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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

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Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 251 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

Handwerkszeug und jede Menge Hintergrund

Fortbildungen für mecklenburgische Kirchengemeinderäte gut besucht

07.02.2018 ǀ Schwerin.  „Fachfortbildungen Kirchengemeinderat“ – unter diesem Titel starteten im Januar vier Themenreihen in jeder der mecklenburgischen Propsteien. Insgesamt 210 KGR-Mitglieder haben sich angemeldet und jeweils für ein Interessengebiet entschieden. Zwei der insgesamt vier Abende fanden bereits statt. Zur Halbzeit der Fortbildungen hörten wir uns in Schwerin um.

Bevor es in die Räume mit den vier Themen geht: Bauen oder Finanzen in der Kirchengemeinde sowie Gemeindeleitung und Kirche wirkt im Gemeinwesen, treffen sich alle zur gemeinsamen Andacht. „Gott hat Neues unter uns schon beginnen lassen“, sagt Propst Marcus Antonioli und spricht davon, das Gras wachsen zu hören. Dies heißt für ihn, „sensibel dafür zu sein, was jetzt wichtig ist, und was nicht“. Die Türen der Kirchengemeinden sollten offen sein für Interessierte. So können „wir uns von Gottes aufgehender Saat überraschen lassen“.

Seit drei Jahrzehnten gestaltet und leitet Marlies Schubert das Leben in der Kirchengemeinde Uelitz mit: „Anfangs hatten wir noch einzelne Kirchenvorstände in unseren Dörfern, jetzt einen gemeinsamen Kirchengemeinderat. Ich war immer im Finanzausschuss.“ Trotz ihres reichen Erfahrungsschatzes hat sie sich, wie ebenso zwei weitere Frauen aus dem Uelitzer Leitungsgremium, zur KGR-Fachfortbildung angemeldet. „Ich möchte am Ball bleiben. Schließlich ändert sich gerade vieles mit der Einführung der doppelten Buchführung“, blickt Marlies Schubert voraus.“ Klar seien vier Abende nach der Arbeit ein harter Brocken, aber sie möchte ihr Ehrenamt gut ausfüllen und findet das Angebot darum richtig und wichtig.

Das hat ebenso Gerd Witt motiviert. Der Eldenaer ist Landwirt und die dritte Wahlperiode im Kirchengemeinderat. „Aber seit dem Vorjahr bin ich das erste Mal im Finanzausschuss.“ Als Landwirt kenne er sich zwar mit Zahlen durchaus aus. „Über die Aufstellung und das Lesen des Haushaltsplanes einer Gemeinde möchte ich aber mehr wissen.“ Deshalb findet er das Angebot, sich fortbilden zu lassen „gut und sinnvoll“.Als Referentin geht Juliane Görs, Fachbereichsleiterin für Finanzen und Meldewesen in der Kirchenkreisverwaltung Mecklenburg, auch gleich ans Eingemachte im Kurs „Finanzen in der Kirchengemeinde. Da schwirren zunächst Begriffe wie „Haushaltsführungsgesetz“ oder „Haushaltsverordnung“ durch den Raum. Doch es bleibt nicht beim notwendigen rechtlichen Rahmen, für den alle Verständnis zeigen. Es wird konkret und praxisbezogen. Vieles erhellt sich und es wird klar, dass die Verwaltung die Gemeinden bei diesem komplexen Thema nicht allein lässt.

Für den Kurs „Kirche wirkt im Gemeinwesen“ hat sich Alrid Schweins aus der Schelfkirchengemeinde Schwerin angemeldet. „Mein Mann und ich haben heute unseren 54. Hochzeitstag. Dennoch bin ich zum Fortbildungsabend gegangen, weil mir das sehr wichtig ist.“ Als vor Jahren ihre Tochter nach Pinnow zog, sei sie mit ihrer Familie nachgekommen. „Seither engagiere ich mich in der Kirchengemeinde, was mir auch half, neue Kontakte zu knüpfen.“ Kontakte nach außen und Netzwerke ins Gemeinwesen findet Alrid Schweins ebenso für die Kirche wichtig, damit sich mehr Leute für die christliche Botschaft und die Angebote der Kirche interessieren.

Auf die Spur, wie vor Ort Projekte gelingen können, führen in dem Kurs Susanne Prill aus dem Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg und Gemeindepädagogin Constanze Buck. Sie legen den Dreischritt aus Sehen, Urteilen und Handeln den Teilnehmenden ans Herz und machen deutlich, dass es nicht das eine Patenrezept gibt. Vielmehr müsse das jeweils Passsende vor Ort gesucht werden. Eine Menge Handwerkszeug bekommen Alrid Schweins und die anderen dafür mit in die Hand. „Und zwei Abende folgen ja noch“, bemerkt Susanne Prill.

Wie vielfältig und komplex die Themen sind, wird ebenso im Kurs „Bauen in der Kirchengemeinde“ deutlich. Wie die vier regionalen Baulisten, die letztlich in die jährliche Bauprojektliste des Kirchenkreises Mecklenburg münden, aufgestellt werden, möchte jemand wissen. Die Baubeauftragte für die Propstei Wismar, Ute Reil-Romanski, und Sachbearbeiter Mark Tiede erläutern das Verfahren und raten den Gemeinden sehr frühzeitig – am besten ein Jahr im Voraus – mit der Bauverwaltung in Kontakt zu treten, um sich im Blick auf ein gewünschtes Projekt beraten zu lassen. „Auch von Gemeinden komplett selbstfinanzierte Projekte müssen auf die Liste“, stellt die Baubeauftragte klar.

