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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

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Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, einem von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg umfasst das Gebiet der früheren Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und ist der flächenmäßig größte Kirchenkreis der Nordkirche. Er gliedert sich in 4 Propsteien, 20 Regionen und 247 Gemeinden.

Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Kirchenkreisverwaltung hat ihren Sitz in Schwerin. Es gibt zudem Außenstellen in Güstrow und Neubandenburg.
 
In Rostock befindet sich das Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg, in dem die
allgemeinkirchlichen Dienste und Werke des Kirchenkreises beheimatet sind.

Nachrichten

Dienste und Werke berichteten auf Kirchenkreissynode

Mecklenburgische Synodale eng mit Christen in England verbunden

23.03.2019 ǀ Güstrow.  Vier Gäste aus Großbritannien begrüßte die mecklenburgische Kirchenkreissynode am Wochenende (22.-23. März) in Güstrow. Sie kommen aus der Partnerdiözese Lichfield in der Church of England. „In Zeiten der politischen Trübsal gehören wir zusammen. Großbritannien mag die Europäische Union verlassen, aber nicht die europäische Familie der Nationen”, hieß es in einem von den Gästen verlesenen Grußwort von Michael Ipgrave, dem Bischof von Lichfield. Der Schweriner Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn entgegnete, dass dies zeige, dass „Kirche und Christen über eigene Grenzen miteinander verbunden sind”.

Die Geschichte der Partnerschaft zwischen England und Mecklenburg – der einzigen nicht-lutherischen Partnerkirche – reicht in die Zeit vor 1989 zurück. Am 25. Juli 1999 wurde zum ersten Mal ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, das am 17. September 2009 zum zweiten Mal verlängert wurde. Herzstück der Partnerschaft sind die jährlichen Begegnungen „Anticipating Advent“, zu denen sich alle Interessierten beider Seiten am ersten Adventswochenende abwechselnd in Lichfield und Mecklenburg versammeln. Darüber hinaus haben inzwischen mehrfach Jugendliche aus Mecklenburg am Jugendfestival „Soul Survivor“ teilgenommen.

Fazit des scheidenden Schweriner Bischofs v. Maltzahn

Mit Blumen und stehendem Applaus bedankten sich Präses Stefanie Wolf und die Synodalen bei Dr. Andreas v. Maltzahn. „Wir sind eine offenere Kirche geworden”, so ein Fazit des scheidenden Schweriner Bischofs. Im öffentlichen Raum, bei Festen etc, sei Kirche heute selbstverständlich mit dabei. Es gebe zudem wunderbare Projekte im Sinne einer „Kirche mit Anderen”.

Gewünscht hätte sich der Bischof, dass man gemeinsam mehr erreicht hätte, um Pastorinnen und Pastoren von Aufgaben der Geschäftsführung zu entlasten, damit diese mehr zu ihrer eigentlichen Arbeit kommen. In diesem Zusammenhang erinnerte an die Empfehlungen der AG „Kirche der Freiheit und den Impuls für Erprobungsregionen. Als Orientierungspunkte für die Zukunft legte Andreas v. Maltzahn den Synodalen ans Herz, sich auf den kirchlichen Auftrag zu konzentrieren, der beinhaltet, dass Gott will, dass allen Menschen geholfen wird.

Abschließend bedankte sich Bischof v. Maltzahn bei allen, die ihn durch all die Jahre „freundlich, kritisch und stärkend begleitet haben”. Nach nahezu zwölf Dienstjahren, zunächst als mecklenburgischer Landesbischof und ab 2012 als Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, wechselt der Theologe vom 1. Mai an als Studienleiter für Gottesdienst und Homiletik (Predigtlehre) an das Predigerseminar der Nordkirche nach Ratzeburg. Verabschiedet aus seinen Dienst als Bischof wird Dr. Andreas v. Malzahn am Sonnabend, 11. Mai, um 14 Uhr im Dom zu Schwerin.

Dienste und Werke vielfältig vor Ort tätig

Auf der weiteren Tagesordnung der Synode standen mehrere Berichte. So gaben die Dienste und Werke und das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern Einblick in ihre vielfältigen Aufgaben und ihr Wirken. „Sehr breit wirkt beispielsweise das Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg”, so Pröpstin Britta Carstensen. Unter dem Dach des Rostocker Hauses seien die Bereiche Gemeindedienst, Erwachsenenbildung, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Ökumenische Arbeitsstelle samt Flüchtlingsarbeit in und für die 243 mecklenburgischen Kirchengemeinden tätig. Ein Beispiel: Das Evangelische Kinder- und Jugendwerk erwartet auch in diesem Jahr guten Zuspruch bei der sommerlichen Abenteuerwoche „Ratzplatz” in Dreilützow. Neu im Program ist im August ein Familiencamp unter dem Thema „Hier muss irgendwo ein Nest sein” in Mirow. Mehr unter www.ejm.de.

Evangelische Religion als Prüfungsfach

Darüber hinaus wirken an elf Orten in Mecklenburg insgesamt zwölf Pastorinnen und Pastoren und eine Diakonin in der Krankenhausseelsorge und begleiten Patienten und Angehörige. Die Schulseelsorger beobachten laut Bericht, dass zunehmend auch muslimische Kinder am evangelischen Religionsuntericht teilnehmen. Zudem werde öfter Religion als Prüfungsfach zur Mittleren Reife gewählt. Verändert haben sich ebenso die Themen der Jahresarbeiten – hin zu immer persönlicheren Fragestellungen der Schülerinnen und Schüler wie: „Es gibt mehr als Mann und Frau” oder „Auf dem Weg durch die Welt zu sich selbst: Fantasy-Literatur und Religion“.

Probedienst für sieben Nachwuchstheologen

Darüber berichteten der Kirchenkreisrat und die Kirchenkreisverwaltung der Synode. Die Statistik besagt, dass im Vorjahr insgesamt 210 Pastorinnen und Pastoren, davon 186 Pastorinnen und Pastoren in den 243 Kirchengemeinden tätig waren. Zehn Pastorinnen und Pastoren – (davon sieben im Probedienst – nahmen ihren Dienst im Kirchenkreis auf. Zudem waren 114 Gemeindepädagoginnen und -pädagogen, 45 Kirchenmusikerinnen und -musiker und 48 Küsterinnen und Küster hauptamtlich beschäftigt.

Chormusical „Martin Luther King” in Rostock

Propst Dirk Sauermann informierte als Vorsitzender des Kirchenkreisrates u.a. darüber, dass geplant sei, das neue Chormusical „Martin Luther King – Ein Traum veränderte die Welt“ im Jahr 2021 in der Rostocker Stadthalle aufzuführen. „Das Projekt der Creativen Kirche aus Westfalen will bewusst auch kirchlich nicht gebundene Menschen als Chorsängerinnen und -sänger sowie als Publikum dafür begeistern“, so der Propst. Konkret studieren Chöre und Einzelsänger die Songs selbstständig ein, nehmen an einem Probenwochenende teil. Eine gemeinsame Generalprobe mit den Profi-Musikern rundet die Vorbereitung ab. Sauermann: „Dieses Musical ist eine großartige Chance für unsere Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern sich zu präsentieren und interessante Einblicke in die Kirchenmusik zu gewähren, die zugleich mit diesem Höhepunkt befördert werden könne.

