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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

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Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 247 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

Europa-Wahlen

Kirchenkreis Mecklenburg hisst Europaflagge

21.05.2019 ǀ Schwerin.  Kirche zeigt Flagge für Europa: Mit der blauen Europafahne will die Verwaltung des Kirchenkreises Mecklenburg in Schwerin auf die bevorstehenden Europa-Wahlen am Sonntag (26. Mai) aufmerksam machen. Zugleich werde auf eine hohe Wahlbeteiligung gehofft, sagte die Leiterin der Kirchenkreisverwaltung, Elke Stoepker. Deshalb sei am Sitz des Kirchenkreises neben der Kirchenkreisflagge auch die Europafahne gehisst worden. Schließlich "sind wir mit vielen evangelischen Christen in Europa im Glauben und teils auch partnerschaftlich eng verbunden, beispielsweise auch mit der Kirche in England".
Quelle: epd

„Ein wichtiger Ratgeber und Inspirator für eine mutige Kirche der Zukunft“

EKD-Ratsvorsitzender würdigt scheidenden Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn

11.05.2019 ǀ Schwerin.  In einem Gottesdienst im Schweriner Dom St. Marien und St. Johannis wurde am heutigen Sonnnabend der Schweriner Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn entpflichtet und gab dabei sein Amtskreuz zurück. Beim anschließenden Empfang der Ersten Kirchenleitung sprachen u. a. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und Weihbischof Horst Eberlein Grußworte.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig überbrachte die herzlichen Grüße der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns: „Entscheidend für Führungsaufgaben ist Ihre Art, wie Sie mit Menschen umgehen: Zugewandt und offen, der zuhört und nicht vom ersten Augenblick an die fertige Antwort parat hat.“ Von Maltzahn sei vor allem „ein Mensch, der manch schwierige Situation mit Humor und einem Augenzwinkern leichter machen kann“, so die Ministerpräsidentin. In der Nordkirche habe der scheidende Bischof „immer dafür geworben, nach vorn zu schauen, sich nicht in die Vergangenheit zurück zu träumen. Ihr Weg war es, zu gestalten, auch wenn die Bedingungen für Kirche in der Gegenwart schwieriger wurden.“ Für Mecklenburg-Vorpommern und die Landesregierung, so Manuela Schwesig weiter, war es „eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Ihnen, lieber Bischof v. Maltzahn. Klar in der Haltung, konstruktiv und zugänglich haben wir Sie erlebt. Als jemanden, der auf andere zugeht, bei dem man immer gespürt hat, wie gut er geerdet und verwurzelt ist in seiner mecklenburgischen Heimat. Ich danke Ihnen für Ihren Dienst als mecklenburgischer Landesbischof und Bischof der Nordkirche. Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute.“

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist, erinnerte an das erste Kennenlernen im Zuge der engen Partnerschaft zwischen der bayerischen und der mecklenburgischen Kirche: „Ich habe schnell gemerkt, welch ein Glücksfall für die mecklenburgische Kirche es gewesen ist, ihn als Bischof zu haben.“ Aus dem, was Andreas v. Maltzahn sage, so der EKD-Ratsvorsitzende, spreche eine große Sensibilität für die Situation und für die Menschen. Und es komme darin „eine theologische und geistliche Kompetenz zum Ausdruck, die das rechte Wort zur rechten Zeit findet“. Ganz persönlich sei Andreas v. Maltzahn für ihn, so Heinrich Bedford-Strohm, „ein wichtiger Ratgeber und Inspirator für eine mutige Kirche der Zukunft, die aus der Kraft Jesu Christi lebt und genau deswegen eine tiefe Liebe zur Welt entwickelt und diese Liebe im Dienst an den Menschen, gleich welchen religiösen oder weltanschaulichen Hintergrunds, auch wirklich ausstrahlt“.

„Mit großer Dankbarkeit und großem Respekt sehen wir heute darauf, wie Sie das bischöfliche Amt aus einer klar lutherischen Identität heraus gelebt und gestaltet haben und dabei unsere Kirche klar und kenntlich in der Öffentlichkeit vertreten haben“, würdigte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt die Verdienste von Dr. Andreas v. Maltzahn. „Kirche, lieber Bruder von Maltzahn, ist für Sie dabei ein Raum der Freiheit. Aus christlicher Freiheit heraus Verantwortung zu übernehmen auch im politischen Gemeinwesen, das war, ist und bleibt deshalb selbstverständlich für Sie. Sie setzen sich in Wort und Tat ein für die Würde und das Recht aller Menschen, engagieren sich für Geflüchtete, für Minderheiten, für sozial Benachteiligte. Genau dafür steht die von Ihnen mitgegründete Stiftung ‚Kirche mit Anderen‘. Die Impulse, die Sie als Bischof an dieser Stelle gesetzt haben, werden hier in Mecklenburg in guter Weise weiterwirken. Unser gemeinsamer Weg geht weiter in neuen Aufgaben und neuen Rollen, aber nicht weniger verbunden im gemeinsamen Auftrag, das Evangelium zu verkünden und so lebendige Hoffnung für diese Welt zu sein.“

Für Ulrike Hillmann, Präses der Landessynode der Nordkirche, hat Dr. v. Maltzahn im Amt als Bischof „sichtbar seinen Glauben gelebt“. Es sei ihm Herzensanliegen das Gute aus der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs bereichernd in die Nordkirche einzubringen – „so hat er maßgeblich zu deren Gelingen beigetragen“. Die Präses dankte Andreas v. Maltzahn im Namen der II. Landessynode „für seine Hingabe, mit der er den Sprengel Mecklenburg und Pommern repräsentiert und den leitenden geistlichen Dienst wahrgenommen hat. Wir freuen uns, dass er jetzt das Amt als Studienleiter für Gottesdienst und Homiletik (Predigtlehre) am Prediger- und Studienseminar der Nordkirche in Ratzeburg angetreten hat, und wünschen ihm dafür Gottes reichen Segen.“

„Immer wenn ich Ihnen, Bruder v. Maltzahn begegnet bin, in Gottesdiensten, in Gesprächskreisen, bei offiziellen Anlässen oder auf dem Rad am Morgen, wenn ich meinen Gang um das Schloss machte und Sie in Ihr Büro fuhren“, sagte Weihbischof Horst Eberlein vom Erzbistum Hamburg, „immer war es da, das Eigentliche, für das Sie unterwegs waren, oder sagen wir – Christus.“ Für Weihbischof Eberlein sei Andreas v. Maltzahn immer „Amtsbruder, Glaubensbruder, Mitbruder auf dem Weg“ gewesen und werde es bleiben, formulierte er und ergänzte: „Von Herzen sage ich Ihnen Dank und wünsche Ihnen, vor allem auch im Namen unseres Erzbischofs Stefan Heße, Gottes Segen für den kommenden Weg und die neue Aufgabe.“

Ein weiteres Grußwort sprach Bischof Charles Mjema aus Tansania; der Bischofsrat der Nordkirche hielt ein gesungenes Grußwort zur Melodie des Liedes „Über sieben Brücken musst du geh´n“. In Liedform zur bekannten Melodie „Danke für diesen guten Morgen…“ mit neuem Text bedankten sich die Pröpstin und die Pröpste im Kirchenkreis Mecklenburg bei ihrem Bischof. Mit einem Reisesegen von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt endete am Abend der Tag des Abschieds und des Dankens.
Quelle: Nordkirche (cme)

Nordkirche verabschiedet Dr. Andreas v. Maltzahn als Bischof:

"Mutig neue Wege riskieren – im Vertrauen auf Gottes Sehnen und Verheißung“

11.05.2019 ǀ Schwerin.  Gottes Zuneigung und Herzensweite ist eine „Quelle der Kraft und Inspiration, aus der alles andere fließt“. Dies sagte Dr. Andreas v. Maltzahn am heutigen Sonnabend in seiner Abschiedspredigt als Bischof. In einem Gottesdienst im Dom St. Marien und St. Johannis wurde der Schweriner Bischof entpflichtet und gab dabei sein Amtskreuz zurück.

Die Entpflichtung nahm Landesbischof Ralf Meister (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers) als Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) nach der Predigt von Bischof v. Maltzahn vor. In seiner Ansprache würdigte Ralf Meister den Theologen: „Mit Dr. Andreas v. Maltzahn verabschieden wir einen großen Menschenfreund, der immer einen aufmerksamen Blick auf das Kleine hatte. Seine Nähe zu den Menschen war verbunden mit einer hoffnungsvollen Glaubenszuversicht. Selbst in anspruchsvollen Lagen seines Sprengels war Klagen für ihn keine Option. Als Bischof schaute er nicht ängstlich auf die Mitgliederentwicklung, sondern ermutigte seine Kirche nachdenklich und zugewandt, Gottesspuren im Alltag zu sehen. Für ihn gilt: Kirche muss im Dialog bleiben und innovativ auf aktuelle Veränderungen reagieren – mutig und fromm und mit Wertschätzung für jeden kleinen Schritt.“

Landesbischof Meister dankte Andreas v. Maltzahn für seinen Dienst als Landesbischof von 2007 an in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und seit Pfingsten 2012 als Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Seit dem 1. Mai ist Dr. v. Maltzahn als Studienleiter am Prediger- und Studienseminar der Nordkirche in Ratzeburg tätig.

Der scheidende Bischof v. Maltzahn erinnerte in seiner Predigt zu 1. Mose 16, 1-16 an den Weg zur Gründung der Nordkirche. In Pommern und Mecklenburg stand durchaus die Frage, ob die Fusion mit dem starken Nordelbien nicht dazu führen würde, dass „wir uns innerlich zurücklehnen und beruhigt weitermachen wie bisher“. Oder sollte man „in den religiösen Erosionen unserer Zeit nicht vielmehr alle vermeintlichen Sicherheiten fahren lassen, um allein im Vertrauen auf Gott aufzubrechen – hin zu den Menschen, die Gott am Herzen liegen, und uns in der Begegnung mit ihnen verwandeln lassen“?

Sich nicht in Selbsterhaltung der Institution erschöpfen

Der Theologe zeigt sich überzeugt, dass das eine das andere nicht zwingend ausschließe. Es bleibe jedoch eine tägliche Herausforderung, sich nicht mit dem Status quo zu begnügen. „Sondern“, so der Bischof, „bereit zu sein für den Aufbruch, den Gott von uns erwartet! Sich nicht in Selbsterhaltung der Institution zu erschöpfen, sondern mutig neue Wege zu riskieren – mit nichts im Gepäck als Gottes Sehnen und unserem Vertrauen in seine Verheißungen.“

In seiner Dienstzeit als Bischof habe er in reichem Maße erlebt, wie lebendig und schöpferisch dies schon gelebt werde: Beispielsweise würden viele Kirchgebäude nicht nur sorgfältig restauriert, sondern zunehmend auch als Festräume der Bürgergemeinde angenommen. Konzerte berühren und Filmerlebnisse in der Reihe ‚Starke Stücke. Berührt und diskutiert‘ regen tiefgehende Gespräche an. Zugleich sei die Landschaft der Gottesdienste bunter geworden – in klassischen wie neuen Formaten. So gebe es Segnungsgottesdienste für Kranke oder einen Traktorengottesdienst mit anschließendem Rockkonzert im Pfarrgarten.

„Kirche mit anderen“ sei beispielsweise auch in Sanitz erlebbar: Da bauten Wandergesellen, Geflüchtete und Einheimische gemeinsam einen großzügigen Kinderspielplatz – „heute beliebter Treffpunkt junger Familien, egal, ob sie zur Kirchengemeinde gehören oder nicht“, so Andreas v. Maltzahn. Auch in diakonischen Einrichtungen, in musikalischer oder gemeindepädagogischer Arbeit oder in Kooperation mit Schulen sorgten kirchliche Mitarbeitende dafür, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene spürten: „In Gottes Augen bin ich wichtig.“
 
Gottes Herz ist groß genug

Angesichts der ökumenischen Erfahrungen des Reformationsjubiläums und mit dem Blick auf den Predigttext zeigte sich der Bischof überzeugt, dass Gottes Herz groß genug für die Menschen aller Konfessionen und Religionen sei und rief dazu auf: „Lasst uns diese Weite zur Richtschnur und Ermutigung für unser Denken und Handeln nehmen.“ Dies bedeute zugleich, Verantwortung wahrzunehmen, zum Beispiel „achtsam zu sein für jene, die sich von niemandem gesehen fühlen: Menschen, die ihre Armut verschämt verbergen; oder Menschen, die es ungeheure Kraft kostet, überhaupt weiter zu leben – und sie werden immer mehr. Sie brauchen unsere Nähe und auch professionelle Begleitung. Hier dürfen wir nicht sparen – weder als Kirche noch als politisch Verantwortliche“.

Anderer Lebensstil dringend nötig


Nach Ansicht des Theologen müsse zudem wachrütteln, „dass Schülerinnen und Schüler auf die Straße gehen und – gut zu Haus in wissenschaftlicher Expertise – von uns Erwachsenen fordern, dass wir endlich ernst machen mit der Energiewende, einem anderen Lebensstil! Es ist höchste Zeit, sich mit aller Kraft der Gefahr entgegenzustellen – in der Politik, als Kirchen, persönlich“. Bei der beharrlichen Arbeit an Veränderungen zum Guten sei Verlass auf die Rückenstärkung Gottes. „Das Geheimnis der Welt kommt uns nahe in Wort und Sakrament, belebt und beflügelt“, so der scheidende Bischof. „Es baut auf und tröstet, stellt infrage und richtet aus – welch eine Quelle der Kraft und Inspiration, aus der alles andere fließt! Unverzichtbar! Beglückend!“
Quelle: Nordkirche (cme)
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