Fast alle Referenten aus dem Kirchenkreis

Um Handwerkszeug geht es auch im Kurs „Gemeindeleitung“. Hier steht der Umgang mit Konflikten im Mittelpunkt und es gibt Impulse zum geistlichen Leiten. „Alle vier Angebote waren erfreulicherweise gut nachgefragt, am meisten allerdings das Thema Finanzen“, berichtet Susanne Prill, die auch zum Vorbereitungsteam der KKG-Fachfortbildungen gehört. Für die Veranstaltungen in den vier Propsteien stünden gut 35 Referenten bzw. Kursleitende aus der Kirchenkreisverwaltung, dem Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg und der Nordkirche sowie moderierende Personen aus den Propsteien bereit. Prill: „Uns freut sehr, dass die Angebote so gut angenommen sind und die Stimmung bei den Fortbildungsabenden so gut ist. In diesem Umfang haben wir Neuland betreten. Das große Interesse bei der KirchengemeinderatsMesse im März 2017 mit 350 Gästen hatte uns dazu ermutigt.“
Quelle: ELKM (cme)

Baudenkmäler

Historische Börzower Kirchturmuhr restauriert

07.02.2018 ǀ Börzow.   Jahrzehntelanger Stillstand beendet: Die über 200 Jahre alte Kirchturmuhr von Börzow bei Grevesmühlen (Kreis Nordwestmecklenburg) ist seit August 2017 für etwa 13.000 Euro restauriert worden. Der mechanische Zeitmesser wird seit Dienstag wieder im Turm der Dorfkirche eingebaut, sagte der zuständige evangelische Gemeindepastor Dirk Greverus auf epd-Anfrage in Roggenstorf. Die Montage soll spätestens am Freitagvormittag (9. Februar) abgeschlossen sein. Dann wird die Uhr nach etwa 60 Jahren Stillstand wieder die Zeit anzeigen.

Wie alt die Börzower Kirchturmuhr genau ist, ist nicht bekannt. Sie war 1774 als gebraucht von der Kirche des Nachbarortes Roggenstorf nach Börzow gekommen. Die Turmuhrenbaufirma Zachariä (Leipzig) hatte den Zeitmesser in den vergangenen fünf Monaten restauriert und mit einer elektronischen Aufziehautomatik versehen.

Die Kosten dafür werden mit Geldern des Kirchenkreises Mecklenburg, der Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg, Eigenmitteln der Kirchengemeinde und vielen Spenden bestritten. Seit 2011 wurden nach Angaben des Pastors Spenden für die Uhr gesammelt, beispielsweise bei einem Konzert des Dorfchores oder einer Hubertusmesse der Jäger.

Die Resonanz sei riesengroß gewesen, sagte Pastor Greverus. Kirchturmuhren seien offenbar eine Identifikationsgröße für die Menschen. Der Verein "1. Mecklenburger Uhrenclub", der Geld zur Rettung in Not geratener mechanischer Kirchturmuhren in Mecklenburg sammelt, übergab der Kirchengemeinde am Dienstag einen Spendenscheck über 500 Euro für das Projekt.
Quelle: epd

Dankeschön mit Welt.Mahl.Zeit

120 ehrenamtlich Engagierte in Kirchengemeinden gingen auf kulinarische Reise

30.01.2018 ǀ Rostock.   „Dass einem in der heutigen Zeit einmal Danke gesagt wird, ist selten und darum habe ich mich sehr über die Einladung gefreut“. Der Güstrower Dr. Arnold Fuchs war einer von 120 Gästen bei der „Welt.Mahl.Zeit“. Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg hatte dazu kürzlich Engagierte in Partnerschaftsgruppen, in der Arbeit mit Geflüchteten und im Fairen Handel in die Rostocker Nikolaikirche zu einer kulinarischen Reise mit Musik und Tischreden eingeladen.

„Gelebte christliche Nächstenliebe“ sei der vielfältige Einsatz für ein gelingendes Miteinander von Menschen und für mehr Gerechtigkeit in der Welt. „Sie haben schon so viel erreicht. Ohne ihr Engagement wäre unsere Kirche ärmer und es wäre kälter in unserer Gesellschaft“, sagte Pröpstin Britta Carstensen und dankte allen herzlich im Namen des Kirchenkreises. In der Andacht zuvor hatte Flüchtlingspastor Walter Bartels davon gesprochen, dass „der Blick auf die Welt in Mecklenburg bunter geworden“ sei durch lebendige Partnerschaftsbeziehungen nach Tansania, Kasachstan, Rumänien, England, Niederlande und in die USA. In zahlreichen Kirchengemeinden engagierten sich Menschen ehrenamtlich  zudem dafür, dass sich Geflüchtete willkommen fühlen. Und ebenso würden Produkte aus Fairem Handel vielfach angeboten und trügen so zu mehr Gerechtigkeit bei.
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Forum der Kirchenkreissynode„Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg“