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Empfang mit Konzert, Festessen und Tischreden

Mecklenburger Pröpste dankten Kirchengemeinderäten

Der Rostocker Propst Wulf Schünemann begrüßte mehr als 280 Gäste in der Nikolaikirche.
15.01.2017 ǀ Rostock.  „Wir waren erstaunt, als die Einladung kam“, sagt Paul Machel. Der Friedländer war einer von mehr als 280 Gästen, die am vergangenen Donnerstag in die Rostocker Nikolaikirche gekommen waren. Zum ersten Mal hatten die mecklenburgischen Pröpste alle bisherigen Kirchengemeinderäte zu einem Empfang eingeladen - und die Resonanz aus allen vier Propsteinen war erfreulich. „Eine schöne Idee und eine gute Gelegenheit, andere kennen zu lernen“, fand ebenso Peter Bade aus der Kirchengemeinde Rostock-Groß Klein.

Nach einer Andacht erklangen Orgel und Saxophon. Karl Scharnweber und Uwe Murek bekamen viel Beifall für ihr kleines Konzert. Beim festlichen Essen im Anschluss gab es zwei kurze Tischreden. „Sie alle habe eine für unsere Kirche wichtige Etappe als Kirchen- bzw. gemeindeleitende Ehrenamtliche mit gestaltet“, sagte Propst Dr. Karl-Matthias Siegert dabei. Er dankte im Namen des Kirchenkreises für alles, „was damit für die Kirchengemeinden und unsere Kirche insgesamt getan wurde“. Zugleich wünschte er denen, die als Kirchenälteste weitermachen „den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit und denen, die sich aus dem Amt verabschieden, dass sie den Gemeinden mit ihren Erfahrungen verbunden bleiben“.

Von ihren ganz persönlichen Erfahrungen als Mitglied im Mirower Kirchengemeinderat erzählte Gabriele Haack in ihrer Rede und stellte die Frage, „wie wir es schaffen, dass die Kirche sprichwörtlich im Dorf bleibt und für alle ein Dach bietet“. Schließlich sei die Kirche so etwas wie die „Mutter aller Vereine, die es schaffen kann, für das Gemeinwohl alle zu vereinigen“, skizzierte Gabriele Haack ihr Bild. Dazu gehört für sie auf Menschen zuzugehen und sie offen anzusprechen. Vielleicht gelinge es so, „neue Kirchenmitglieder zu gewinnen, die sich aktiv an der Gestaltung des Gemeindelebens beteiligen wollen“.

Umfassende Veränderungen

In den Kirchengemeinderäten waren in den vergangenen sechs Jahren etwa 2800 Christen aktiv. Im Rückblick auf die vergangene Wahlperiode werden die umfassenden Veränderungen deutlich, „mit denen sich die Kirchenältesten auseinandersetzen mussten und die sie auch aktiv gestaltet haben“, sagte am Rande des Empfangs Susanne Prill, die für Ehrenamtsarbeit im Kirchenkreis zuständig ist. Dabei denkt sie an die Bildung der Nordkirche und des Kirchenkreises Mecklenburg zu Pfingsten 2012. „Die neuen Verwaltungsstrukturen und gesetzliche Regelungen hatten direkten Einfluss auf die Arbeit in den Gemeinden, daneben waren viele Abschiede von Gewohntem zu verarbeiten.

Darüber hinaus gab es den wichtigen Prozess „Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg“ samt einer PfarrGemeindehaus-Planung und aktualisierten Stellenplan-Kriterien, die jüngst beide inzwischen von der Synode beschlossen wurden. Dass in den Gemeinden so viel Lebendigkeit herrscht, verdankt sich im Besonderen dem Engagement der Kirchengemeinderäte.“ Auch vor diesem Hintergrund gab es die Idee, mit einem Schreiben an die Kirchenältesten zu allererst Danke zu sagen und dies mit einer Einladung zu einem Empfang zu verbinden.
Quelle: ELKM (cme)