Rahmenkonzept für Kommunikation beraten

Die Synodalen diskutierten zudem das „Rahmenkonzept für die Kommunikation im Kirchenkreis Mecklenburg”. Dieses basiert laut Propst Dirk Sauermann „aus zwei gleichberechtigten Säulen: der Externen Kommunikation und der Internen (Mitglieder)kommunikation sowie einer Darstellung der Vertriebswege für Informationen, Ankündigungen für Veranstaltungen etc.“. Inhalt des vom Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreisrates erarbeiteten Papieres seien klare Zielgruppendefinitionen und die Auflistung passgenauer Kanäle, Projekte und Ideen. Sauermann: „Unterm Strich wird ein Rahmen gezogen – nicht mehr aber auch nicht weniger, der verdeutlicht, wie und wo der Kirchenkreis samt seiner Dienste und Werke und Kirchengemeinden das Thema angehen und Schwerpunkte setzen will, was er tut und was auch nicht – aus inhaltlichen, personellen oder finanziellen Gründen.“ Die Anregungen und Vorschläge der Synodalen fließen in das Konzept ein, welches der Kirchenkreisrat demnächst erneut beraten und beschließen will.
Quelle: ELKM (cme)

Mecklenburgische Synodale diskutierten Friedhofskultur

Der Mensch braucht öffentliche Orte, um trauern zu können

23.03.2019 ǀ Güstrow.  Aktuelle Entwicklungen in der Friedhofs- und Bestattungskultur waren an diesem Wochenende (22.-23. März) ein Schwerpunkt der mecklenburgischen Kirchenkreissynode in Güstrow. Mit einer auch theologisch fundierten Stellungnahme wollen sich die 55 Synodalen und die Jugendvertreter auch in die Diskussion um das Bestattungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern einbringen. Dieses Papier wird jetzt erarbeitet.

Kirchliche Friedhöfe sind eine würdige Ruhestätte für die Verstorbenen und spenden den Lebenden Trost. Allein im Kirchenkreis Mecklenburg werden rund 620 kirchliche Friedhöfe gezählt, im Pommerschen Kirchenkreis sind es 330. Diese bewahren im Schatten hoher Bäume und uralter Kirchen „ein wertvolles Erbe und sind kulturelles Gedächtnis der Städte und Dörfer“, so Reinhard Wienecke. Der Friedhofsbeauftragte des Kirchenkreises Mecklenburg skizzierte vor den Synodalen zugleich den Wandel in der Bestattungskultur in Deutschland. So verstärke sich beispielsweise die Tendenz zu alternativen und pflegefreien Grabarten. Konkret besteht u.a. eine große Nachfrage nach Gemeinschaftsanlagen und Rasengräbern, zudem seien Baumbestattungen gefragt. Hier können laut Reinhard Wienecke kirchliche Friedhofe gute Alternativen zu Bestattungswäldern bieten, da der große Baumbestand nutzbar und auf Freiflächen neue Baumpflanzungen möglich seien. Wienecke: „Der Vorteil der Ortsnähe und die in der Regel bessere Zuwegung sprechen hier für die kirchlichen Friedhöfe.“

Auch Freunde, Kollegen und frühere Partner wollen trauern

Zugleich gibt es Stimmen zur Lockerung der Friedhofspflicht, so Wienecke mit Verweis auf Zuschriften an die vom Landtag eingesetzte Expertenkommission. Diese soll klären, ob das Gesetzeswerk novelliert werden sollte. „Als Kirche plädieren wir für eine Beibehaltung der Friedhofspflicht. Denn nur ein offizieller Friedhof sichert die Totenruhe“, stellte Reinhard Wienecke klar. Denn mit Bestattungen auf Privatgrundstücken würde eine öffentliche Erinnerungskultur an den oder die Verstorbene nahezu unmöglich gemacht. Angehörigen und Freunden würde ein Ort für ihre Trauer entzogen. Denn nicht nur die engsten Angehörigen wollen um einen Verstorbenen trauern, sondern auch Freunde, Kollegen, frühere Partner. Wienecke: „Diese hätten aber nicht ohne Weiteres Zutritt zu einem privaten Gedenkort auf einem privaten Grundstück.“

