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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

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Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 251 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

Kino und Gespräch in Dorfkirchen des Landes

Filmreihe „Starke Stücke. Berührt und diskutiert“ startet in die 7. Saison

31.07.2018 ǀ Rostock/Stralsund.  Zum 7. Mal bringt die Reihe „Starke Stücke Berührt und diskutiert“ emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch. Der Eröffnungsfilm „Die Kunst sich die Schuhe zu binden“ läuft am Donnerstag, 2. August, um 20 Uhr in der Kirche Prillwitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Neubrandenburg. Bis Mitte November wird zu insgesamt 27 Kinoabenden in ganz MV eingeladen.

So wie in Prillwitz werden die Filme vor allem in alten Dorfkirchen gezeigt - auch um das kulturelle Angebot im ländlichen Raum zu stärken. „Die von den Kirchengemeinden aus einem eigens erstellten Kanon ausgewählten Filme beinhalten Themen, die uns und unsere Gesellschaft aktuell bewegen. Die Filme sollen unterhalten und ebenso einladen, eigene Positionen zu überdenken und im Gespräch miteinander den Blick zu weiten“, sagt der mecklenburgische Propst Dirk Sauermann und ergänzt: „Seien Sie herzlich eingeladen und bringen Sie Freunde und Bekannte mit.“ Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird um eine Spende zur Deckung der Kosten gebeten.

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, der dafür mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“ und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH kooperiert.

Unterstützt wird das Projekt vom Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Bankhaus Donner&Reuschel (Hamburg und München) sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung
Quelle: ELKM (cme)

"Mutter der Rostocker Demokratie"

Dietlind Glüer soll Ehrenbürgerin von Rostock werden

21.07.2018 ǀ Rostock.  Die als "Mutter der Rostocker Demokratie" bezeichnete evangelische Gemeindepädagogin Dietlind Glüer (geboren 1937) soll Ehrenbürgerin von Rostock werden. Mit einem entsprechenden Antrag wird sich der Hauptausschuss der Bürgerschaft am 21. August befassen und die Bürgerschaft am 5. September, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. In dem Antrag heißt es, dass sie zu den maßgeblichen Persönlichkeiten der Friedlichen Revolution gehörte. "Dietlind Glüer ist eine Frau, die unsere Zivilgesellschaft geprägt hat und immer noch prägt." Der Antrag ist von 18 Rostocker Bürgern unterschrieben worden.

Selbstlos und mutig habe sie sich für die demokratische Umgestaltung Rostocks eingesetzt, heißt es in dem Papier. "Insbesondere durch ihre menschliche Integrität und ihre Fähigkeit, Menschen persönlich anzusprechen, prägte sie die Umgestaltung Rostocks mit." Als Ansprechpartnerin, motivierende Kraft, Ideengeberin und Netzwerkerin habe sie sich bleibende Verdienste für den friedlichen Umbruch in Rostock erworben.

Dietlind Glüer wurde 1937 in Osterode (Ostpreußen) geboren. Nach dem Krieg flüchtete die Familie nach Mecklenburg. Glüer absolvierte eine Ausbildung zur Gemeindepädagogin und war in der Kinder- und Jugendarbeit in Güstrow, Rostock und Schwerin tätig. Als Gemeindehelferin baute sie ab 1967 die evangelische Kirchengemeinde in der neu entstandenen Rostocker Plattenbaugebiet Südstadt mit auf.

1989 war sie Mitbegründerin des "Neuen Forums" in Rostock und gehörte zu den Besetzern der Stasi-Zentrale in der Hansestadt. Ab 1990 setzte sie sich vier Jahre in der Rostocker Bürgerschaft im Bündnis 90 für die Belange der Stadt ein. Heute sei Dietlind Glüer oft in dem von ihr mitaufgebauten Café "Marientreff" des Vereins Drehscheibe anzutreffen, wo sie weiter Menschen in ihrem politischen Engagement begleite und bestärke, heißt es.

Für ihr Engagement erhielt Dietlind Glüer 1995 das Bundesverdienstkreuz. Außerdem gehörte sie 1990 zu den Kulturpreisträgern der Hansestadt Rostock. 2013 bekam sie die Bugenhagen-Medaille der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

Seit 1990 verlieh Rostock bereits vier Männern die Ehrenbürgerschaft: dem Historiker Yaakov Zur (1993), dem Schriftsteller Walter Kempowski (1994), dem Pastor und früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck (2012) sowie dem Landesrabbiner William Wollf (2017).
Quelle: epd

Dorfkirche Rambow

Restauriertes Epitaph wird übergeben

20.07.2018 ǀ Rambow.  Das Epitaph für den schwedischen General Carl Didriksson Ruuth (1592-1656) in der Dorfkirche Rambow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ist für rund 16.500 Euro aus privaten Mitteln restauriert worden. Es soll am Sonntag (22. Juli, 10.30 Uhr) in einem Gottesdienst in Anwesenheit der Spender übergeben werden, teilte Pastor i.R. Eckart Hübener mit. Dabei soll auch auf die nächsten notwendigen Schritte zur Restaurierung des gesamten Grabmals hingewiesen werden.

Das Grabmal gilt als einzigartig in Norddeutschland. Es besteht aus Wappenschild mit Beschriftungstafel (Epitaph), Feldherrnstab und Kampfrüstung, zwei Regimentsfahnen und einem Degen, der allerdings 1975 gestohlen wurde. Wappenepitaphe sind in Estland und Skandinavien weit verbreitet.

Carl Didriksson Ruuth wurde 1592 in Finnland geboren in einer Familie, die aus Schweden stammte. Sein Vater ließ das erste Gesangbuch Finnlands (auf Latein) 1582 in Greifwald drucken. Carl Didriksson Ruuth kam nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) auf das mecklenburgische Gut Ulrichshusen, das er als Pfand erhalten hatte.

"Für uns Rambower ist er wichtig, weil er 1650 von ehemals 15 Höfen zwölf komplett wieder hat neu errichten lassen - nach dem Dreißigjährigen Krieg", sagte Hübener. Der Kirchgemeinde Rambow und dem Pastor verhalf er zu festen Einnahmen. Außerdem beschaffte er Abendmahlsgerät, die Turmuhr mit Glocke sowie kostbare Altartextilien für die Rambower Kirche. Ruuth und seine ganze Familie sind in der Gruft der Kirche beigesetzt. Seine Rüstung hänge hier, weil Helm, Schwert und Handschuh immer dann ins Grab mitgegeben wurden, wenn kein männlicher Nachkomme vorhanden war.

Aus rund 300 Dokumenten, Briefen, Besitzurkunden, Beförderungen und Chronikeinträgen lasse sich ein lebhaftes Bild zu Ruuth erkennen, sagte Hübener. Diese Quellensammlung soll demnächst an der Universität Greifswald als Buch erscheinen.
Quelle: epd
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