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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

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Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 247 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

Wort zum Osterfest 2019

Bischof von Maltzahn: Hoffnung – aus Erschütterung

20.04.2019 ǀ Schwerin.  Die Bilder der brennenden Kathedrale Notre-Dame haben nicht nur in Frankreich viele Menschen tief bewegt. Auch mir ist es so ergangen. Erleichterung dann, als klar wurde: Kein Anschlag wie damals in New York!

Woher dennoch diese Erschütterung, fragte ich mich, auch unter Menschen, die sich nicht als gläubig verstehen? Ist es das Gespür: Selbst wenn ich vielleicht nichts mit der Idee eines Gottes anfangen kann – wir leben von Voraussetzungen, die wir nicht selber schaffen können, von Herkunft, aus unserem Geprägtsein? Diese Kathedrale – ein Symbol dafür. Vielleicht auch Symbol für das unsichtbare Fundament einer ganzen Gesellschaft – und unverhofft steht die Verlässlichkeit dieses Fundaments radikal in Frage? Pascal Mercier schreibt in seinem Roman „Nachtzug nach Lissabon“:

„Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kathedralen leben. Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit. Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt. Ich will zu leuchtenden Kirchenfenstern hinaufsehen und mich blenden lassen von den unirdischen Farben. Ich brauche ihren Glanz. Ich brauche ihn gegen die schmutzige Einheitsfarbe der Uniformen. Ich will mich einhüllen lassen von der herben Kühle der Kirchen. Ich brauche ihr gebieterisches Schweigen. Ich brauche es gegen das geistlose Gebrüll des Kasernenhofs und das geistreiche Geschwätz der Mitläufer… Ich liebe betende Menschen. Ich brauche ihren Anblick. Ich brauche ihn gegen das tückische Gift des Oberflächlichen und Gedankenlosen. Ich will die mächtigen Worte der Bibel lesen. Ich brauche die unwirkliche Kraft ihrer Poesie. Ich brauche sie gegen die die Verwahrlosung der Sprache und die Diktatur der Parolen. Eine Welt ohne diese Dinge wäre eine Welt, in der ich nicht leben möchte.“

Man muss kein Christ sein, um so zu empfinden. So erstaunt es nicht, dass angesichts der brennenden Kathedrale manche die Hoffnung aussprachen, diese Katastrophe könne die französische Gesellschaft zur Besinnung und zu neuem Miteinander führen. Die ersten Anzeichen sind ermutigend: Notre-Dame soll auferstehen. Die Spendenbereitschaft ist enorm. Menschen unterschiedlichster Religion und Weltanschauung zeigen sich solidarisch.

Ostern erinnert uns an den Hoffnungs-Grund unseres Lebens: Tod und Zerstörung behalten nicht die Oberhand. Die Quelle allen Lebens – Gott selbst – steht dafür ein. Die Auferweckung Jesu Christi von den Toten ist Symbol dafür. Das heißt zugleich: Wo wir Schönheit und Stille, Geist und Poesie Raum geben in unserem Leben, finden wir zu einer Achtsamkeit, die einander fremde Menschen spüren lässt, wie viel sie untereinander verbindet. Wo Menschen guten Willens zusammenstehen, können sie jede Herausforderung meistern – auch die Not jener zu wenden, die kaum noch Aufmerksamkeit erregt. Und nicht zuletzt: Wo wir nach dem tragenden Grund unseres Lebens fragen, können wir Gott als Geheimnis der Welt neu entdecken.

Manchmal braucht es Erschütterung unserer Fundamente, damit wir wach werden – und zur Hoffnung finden, die trägt.

Dr. Andreas v. Maltzahn
Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche (Schwerin)

Kloster Bad Doberan

25.000 Euro für Wollscheune in Bad Doberan

18.04.2019 ǀ Bad Doberan.  Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Rettung der Wollscheunen-Ruine des ehemaligen Klosters in Bad Doberan (bei Rostock) mit 25.000 Euro. Der Fördervertrag wurde am Donnerstag an Bürgermeister Jochen Arenz (parteilos) übergeben, wie die Stiftung mitteilte. Das Geld soll helfen, die einsturzgefährdete nördliche Längswand der Wollscheune in ihrem Bestand zu sichern. Möglich wurde die Förderung durch eine zweckgebundene Nachlassspende und die Lotterie Glücksspirale.

1171 gründeten Zisterziensermönche in Althof-Doberan ein Kloster, das ab 1186 nach Doberan verlegt wurde. Die Klosteranlage mit dem Münster gehört zu den bedeutendsten derartigen Anlagen in Norddeutschland. Der noch erhaltene Bestand weist laut Stiftung eine herausragende baukünstlerische und bautechnische Qualität und Aussagekraft auf, die das Kloster zu einem außerordentlich relevanten Zeugnis zisterziensischer Bau- und Klosterkultur machen.

Dazu zählt auch die um 1300 errichtete Woll- oder Wolfsscheune. Ihre Ruine befindet sich im Norden des Klosterareals und wird als Siechenspital oder Gästehaus gedeutet. Das zweigeschossige Backsteingebäude war langgestreckt auf rechteckigem Grundriss und verfügte über Giebel an den durchfensterten Schmalseiten. Derzeit sind insbesondere Teile der Nordwand unmittelbar einsturzgefährdet.
Quelle: epd

15.000 Euro für die Sanierung des Chors

Denkmalschutz-Stiftung fördert Marienkirche in Gnoien

17.04.2019 ǀ Gnoien.  Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt 15.000 Euro für die Sanierung des Chors der evangelischen Pfarrkirche St. Marien in Gnoien (Landkreis Rostock) bereit. Der symbolische Fördervertrag wurde am Mittwoch an Pastorin Angelika Meyer-Matz übergeben. Das Geld stammt aus einer zweckgebundenen Nachlassspende. Der frühgotische Chor wurde um 1250 auf einem Feldsteinsockel im historischen Stadtkern errichtet. An den Chor wurde im 14. Jahrhundert nach Westen hin die zweischiffige Hallenkirche und danach der etwa 1445 fertiggestellte Turm angebaut.

Bemerkenswert ist nach Angaben der Stiftung die Gewölbemalerei im Chor. Sie entstand um 1300 und wurde Ende des 19. Jahrhunderts freigelegt und erneuert. Das östliche Gewölbejoch zeigt Christus als Erlöser der Welt mit Maria, Anna und Johannes dem Täufer. Im westlichen Gewölbejoch sind die Geburt Jesu, die Krönung und Verkündigung Mariä sowie die Kreuzigungsszene dargestellt.
Quelle: epd
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Forum der Kirchenkreissynode„Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg“