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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

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Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 247 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

Propstei Neustrelitz beschäftigte sich mit Gesundheitsmanagement

"Bei Kirche arbeiten und trotzdem gesund bleiben“

15.12.2018 ǀ Neustrelitz.  Es müssen einige Voraussetzungen stimmen, um die Anforderungen des Arbeitslebens meistern zu können – in erster Linie muss man gesund sein und bleiben. Doch auch der Arbeitsgeber Kirche hat mit zunehmendem Krankenstand seiner Mitarbeiter zu kämpfen. Viele haben das Gefühl ausgebrannt zu sein.

Zu wenig Zeit für die theologische Arbeit und zu viele Friedhöfe. Zu hohe Erwartungen der Gemeinde, Wirrwarr im Strukturprozess und Residenzpflicht: Die Liste an problematischen Themen für Pastoren und kirchliche Mitarbeiter könnte mühelos fortgesetzt werden. Doch jammern hilft bekanntermaßen nicht, also was tun?

Unter dem etwas zugespitzen Motto „Bei Kirche arbeiten und trotzdem gesund bleiben“ beschäftigten sich rund 80 Teilnehmer des Konvents der Propstei Neustrelitz mit dem Thema Salutogenese, also der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit. Als Referent dazu war Pastor Wolfgang Loos, ehemaliger Superintendent und Gesundheitscoach in der Hannoverschen Landeskirche, eingeladen.

Es zählen Motivation und Qualifikation

Loos verdeutlichte, dass neben der Gesundheit als Grundlage auch die Ausbildung, die kognitive Fähigkeit sowie das Wissen äußerst wichtig seien, um die jeweilige Arbeit gut ausführen zu können. „Was jemand kann, muss er aber auch wollen. Und das hängt wiederum von der persönlichen Einstellung zur Arbeit und der Motivation ab.“ Andererseits: „Wer kann und will, muss aber auch dürfen.“ Deshalb müssten die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz so gestaltet sein, dass jeder Beschäftigte einerseits seine Fähigkeiten einbringen, andererseits den Wunsch äußern kann, einen persönlichen Beitrag zum Erfolg zu leisten.

Diese Voraussetzungen muss der Arbeitgeber schaffen. So lautet das Prinzip des finnischen Professors Juhani Ilmarinen, das er in seinem Modell „Haus der Arbeitsfähigkeit“ zusammenfasst. Dieses Modellhaus besitzt vier Stockwerke. Die erste Ebene beschreibt die individuellen Faktoren: persönliches Gesundheit und Gesundheitsverhalten. Die anderen drei Ebenen beschreibt die Faktoren aus dem Arbeitskontext der Organisation wie Arbeitsbedingungen, Kompetenz und Werte in ihrer Wechselwirkung mit der Person.

Die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten hängt davon ab, wie stabil dieses Haus gebaut ist und wie gut es instandgehalten wird. „Diese vier Stockwerke sowie das persönliche Umfeld sind die Handlungsebenen, um für eine gute Arbeitsfähigkeit zu sorgen“, erklärte Wolfgang Loos in seinem Vortrag. In vier Arbeitsgruppen bauten die Konventsteilnehmer anschließend am „Haus der Arbeitsfähigkeit“. Sie benannten Probleme, aber bewusst auch Kompetenzen und Erfahrungsbereiche, die sie stärken.

Der Prozess soll fortgeführt werden

Sie wisse, dass sich ein großer Teil der Rahmenbedingungen kirchlichen Arbeitens nicht ändern lasse, so die Neustrelitzer Pröpstin Britta Carstensen. „Es geht hier darum zu schauen, was kann ich persönlich für mich verändern.“ Sie lud die Propsteimitarbeiter ein, den an diesem Vormittag begonnenen Prozess fortzuführen. So wird Pastor Wolfgang Loos im Februar in Begleitung eines weiteren Gesundheitscoaches wieder nach Neustrelitz kommen und individuelle Beratungsprozesse anbieten. Die Kosten für das Angebot trägt die Propstei. Ziel sei es, die Mitarbeiter für eigene Potenziale zu sensibilisieren und ihnen persönliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Dazu hat der finnische Professor Juhani Ilmarinen mit seinem sogenannten Workability-Index (WAI) eine Checkliste entwickelt, die Auskunft über die individuelle Beschäftigungsfähigkeit geben kann. Diese Checkliste soll bei dem nächsten Treffen erarbeitet werden. Die anonyme Auswertung der Checklisten-Ergebnisse soll auch als Grundlage für weiterführende Gespräche auf Kirchenkreisebene dienen. „Das Thema Salutogenese ist jetzt einfach dran. Ich sehe unsere Propstei hier als Vorreiter“, betonte die Pröpstin.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 49/2018

"Mutter der Rostocker Demokratie"

Dietlind Glüer ist Ehrenbürgerin von Rostock

15.12.2018 ǀ Rostock.  Die als "Mutter der Rostocker Demokratie" bezeichnete evangelische Gemeindepädagogin Dietlind Glüer (geboren 1937) hat am Freitag die Ehrenbürgerschaft von Rostock erhalten. Die Laudatio in der nicht öffentlichen Festveranstaltung hielt Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen), ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und langjährig in der Rostocker Kommunalpolitik engagiert, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Bürgerschaft hatte Anfang September die Verleihung der Ehrenbürgerschaft beschlossen.

18 Rostocker Bürger hatten die Verleihung dieser Ehrung gemeinsam beantragt. Dietlind Glüer gehörte zu den maßgeblichen Persönlichkeiten der friedlichen Revolution, heißt es in ihrem Antrag. Sie sei eine Frau, "die unsere Zivilgesellschaft geprägt hat und immer noch prägt". Selbstlos und mutig habe sie sich für die demokratische Umgestaltung Rostocks eingesetzt. "Insbesondere durch ihre menschliche Integrität und ihre Fähigkeit, Menschen persönlich anzusprechen, prägte sie die Umgestaltung Rostocks mit." Als Ansprechpartnerin, motivierende Kraft, Ideengeberin und Netzwerkerin habe sie sich bleibende Verdienste für den friedlichen Umbruch in Rostock erworben.

Dietlind Glüer wurde 1937 in Osterode (Ostpreußen) geboren. Nach dem Krieg flüchtete die Familie nach Mecklenburg. Glüer absolvierte eine Ausbildung zur Gemeindepädagogin und war in der Kinder- und Jugendarbeit in Güstrow, Rostock und Schwerin tätig. Als Gemeindehelferin baute sie ab 1967 die evangelische Kirchengemeinde in der neu entstandenen Rostocker Plattenbaugebiet Südstadt mit auf.

1989 war sie Mitbegründerin des "Neuen Forums" in Rostock und gehörte zu den Besetzern der Stasi-Zentrale in der Hansestadt. Ab 1990 setzte sie sich vier Jahre in der Rostocker Bürgerschaft im Bündnis 90 für die Belange der Stadt ein. Heute sei Dietlind Glüer oft in dem von ihr mitaufgebauten Café "Marientreff" des Vereins Drehscheibe anzutreffen, wo sie weiter Menschen in ihrem politischen Engagement begleite und bestärke, heißt es.

Für ihr Engagement erhielt Dietlind Glüer 1995 das Bundesverdienstkreuz. Außerdem gehörte sie 1990 zu den Kulturpreisträgern der Hansestadt Rostock. 2013 bekam sie die Bugenhagen-Medaille der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

Seit 1990 verlieh Rostock bereits vier Männern die Ehrenbürgerschaft: dem Historiker Yaakov Zur (1993), dem Schriftsteller Walter Kempowski (1994), dem Pastor und früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck (2012) sowie dem Landesrabbiner William Wollf (2017).
Quelle: epd

Andacht und Lichterfahrt

"Seemannsweihnacht" im Alten Hafen von Wismar

14.12.2018 ǀ Wismar.  Etwa 6.000 Besucher werden am dritten Advent (16. Dezember) zur "Seemannsweihnacht" mit Lichterfahrt im Wismarer Alten Hafen erwartet. Begonnen wird um 12 Uhr mit einem Weihnachtsmarkt, wie der Tourismusverband MV mitteilte. Gegen 14.50 Uhr hält Pastor Roger Thomas auf der Poeler Kogge "Wissemara" eine Andacht. Anschließend werden Eigner und Mitfahrer der Schiffe gesegnet. Gegen 16 Uhr startet die Lichterfahrt mit Kuttern, Traditions- und Fahrgastschiffen auf die Ostsee. Fischer und Schiffsbetreiber vollziehen damit den Abschluss des Jahres 2018.

Die "Seemannsweihnacht" war vor 14 Jahren wiederbelebt worden. Zuvor hatte ein stadtgeschichtlich interessierter Einwohner in den Archiven entdeckt, dass in früheren Zeiten die Wismarer Fischer bei ihrer letzten Ausfahrt vor Weihnachten Fackeln gesetzt hatten. Veranstaltet wird die 14. "Seemannsweihnacht" vom Förderverein "Poeler Kogge". Der Verein spendet nach eigenen Angaben einen Teil der Erlöse wieder der OZ-Aktion "Helfen bringt Freude" sowie dem "Mittagstisch für Leib und Seele" der Wismarer Kirchengemeinde St. Nikolai. Im vergangenen Jahr waren das insgesamt 500 Euro.
Quelle: epd
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Forum der Kirchenkreissynode„Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg“