Menu

Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

Kartennavigation
+ -
Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 247 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

CO2-neutrale Mobilität

Mecklenburgische Kirchenkreisverwaltung künftig mit E-Auto unterwegs

19.11.2018 ǀ Schwerin.  Vorfahrt für die Kirchenkreisverwaltung Mecklenburg: „Ein großes E am Ende des Nummernschildes erlaubt mit diesem Auto auch die Busspur zu nehmen“, so Cornelia Meissner vom Kirchlichen EnergieWerk (KEW). Die Geschäftsführerin übergab dieser Tage gemeinsam mit Mario Langer vom Autohaus Piahowiak (Trollenhagen) einen Renault Zoe an die Kirchenkreisverwaltung Mecklenburg. Es ist bereits das zweite mecklenburgische E-Auto, weitere folgen demnächst in Kirchengemeinden. Erst seit kurzem nutzt beispielsweise die Pastorin von Gresse-Granzin ein solches für die Gemeindearbeit. So leistet der Kirchenkreis Mecklenburg einen Beitrag zu seinen eigenen Klimaschutzzielen.

„Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Verwaltung in Schwerin können das neue E-Auto sofort nutzen“, blickt Elke Stoepker als Leiterin voraus. Bei realistisch gut 300 Kilometern Reichweite könnten sowohl „nötige Stadtfahrten wie auch Fahrten zu Sitzungen und Terminen nach Ludwigslust, Güstrow oder Rostock unternommen werden“. Unterm Strich möchte die Verwaltung Fahrtkosten einsparen. Denn bisher rechnen die Verwaltungsmitarbeitenden die Dienstfahrten mit ihren Privat-Pkws natürlich per Kilometergeld ab.

Aufladen mit 100 Prozent Ökostrom

„Das Angebot der Kirchlichen Stiftung für Klimaschutz in Mecklenburg, das wir als Kirchliches EnergieWerk umsetzen, ist so konzipiert, dass grundsätzlich der Betrieb eines E-Autos finanziell günstiger ist als der Betrieb eines fossilen Kraftfahrzeugs“, erläutert Geschäftsführerin Meissner. Zudem förderte die Stiftung die Doppel-Ladestation am Schweriner Parkplatz des neuen E-Autos in der Wismarschen Straße 300. „Natürlich ,tanken‘ wir zu 100 Prozent Ökostrom“, ergänzt Ilka Kramer, die Fachbereichsleiterin Innere Verwaltung und Organisationsentwicklung der Kirchenkreisverwaltung. Der Kleinwagen mit der modernen Batterie-Technik sei geleast und das innovative Projekt zugleich mit der staatlichen Umweltprämie in Höhe von 2000 Euro umgesetzt worden.

Bequeme Auto-Buchung am PC

Nach der ersten Testfahrt bescheinigten Elke Stoepker und Ilka Kramer dem schneeweißen Auto einen bequemen Fahrtkomfort samt gutem Platzangebot und Ladevolumen. Bequem ist ebenso, das neue Dienstauto zu buchen: „Über Outlook kann jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter an seinem PC-Arbeitsplatz den Pkw buchen oder gegebenenfalls auch wieder stornieren“, so Ilka Kramer. An Bord des Kleinwagens seien stets zwei Ladekabel, „eines für die gängige Ladestation und eines mit Schukostecker für die normale Steckdose“.

Das Netz an Ladestationen wächst zudem stetig. Dazu trägt der Kirchenkreis Mecklenburg ebenfalls bei. So gibt es bereits Wallboxen in den Kirchengemeinden Hagenow und Gresse-Granzin, auf dem Rostocker Michaelshof, am Haus der Kirche in Güstrow und neu in Schwerin. „Jeweils eine weitere Ladesäule wird derzeit in den Kirchengemeinden Brunow und Kröpelin errichtet“, so KEW-Geschäftsführerin Meissner. Denn die Kirchliche Stiftung für Klimaschutz fördert vor allem für Gemeinden in Mecklenburg den Umstieg auf CO2-neutrale Mobilität. Meissner: „Für die notwendigen Ladestationen werden bis zu 100 Prozent der Kosten übernommen. Zudem werden drei Jahre lang mit bis zu 200 Euro die monatlichen Leasingraten für die Autos gefördert.“ Ein attraktives und überzeugendes Angebot, wie die wachsende Nachfrage zeige.

Mehr: www.kirchliches-energiewerk.de
Quelle: ELKM (cme)

Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag

Bischof von Maltzahn predigt in Bützower Stiftskirche zum Antijudaismus

19.11.2018 ǀ Bützow.  Zu einem besonderen ökumenischen Gottesdienst wird kommenden Mittwoch (21. November) um 19.30 Uhr in die Stiftskirche Bützow eingeladen. Die Predigt am Buß- und Bettag hält der Schweriner Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn.

„Der Gottesdienst schließt die ökumenische Friedensdekade und zugleich unsere erste Veranstaltungsreihe zum antijüdischen Relief in unserer Kirche ab“, blickt Pastorin Johanna Levetzow voraus. Mitwirkende im Gottesdienst seien mit Pastorin Christine Oberlin und Pfarrer Tobias Sellenschlo ebenfalls Vertreter der Reformierten bzw. der Katholischen Kirche. „Wir freuen uns, dass Bischof v. Maltzahn den Umgang mit dem Erbe christlichen Antijudaismus‘ in der Geschichte sowie die Herausforderungen aktuellen Antisemitismus in unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt seiner Predigt stellen wird“, so Pastorin Levetzow.

Hintergrund: Renovierungsarbeiten an der Stiftskirche haben ein für jüdische Gläubige blasphemisches Relief aus dem Mittelalter wieder sichtbar gemacht. Seit Jahren setzen sich die evangelische und katholische Kirche in Deutschland mit der Geschichte des Antijudaismus im Christentum auseinander. Der Umgang mit den historischen Darstellungen aus der Vorreformation ist durchaus umstritten. „Spott, Kulturgut, Auftrag?“ – so heißt daher eine Veranstaltungsreihe der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Bützow, die seit August zum Diskurs über den Umgang mit dem in der Stiftskirche wiederentdeckten Relief einlud.

Im Gottesdienst am kommenden Mittwoch wird eine „spezielle Bußliturgie – gestaltet auch von Ehrenamtlichen und den anwesenden kirchlichen Vertretern – das Thema aufnehmen“, so Pastorin Levetzow. „Bereits in der Relief-Arbeitsgruppe, die die Veranstaltungsreihe vorbereitete, arbeiten mit Maria Göldenitz und Gottfried Hägele zwei Gemeindeglieder ehrenamtlich neben mir als Pastorin mit.“ In der Arbeitsgruppe hatten darüber hinaus auch Fachleute aus der gesamten Nordkirche mitgewirkt und die Kirchengemeinde beraten. So hatte beispielsweise Pastor Klaus-Dieter Kaiser von der Akademie der Nordkirche im September zu einem Informationsabend im Pfarrhaus eingeladen.

Ziel der Reihe ist es, mit Expertinnen und Experten in den Dialog zu treten, die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und mittels eines öffentlichen Dialogs zu einer gemeinsamen Lösung für den Umgang mit dem Relief zu kommen.
Quelle: ELKM (cme)

Erhalt der biologischen Vielfalt im Mittelpunkt

Evangelische Kirche und Landwirte in MV im Dialog

15.11.2018 ǀ Kavelstorf.  „Möglichkeiten der Entwicklung hin zu mehr Biodiversität in der konventionellen Landwirtschaft“. Zu diesem Thema tauschten sich am heutigen Donnerstag Landwirte und Kirchenvertreter bei der inzwischen fünften Begegnung von Vertretern des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern und des Sprengels Mecklenburg und Pommern der Nordkirche im mecklenburgischen Kavelstorf bei Rostock aus.

Gut 60 Vertreter von Kirche und Bauernverband waren der Einladung von Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn und Bauernpräsident Detlef Kurreck gefolgt. Bei der Andacht in der Kirche von Kavelstorf sprach der Schweriner Bischof die Schönheit der Natur in ihrer ganzen Vielfalt an und sagte wörtlich: „Mit der Bewahrung der Arten-Vielfalt ist eine ökologische Verantwortung verbunden, der nicht gerecht zu werden über kurz oder lang auch ökonomisch folgenreich ist.“ Öffentlich bewusst sei dies jüngst im Blick auf das Sterben der Insekten geworden. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, die Zusammenhänge zu begreifen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Zugleich brauche es laut Bischof v. Maltzahn, eine emotionale Unterstützung, die Mannigfaltigkeit der Schöpfung so „wohlbehalten wie möglich an die kommenden Generationen weiterzugeben“.

Dass beiden, Landwirtschaft und Kirche, die biologische Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten am Herzen liegt – und, dass die konventionelle Landwirtschaft dafür ihren Beitrag leisten will und kann, verdeutlichte der Vortrag von Marco Gemballa aus Zinzow bei Anklam. Der Landwirt nimmt seit zwei Jahren am Artenschutzprojekt F.R.A.N.Z. teil. Und schon jetzt zeigt sich: Die Zahl der Feldvögel auf den eigens ausgewiesenen Naturschutzflächen zwischen den Schlägen seines Landwirtschaftsbetriebes stieg beispielsweise von 70 auf 80. Und selbst auf den Ackerflächen erhöhte sich deren Vielfalt von 8 im Jahr 2017 auf aktuell 14. Deutlich sagte Landwirt Gemballa, dass allerdings allein die Landwirte, die damit verbundenen Kosten nicht tragen können. „Zuallererst müssen wir Erträge erwirtschaften auf unseren Böden“. Daher sei der Staat gefordert, mehr Finanzen für die nach seiner Überzeugung notwendige Entwicklung hin zu mehr Biodiversität bereit zu stellen. Wenn es das Ziel sei, deutschlandweit zehn Prozent aller Ackerflächen als Naturschutzflächen auszuweisen, würde dies ca. 1,2 Milliarden Euro kosten, rechnete er vor.

Wie schwer es ist, eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Bodeneigentümern, Landwirten und der Öffentlichkeit zu praktizieren, konnte Landwirtin Doreen Riske aus Groß Kiesow bei Greifswald berichten. Seit sechs Jahren engagiert sie sich in der Greifswalder Agarinitiative (GAI). Das von der Michael Succow Stiftung angeregte Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, institutionelle Landeigentümer der Region wie die Universität Greifswald, die Stadt Greifswald und die Nordkirche zusammenzuführen und zu prüfen, ob und wie sich die landwirtschaftliche Nutzung auf den eigenen Flächen  - rund 10 000 Hektar – nachhaltiger gestalten lässt. Erst sehr spät habe man die 54 Landwirte, die diese Flächen gepachtet haben, ins Boot geholt, blickt Doreen Riske zurück. Noch viel länger dauerte es, eine Gesprächskultur zu entwickeln, bei der alle Partner auf Augenhöhe agierten. Die Liste der konkreten Ergebnisse ist nicht sehr lang. „Unser größter Erfolg ist es, dass Naturschützer, Landwirte und Bodeneigentümer endlich miteinander reden – auch wenn wir verschiedene Positionen haben“, ist die Landwirtin überzeugt. Das sei früher nicht so gewesen.

Fazit der Kirchenvertreter und Landwirte: „Wir wollen den Austausch über konkrete Strategien und  landwirtschaftliche Themen fortsetzen, Probleme diskutieren und gemeinsam nach Lösungen für die ländlichen Raume in Mecklenburg-Vorpommern suchen“, so Bischof v. Maltzahn. Und für Bauernverbandspräsident Kurreck ist der Dialog auf Augenhöhe unverzichtbar, denn er „fördert das gegenseitige Verständnis und trägt ebenso dazu bei, die Situation und Nöte der Landwirte in der Öffentlichkeit differenziert zur Sprache zu bringen“.
Quelle: ELKM (cme)
Weitere Meldungen

Aktuelles Thema

Forum der Kirchenkreissynode„Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg“