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Matthäus 27, 31-56

Jesu Kreuzigung und Tod

Übersetzung der Luther-Bibel
31 Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.
32 Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trug.
33 Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte,
34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und als er's schmeckte, wollte er nicht trinken.
35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum.
36 Und sie saßen da und bewachten ihn.
37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König.
38 Und da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.
39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe
40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!
41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:
42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz herab. Dann wollen wir an ihn glauben.
43 Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.
44 Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
45 Und von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
47 Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia.
48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.
49 Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elia komme und ihm helfe!
50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.
51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von oben an bis unten aus.
52 Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf
53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
54 Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
55 Und es waren viele Frauen da, die von ferne zusahen; die waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient;
56 unter ihnen war Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

Übersetzung der "Bibel in gerechter Sprache"
31 Nachdem sie ihn verhöhnt hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und seine Kleider wieder an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.
32 Als sie hinauskamen, trafen sie auf einen Mann aus Zyrene mit Namen Simon. Den verpflichteten sie zur Zwangsarbeit, so dass er Jesu Kreuz tragen musste.
33 Als sie zu dem Platz kamen, der Golgota heißt, der auch Schädelplatz genannt wird,
34 gaben sie ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war. Als er ihn schmeckte, wollte er ihn nicht trinken.
35 Als sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider, indem sie das Los warfen,
36 und sie setzten sich hin und beobachteten ihn dort.
37 Über seinem Kopf brachten sie die Begründung seiner Hinrichtung schriftlich an: „Dieser ist Jesus, der König des jüdischen Volkes.“
38 Sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zur Rechten und einen zur Linken.
39 Die vorüberkommenden Menschen schüttelten verächtlich ihre Köpfe und verunglimpften ihn:
40 “Du reißt doch den Tempel ab und baust ihn in drei Tagen wieder auf, rette dich selbst, wenn du Gottes Kind bist und steige vom Kreuz herab.“
41 Ebenso verhöhnten ihn auch die Hohenpriester samt den toragelehrten Männern und Frauen und den Ältesten:
42 „Andere hat er gerettet, sich selbst aber kann er nicht retten. Er ist der König Israels? Soll er doch vom Kreuz herabsteigen und wir wollen ihm vertrauen.
43 er hat Gott vertraut, jetzt soll Gott ihn retten, wenn Gott ihn will. Denn er hat gesagt: ,Ich bin Gottes Kind.’“
44 Auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt wurden, verhöhnten ihn.
45 Von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
46 Um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: „Eli, eli lema sabach thani“ Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
47 Als einige der dort Anwesenden das hörten, sagten sie: „Der ruft Elija.“
48 Und jemand von ihnen lief sofort heran und nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Schilfrohr und gab ihm zu trinken.
49 Die anderen sagten: „Lasst sehen, ob Elija kommt, ihn zu retten.“
50 Jesus aber rief noch einmal mit lauter Stimme und gab den Lebensgeist auf.
51 Und seht, der Vorhang des Tempels riss von oben bis unten in zwei Teile, die Erde bebte und die Felsen barsten,
52 die Gräber öffneten sich und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf.
53 Nach seiner Auferstehung gingen sie aus den Gräbern heraus und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen Menschen.
54 Der Hauptmann und die Leute, die mit ihm Jesus bewachten, sahen das Erdbeben und die anderen Geschehnisse und erschraken sehr. Sie sagten: „Dieser Mensch ist wahrhaftig Gottes Kind.“
55 Und viele Frauen waren dort und beobachteten von ferne. Sie waren Jesus von Galiläa an gefolgt, um mit ihm zu arbeiten.
56 Unter ihnen waren Maria aus Magdala und Maria, die Tochter des Jakobus und Mutter des Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

Rechtshinweis:
Matthäus
Matthäusevangelium (Mt)
Übersetzt von Luise Schottroff.
Aus "Bibel in gerechter Sprache".
Hrsg. Von Ulrike Bail, Frank Crüsemann, Marlene Crüsemann, Erhard Domay, Jürgen Ebach, Claudia Janssen, Hanne Köhler, Helga Kuhlmann, Martin Leutzsch und Luise Schottroff.
(c) by Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München, 2006