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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

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Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 247 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

Bischofskandidat hat sich im Greifswalder Dom vorgestellt

Tilman Jeremias: "Wunder sind möglich“

17.02.2019 ǀ Greifswald.  Runde zwei bei der Kandidaten-Vorstellung für das Bischofsamt im Sprengel Mecklenburg und Pommern: Der Rostocker Ökumene-Pastor Tilman Jeremias rief in seiner Predigt dazu auf, daran zu glauben, dass Wunder möglich sind.

Er wage zu behaupten, „Wunder haben schon alle von uns erlebt, eine unerwartete plötzliche Fügung, eine für unmöglich gehaltene Heilung, eine Versöhnung aus dem ärgsten Streit“, sagte Jeremias in seiner Predigt zu Markus 4, 35-41, der Geschichte vom Sturm auf dem See.

Wenn Menschen es wagten, zu Jesus ins Boot zu steigen, kämen sie um ihre eigenen inneren Stürme nicht herum. „Und da wird es bisweilen nicht weniger brisant als bei den Jüngern damals.“ Dass die stürmische Überfahrt ein gutes Ende nahm, nachdem Jesus dem Sturm Einhalt geboten hatte, könne eine Perspektive für das eigene Leben aufzeigen: Zwar sei glaubenden Menschen nicht versprochen, dass es keine Stürme in ihrem Leben gebe. „Es ist uns jedoch versprochen, dass wir nicht allein sind, selbst wenn es scheint, dass unser Rufen verhallt.“ Jeremias ermutigte dazu, auch in Zeiten, in denen einem Gott persönlich fern scheine, an ihm festzuhalten.

In der anschließenden Fragerunde, die von der Nordkirchen-Präses Ulrike Hillmann moderiert wurde, betonte Jeremias die Bedeutung der Dienste und Werke. Diese übernähmen Aufgaben, die eine Gemeinde nicht leisten kann. Allerdings würden die übergemeindlichen Einrichtungen in Zeiten von Stellenkürzungen auch „zu Recht angefragt“. Der Ökumene-Pastor regte an, dass übergemeindlich tätige Pastoren auch einen Stellenanteil in einer Gemeinde übernehmen könnten.

Danach gefragt, wie er mit den unterschiedlichen Traditionen in Mecklenburg und Pommern umgehen würde, sagte Jeremias, eine Eigenständigkeit beider Landesteile dürfe bleiben. Aber viele gelingende gemeinsame Projekte seien ein Beweis dafür, dass die Recknitz ihre Bedeutung als Grenzfluss weithin verloren habe. „Außerdem, wenn wir geistlich zusammenbleiben, sind wir uns nah.“

"Die Stimme von Ostdeutschland sein“

Ähnliches gelte auch für den Blick auf die Nordkirche. Auch hier könne das Zusammenwachsen von Ost und West noch weiter gefördert werden. Aber im Blick auf die in manchen Bereichen unterschiedlichen Lebensbedingungen wolle er im Miteinander der anderen Nordkirchen-Bischöfe die „Stimme von Ostdeutschland“ sein.

Jeremias ist Pastor für Mission und Ökumene im Kirchenkreis Mecklenburg. Der gebürtige Mainzer wuchs in Gröbenzell bei München auf. Nach einem Jahr in einer Tagesstätte für psychisch kranke Kinder studierte er Theologie in München, Tübingen, Jerusalem und Leipzig. 1995 übernahm er die Pfarrstelle in Schwaan bei Rostock. 2001 bis 2002 gehörte er zu den Sprechern des „Worts zum Sonntag“. 2003 wechselte Jeremias in die Innenstadtgemeinde Rostock. Seit 2016 ist er als Ökumenepastor verantwortlich für die Kontakte des Kirchenkreises zu seinen Partnerkirchen und für den interreligiösen Dialog. Jeremias ist geschieden und hat drei Kinder.

Die Wahl für die Nachfolge des Schweriner Bischofs Andreas v. Maltzahn und des Greifswalder Bischofs Hans-Jürgen Abromeit soll am 1. März im Greifswalder Dom stattfinden. Gegenkandidat von Jeremias ist der Dresdner Superintendent Christian Behr (57), der sich bereits am 3. Februar im Gottesdienst vorgestellt hatte.

Die Bischöfe Abromeit und von Maltzahn haben während ihrer Amtszeit in der Nordkirche den Bischofsbezirk Mecklenburg und Pommern gemeinsam geleitet. Bischof v. Maltzahn wird im Mai aus dem Amt ausscheiden und wird Studienleiter im Pastoralkolleg Ratzeburg. Abromeit tritt im September 2019 in den Ruhestand. Im Einführungsgesetz der Nordkirche ist vorgesehen, dass es ab 2019 nur noch einen Bischof im Sprengel geben wird, dessen Sitz in Greifswald sein wird.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 07/2019

Bischofskandidat hat sich im Greifswalder Dom vorgestellt

Christian Behr: "Können wir noch danken?“

10.02.2019 ǀ Greifswald.  Gut besucht war St. Nikolai am 3. Februar: Viele Interessierte aus Greifswald und Umgebung, aber auch aus Mecklenburg, hatten sich auf den Weg gemacht, um Runde eins im Wahlverfahren um den neuen Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern mitzuerleben.

Die Menschen in Deutschland hätten viele Gründe, dankbar zu sein. Das sagte Christian Behr in seiner Predigt zu 1. Korinther 1, 4-9, einem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth. „Unserem Land geht es im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut. In erster Linie ein Grund zur Dankbarkeit“, so der Dresdner Pfarrer. „Und dann kann ich darangehen, mitzuwirken, die Ungerechtigkeiten in unserem Land zu bekämpfen, mich für Klimagerechtigkeit einzusetzen oder eine andere friedliebende Gabe zu aktivieren, die Gott mir geschenkt hat.“ Das sagte Bischofskandidat Behr bei seiner Vorstellung im Greifswalder Dom am 3. Februar.

Paulus habe um die Schwierigkeiten und Streitereien, der die Gemeinde in Korinth ausgesetzt war, gewusst. Doch in der Einleitung des Briefes gebe es erst einmal eine freundliche Begrüßung für die Empfänger: „Ich danke Gott unablässig, wenn ich an euch denke.“ „Kennen und können wir diesen Dank noch?“, fragte Behr kritisch.

Er selbst sei dankbar für „Christenmenschen, die sich um ihre Kirchen und auch um ein klares Bekenntnis mit diakonischem Handeln in ihren Gemeinden fröhlich bemühen“. Ebenso gebe es Grund, dankbar zu sein für Menschen, „die die Gabe haben, sich öffentlich zu äußern oder auch einzumischen, wenn aus christlicher Perspektive etwas schiefläuft in unserer Gesellschaft.“

Christian Behr ist gebürtiger Thüringer und absolvierte Ende der 1970er-Jahre zunächst eine Lehre als Baufacharbeiter. Nach dem Theologie- Studium in Jena übernahm er seine erste Pfarrstelle 1989 in Kayna bei Zeitz in Sachsen-Anhalt, wo er auch als Kreisdiakoniepfarrer tätig war.

MV ist ihm nicht unbekannt

1994 wechselte Behr ins sächsische Grimma. Seit 2012 ist er 1. Pfarrer an der Kreuzkirche Dresden und Superintendent. Behr arbeitet im Beirat für die geistliche Arbeit an der Frauenkirche und im Vorstand für das Ökumenische Informationszentrum. Er ist Gründungsmitglied des liberalen „Forums für Gemeinschaft und Theologie“.

