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Bei der ersten Predigt als Landesbischof: Dr. Andreas von Maltzahn
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Landesbischof Johannes Friedrich VELKD) bei der Einführung
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Altbischof Hermann Beste übergibt das Amtskreuz an seinen Nachfolger
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Landesbischof von Maltzahn: Himmelsleiterträume statt Turmbau von Babel
Schwerin (ran). Der Wismarer Pfarrer Dr. Andreas von Maltzahn wurde am Sonnabend im Schweriner Dom als mecklenburgischer Landesbischof in sein Amt eingeführt. Die Amtseinführung nahm der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Johannes Friedrich (Bayern) vor. Dabei erhielt er von seinem Vorgänger Hermann Beste auch das Bischofskreuz.
Landesbischof Andreas von Maltzahn predigte im Schweriner Dom bei seiner Einführung über den Traum Jakobs mit der Himmelsleiter, wo Jakob nachts auf einem Stein lag und von Engeln träumte, die auf einer Leiter von der Erde in den Himmel herauf- und herabstiegen.
Für Jakob öffnete sich unverhofft der Himmel, so von Maltzahn, er träumte „von einer Wirklichkeit, die noch nicht ist.“ Diese Leiter sei „der genaue Gegenentwurf zum Turmbau von Babel,“ sagte der Landesbischof. Sie sei himmlisches Geschenk und nicht der selbstgemachte Aufstieg zur Vollkommenheit, etwas, das man nicht „haben“ könne, aber das sei für einen „glücklichen Moment lang der lebendige Gott.“
In drei Abschnitten entfaltete der Landesbischof seine „Träume einer Kirche, die mit wachsender Hingabe zu leben sucht, was ihre ureigenste Sache ist: Pforten zum Himmel zu erschließen.“ Dazu sollten spirituelle Erfahrungen ermöglicht werden, denn „nicht die reine Lehre, sondern lebendige Erfahrung nährt.“ Dafür sei es nötig, nicht fertig mit Gott zu sein, sondern der Christus sei immer wieder zu entdecken.
Sodann „träume ich auch von einer Kirche, in der Menschen zu ihrer Identität finden.“ Hier erinnerte von Maltzahn an sein Aufwachsen in der DDR, wo „Kirche die Gegenwelt zum System“ gewesen sei. Heute seien die Aufgaben grundsätzlicher: „Menschen zu befreien von dem Wahn, sie müßten ihres Glückes Schmied sein.“ Und er zitierte Dorothee Sölle mit dem Satz: „Wir beginnen unsere Suche nach Gott nicht als Suchende, sondern als schon Gefundene.“
In einem dritten Punkt wünschte sich der Landesbischof, daß „die Kirche offen für die neuen Herausforderungen, die Gott uns stellt,“ sei. „Viele Menschen haben Gott heute so sehr vergessen, daß sie ihn nicht einmal ignorieren müssen.“ Auch hier sei es wichtig, „Himmelsleiter statt Turmbau“ zu leben.
Von Maltzahn unterstrich, daß es nötig sei, „die Liebe Gottes neu in unsere Zeit hinein zu sagen und zu leben.“ Erfreulich sei, daß dieses schon in der Kirche lebe.
Der neue Landesbischof schloß seine Predigt, daß Jakob in dieser Nacht ein „Mensch der Verheißung“ geworden sei – „einer Verheißung, die auch über unserem Weg steht.“
Predigt im Wortlaut (150 KB)
(8.9.2007)
Siehe auch:
Bilder und Bilder 2 
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