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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

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Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 251 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

Ökumenischer Gottesdienst und zahlreichen Veranstaltungen

Gehopftes Bier und gesalzener Fisch - Die Hansestadt Rostock feiert ihren 800. Geburtstag

23.06.2018 ǀ Rostock.  Das Rostocker Jubiläumsjahr steuert seinem vorläufigen Höhepunkt entgegen: Am 24. Juni jährt sich die Stadtrechtsverleihung für die Stadt an der Ostsee zum 800. Mal - Grund genug für eine große Party mit zahlreichen Veranstaltungen.

Seinen Aufstieg verdankt es gehopftem Bier und gesalzenem Fisch: In schier unglaublichen Mengen und weithin gerühmter Qualität wurden im Mittelalter in Rostock der beliebte Gerstensaft und das Grätenvieh in Tonnen gefüllt und verschifft. Historische Quellen belegen, dass die Kaufleute vor allem mit diesen beiden Exportschlagern im gesamten Ostseeraum märchenhafte Gewinne erzielten. Um den Handel sicherer zu machen, gründeten sie mit Kaufleuten aus anderen Hafenorten im 12. Jahrhundert eine Schutzgemeinschaft - die Hanse.

Am 2. Februar 1356 fand der erste Hansetag statt, eine Zusammenkunft, bei der die Ratsherren der Hansestädte Probleme besprachen und gemeinsame Beschlüsse fassten. Noch bis Sonntag findet deshalb in Rostock unter dem Motto "Einfach handeln" der 38. Internationale Hansetag der Neuzeit in Rostock statt. Dabei treffen sich über 80 Bürgermeister aus den Hansestädten und etwa 2.000 Delegierte aus 120 Städten in 16 Nationen, die im Städtebund "Die Hanse" im europäischen Ostseeraum vereint sind.

800 Jahre Stadtgeschichte

Rostock erhielt am 24. Juni 1218 das Lübische Stadtrecht. Als Mitglied der Hanse blühte die Stadt durch den Freihandel auf. Aus jener Zeit sind wertvolle Werke der Backsteingotik erhalten. Durch den Niedergang der Hanse, den Dreißigjährigen Krieg und den Großen Stadtbrand von 1677 wurde Rostock zurückgeworfen und die Einwohnerzahl verringerte sich auf ein Drittel.

Mit der Gründung der Flugzeugwerke Arado 1921 und Heinkel 1922 wurde Rostock ein bedeutender deutscher Hochtechnologiestandort, was die Stadt in den 1940er Jahren zu einem Ziel des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg machte. In der DDR-Zeit war Rostock von 1952 bis 1990 DDR-Bezirksstadt und wurde systematisch durch neue Stadtgebiete erweitert, bis es auf über 250.000 Einwohner anwuchs. Heute ist sie mit rund 207.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns und gilt kulturell wie wirtschaftlich als bedeutende Großstadt des südlichen Ostseeraumes.

Der Hansetag wird noch bis Sonntag durch weitere Veranstaltungen bereichert, darunter ein Riesenradtreffen. An verschiedenen Orten sind gleichzeitig sieben Riesenräder aufgestellt, mit denen an allen Tagen kostenfrei mitgefahren werden kann. Ein Jubiläumshöhepunkt erwartet die Rostocker und ihre Gäste am Abend des 800. Stadtgeburtstags. In der Stadthalle werden unter dem Motto "Karat meets classic" orchestrale Versionen der Hits der Rockband Karat aufgeführt. Daran wirken alle sieben Orchester der Hansestadt gemeinsam mit Karat und Überraschungsgästen mit. Neben zahlreichen geladenen Gästen und Konzertbesuchern nehmen auch Rostocks Ehrenbürger Ex-Bundespräsident Joachim Gauck und die Ministerpräsidentin von MV, Manuela Schwesig (SPD), teil.

Ökumenischer Gottesdienst am Sonntag

Am Sonntag (24. Juni, 11 Uhr) findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Rostocker Marienkirche statt. Dazu laden die evangelische Nordkirche und das katholische Erzbistum Hamburg unter dem Motto "Grenzenlos glücklich - live blessed" ein. Predigen werden Erzbischof Stefan Heße (Hamburg) und Bischof Andreas von Maltzahn (Schwerin). Gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus Rostocker Gemeinden wollen die Bischöfe beim Thema "Hansebund" das friedliche Miteinander in Handel und Wandel sowie die Verantwortung für Gerechtigkeit und gerechte Lebensverhältnisse bedenken.

Mit einem Ökumenischen Stadtkirchentag am 30. Juni wollen die christlichen Kirchen einen weiteren Beitrag zum 800-jährigen Stadtjubiläum leisten. Unter dem Motto "Sehnsucht nach Mehr" soll gezeigt werden, welch unverzichtbaren Beitrag Christen für die Stadtgesellschaft leisten. Veranstalter sind die evangelisch-lutherischen, die freikirchlichen und die katholischen Gemeinden der Hansestadt. Auf dem Neuen Markt gibt es ab 9.30 Uhr ein Bühnenprogramm mit Musik, Theater und Gebet sowie einen "Markt der Möglichkeiten" mit 15 Ständen. Im gesamten Stadtzentrum wird zu Konzerten, Workshops, Bibelarbeiten, Podiumsdiskussionen und Foren eingeladen.

Der ökumenische Abschlussgottesdienst beginnt um 17 Uhr auf dem Neuen Markt. Als prominenter Gast wird erneut Alt-Bundespräsident Gauck erwartet. Er wird im Podium einer Diskussionsrunde sitzen, die ab 14 Uhr im Foyer des Rathauses der Frage nachgehen soll, welche Rolle das Christentum in der Politik spielt. Der ehemalige Rostocker Pastor hatte bereits beim letzten Rostocker Kirchentag 1988 kurz vor der politischen Wende eine vielbeachtete Predigt gehalten.
Quelle: epd

Zuwendungsbescheid

Brodkorb überreicht 150.000 Euro für Dobbertiner Orgel

23.06.2018 ǀ Dobbertin.  Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) hat für die Klosterkirche in Dobbertin (Kreis Ludwigslust-Parchim) einen Zuwendungsbescheid über 150.000 Euro für den Orgelbau überreicht. 2020 steht das 800-jährige Bestehen des ehemaligen Benediktinerinnenklosters an, zu dem die Orgel wieder erklingen soll. Die Zahlung des Landes solle helfen, den Orgelbau noch rechtzeitig zu ermöglichen, teilte das Finanzministerium am Freitag mit.

Bis zum großen Jubiläum soll der Innenraum vom Altar bis zur Unterkirche wieder genutzt werden können. Jahrzehntelange Durchfeuchtungen der Außenwände führten zu starken Beschädigungen an Wandflächen und der Innenausstattung. Der größte Wunsch der Besucher sei jedoch, dass die Orgel endlich wieder erklingt, hieß es.

Geplant ist ein Instrument mit 28 Pfeifenreihen, das in das Originalgehäuse aus dem Jahr 1857 eingepasst werden soll. Die Kosten für den Einbau werden auf 350.000 Euro geschätzt. Für den Fertigstellung und Einbau werden zwei Jahre gerechnet.

Die 1857 in der Dobbertiner Klosterkirche errichtete Ernst-Sauer-Orgel war 1893 durch ein Instrument der Firma Schlag und Söhne aus Schweidnitz (heute Polen) ersetzt worden. Diese Orgel wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgebaut und repariert. Vor 27 Jahren wurde sie abgebaut und eingelagert, damit die Kirche innen renoviert werden konnte. Da die alte Orgel nicht wieder hergestellt werden kann, soll ein neues Instrument beschafft werden. Derzeit gibt es in der Kirche nur eine kleine Orgel.

Das um 1220 gegründete Kloster Dobbertin ist in Mecklenburg die einzige in ihrer Gesamtheit noch erhalten gebliebene Klosteranlage des Benediktiner-Ordens. Nach der Reformation wurde die Klosteranlage zu einem evangelischen Damenstift ausgebaut. Der künstlerisch anspruchsvolle Umbau der Klosterkirche im 19. Jahrhundert zählt zu den frühesten Beispielen neugotischer Sakralarchitektur in Norddeutschland. Seit 1961 werden in der Klosteranlage Menschen mit geistiger Behinderung und psychisch Kranke betreut. 1991 übernahm die Diakonie die Anlage.
Quelle: epd

Geburtstagsgottesdienst

Festwoche zum 90. Geburtstag der Kirche in Neu Kaliß

22.06.2018 ǀ Neu Kaliß.  Mit einer Festwoche soll der 90. Jahrestag der Kircheneinweihung von St. Johannes in Neu Kaliß (Kreis Ludwigslust-Parchim) gefeiert werden. Zum Auftakt gibt es am Sonntag (24. Juni, 10 Uhr) einen Geburtstagsgottesdienst. Außerdem laden die Kirchengemeinden Neu Kaliß-Dömitz bis zum 30. Juni zu sechs weiteren Veranstaltungen ein, darunter Kino, Musik, eine Lesung und zum Abschluss ein Gemeindefest. Die Johanneskirche war am 24. Juni 1928 eingeweiht worden. Sie ist die einzige Kirche im Kirchenkreis Mecklenburg, die im Architekturstil des Art Déco errichtet wurde.
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Forum der Kirchenkreissynode„Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg“