stellvertretende Vorsitzende

Bettina von Wahl, Synodale aus Friedrichruh, ist zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenkreisrates gewählt worden. Sie folgt in diesem Ehrenamt auf Dr. Gottfried Timm (Schwerin), der diese Funktion im 13 Mitglieder zählenden Gremium zuvor niedergelegt hatte. Propst Dr. Karl-Mattias Siegert dankte seinem bisherigen Stellvertreter für dessen großes Engagement. Zugleich freute sich der Vorsitzende, dass Dr. Timm „weiterhin als Mitglied im Kirchenkreisrates und ehrenamtlicher Geschäftsführer des Kirchlichen Energiewerkes seine Ideen und seine Kraft einbringen wird“.

Entsandt: Vertreter für Synoden-Vorbereitungsausschuss

Ricarda Wenzel und Dr. Gottfried Timm vertreten den Kirchenkreisrat im synodalen Vorbereitungsausschuss. Dieser soll die Arbeitsergebnisse der Ausschüsse zum Schwerpunktthema „Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg“ sammeln und in geeigneter Weise für die Synodentagung im November 2014 aufbereiten. Zugleich soll das Gremium einen Vorschlag unterbreiten, wie der auf der jüngsten Synodentagung angestoßene Prozess gesteuert werden kann und Vorschläge für ein Beteiligungsverfahren erarbeiten.

Stichwort Kirchenkreisrat 

Der Kirchenkreisrat vertritt den Kirchenkreis Mecklenburg in allen Angelegenheiten und verwaltet sie in eigener Verantwortung. Er führt die Aufsicht über die 266 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die Pröpstin und die drei Pröpste an. Die übrigen neun Mitglieder wurden von der Kirchenkreissynode gewählt. Vorsitzender ist Propst Dr. Karl-Matthias Siegert.
Quelle: ELKM (cme)
Kirchenkreisrat