Im Gespräch ließ Behr erkennen, dass ihm Mecklenburg-Vorpommern nicht völlig unbekannt ist. Bereits vor einigen Jahren habe eine seiner drei Töchter in Rostock studiert, eine andere lebe mit ihrer Familie in Greifswald. „Ich weiß um die Fröhlichkeit und die Schwierigkeiten im Land.“ Behr bekannte sich zu vielfältigen Gottesdienstformen ebenso wie zu den überregionalen Diensten und Werken: „Wir brauchen den Diskurs.“

Er betonte, das Amt des Bischofs sei für ihn „ein Amt der Einheit, aber auch der Klarheit“. Gefragt nach seinem ersten Tun als möglicher Bischof sagte der 57-Jährige, er würde zunächst die sieben Propsteien besuchen und sich jeweils eine Dorfkirche zeigen lassen – „eine, wo es besonders schön oder besonders schlimm ist“.

Die Wahl für die Nachfolge des Schweriner Bischofs Andreas v. Maltzahn und des Greifswalder Bischofs Hans-Jürgen Abromeit soll am 1. März im Greifswalder Dom stattfinden. Gegenkandidat von Behr ist der Rostocker Ökumene-Pastor Tilman Jeremias. Die Abromeit und v. Maltzahn haben den Sprengel Mecklenburg und Pommern gemeinsam geleitet. Bischof von Maltzahn scheidet im Mai aus dem Amt aus und wird Studienleiter im Pastoralkolleg Ratzeburg. Abromeit tritt im September in den Ruhestand. Im Einführungsgesetz der Nordkirche ist ab 2019 nur noch einen Bischof im Sprengel vorgesehen.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 06/2019

Kirchenkreis Mecklenburg

Acht wertvolle Orgeln können gerettet werden

06.02.2019 ǀ Güstrow/Rostock.  Acht wertvolle Orgeln in Mecklenburg können in diesem Jahr repariert oder gereinigt werden. Unterstützung erhalten die Instrumente in Neustadt-Glewe, Dütschow, Klütz, Zahrensdorf, Suckow, Kuppentin, Boizenburg und Sternberg. Die Kirchengemeinden, der Kirchenkreis Mecklenburg und die Landesdenkmalpflege beteiligen sich mit je einem Drittel an den Gesamtkosten in Höhe von knapp 250.000 Euro.

Darüber hinaus bezuschusst der Kirchenkreis die geplante neue Orgel für die Klosterkirche Dobbertin mit 25.000 Euro. Der Bund fördert zudem die Orgelsanierung in Neustadt-Glewe mit zusätzlichen 30.000 Euro. Mecklenburg gilt als die deutsche Region mit den meisten Orgeln des 19. Jahrhunderts. Fast alle Instrumente, die in diesem Jahr repariert und gereinigt werden, stammen aus der bedeutsamen Orgelbauperiode zwischen 1840 bis 1918.

Auf den Bau-Listen der vier Propsteien Wismar, Rostock, Parchim und Neustrelitz im Kirchenkreis Mecklenburg stehen in diesem Jahr insgesamt 100 Projekte. Dazu gehören Arbeiten am Turm der St. Marienkirche in Röbel, die Sanierung des Kirchendaches in Blücher, umfangreiche Arbeiten an der Außenhülle der Kirche Lohmen sowie die Restaurierung des Gewölbes in Lübow. "Dafür stehen im laufenden Haushaltsjahr insgesamt rund 16 Millionen Euro bereit", sagte Kirchenkreisratsmitglied Frank Urbach. Weitere Zuschüsse kommen von Bund, Land, der bayerischen Partnerkirche und Stiftungen.

Im Kirchenkreis Mecklenburg gibt es 84 Stadt- und 580 Dorfkirchen, von denen 97 Prozent unter Denkmalschutz stehen. Rund 100 Kirchen und damit fast jeder siebte Sakralbau ist noch gefährdet. Schrittweise sollen diese Gebäude notgesichert werden. Mittlerweile engagieren sich fast 150 Fördervereine für die Rettung von mecklenburgischen Kirchen.
Quelle: epd
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