Baumbestattungen auch auf kirchlichen Friedhöfen möglich

Generell machte der Friedhofsbeauftragte deutlich: „Der Mensch braucht Orte, um trauern zu können, zum Gedenken und zum Erinnern. Ein Friedhof konfrontiert den Menschen außerdem mit der eigenen Endlichkeit und schlägt eine Brücke zwischen Leben und Tod. Ohne Friedhofspflicht geht der gemeinschaftliche und öffentliche Raum verloren, den Tod und Trauer benötigen.“ Auch innerhalb dieser Regeln sei laut Reinhard Wienecke „ein kultureller Wandel möglich, beispielsweise mit Kolumbarien oder Baumbestattungen auf kirchlichen Friedhöfen“. Zudem sollten kirchliche Friedhöfe noch stärker zu einem „Ort des Gedenkens und des Abschiednehmens“ gestaltet werden.

Diskussionsbeiträge fließen in Stellungnahme ein

In der Diskussion wurde deutlich, dass Friedhöfe ein Ort für das „gemeinsame Trauern sind, die die Gesellschaft braucht”, wie es der Synodale und Pastor Peter Stockmann (Parchim) formulierte. Sein Kollege, Pastor Dirk Fey (Rödlin), regte an, einen Ausschuss für das Thema Zukunft der Friedhöfe einzuberufen. Kritisch sieht Vizepräses Dr. Christoph Heydemann (Fürstenberg) eine Aufhebung der Friedhofspflicht, plädierte aber für Anpassungen in der Bestattungskultur, z.B. für die Beerdigung muslimischer Tote.

Der Rostocker Prof. Dr. Tobias Schulze sprach sich dafür aus, dass der Tod und das Gedenken öffentlich bleiben sollten. Zugleich berichteten mehrere Synodale, dass viele Menschen Grabpflege heutzutage „als Belastung ansehen und sich mehr Freiraum bei der Gestaltung einer Beerdigung und der Grabgestaltung wünschten – auch auf kirchlichen Friedhöfen“. Der Synodale Frank Urbach (Pastow) forderte eine qualifizierte Ausbildung der Bestatter. Bisher bräuchte man nur einen Gewerbeschein beantragen.

Die Ergebnisse der Diskussionen im Plenum und in den Ausschüssen zur Friedhofskultur sollen in einer Stellungnahme zusammengefasst werden, wie die Synodale Franziska Ehlert (Gelbensande) für den gebildeten Ad hoc-Ausschuss ankündigte. Das auch theologisch fundierte Votum werde jetzt ausformuliert.
Quelle: ELKM (cme)

Holbeinplatz

Interreligiöse Kundgebung für Moschee in Rostock

22.03.2019 ǀ Rostock.  Die Religionsgemeinschaften Rostocks wollen mit einer interreligiösen Kundgebung am Holbeinplatz am Montag (25. März, 16.30 Uhr) dafür eintreten, dass der Islamische Bund ein angemessenes Gebäude für seine Gebete in Rostock errichten kann. Das Grundstück neben dem Botanischen Garten am Holbeinplatz ist im Gespräch als möglicher Ort für den Neubau einer Moschee in Rostock, teilte der mecklenburgische Ökumenepastor Tilman Jeremias am Donnerstag in Rostock mit. Allerdings sollen die Neubaupläne derzeit auf Eis liegen, weil dem Islamischen Bund die finanziellen Mittel fehlen sollen, wie die in Rostock erscheinende "Ostsee-Zeitung" berichtet hatte.

Geplant sind auf der Kundgebung am Montag kurze Redebeiträge von Juri Rosov, Leiter der Jüdischen Gemeinde Rostock, Tilman Jeremias, Pastor für Mission und Ökumene im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, Maher Fakhouri, Sprecher des Islamischen Bunds Rostock und Angie Driesnack für die Bahai-Religion. Wer möchte, könne im Anschluss an der Demonstration "Interreligiöse Solidarität" teilnehmen, die Flagge zeigen soll gegen den islamfeindlichen Aufmarsch der AfD.
Quelle: epd
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