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Interreligiöse Andacht in der Rostocker Nikolaikirche

MV erinnert an 1.700 Jahre jüdische Geschichte in Deutschland

04.01.2021 ǀ Rostock.  Eine interreligiöse Andacht in der Rostocker Nikolaikirche soll am 13. Januar der MV-Auftakt für das Jubiläumsjahr "#2021JLID" zur 1.700-jährigen jüdischen Geschichte in Deutschland sein. Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) werde an dem offiziellen Auftakt teilnehmen, teilte das Schweriner Justizministerium am Sonntag mit. "Auch wir in MV werden bei diesem Festjahr mit Veranstaltungen und Projekten mitmachen", sagte die Ministerin, die auch für Religionsangelegenheiten zuständig ist. "Bereits über 40 Voranmeldungen und Registrierungen lassen ein abwechslungsreiches Jahr erahnen."

Hoffmeister dankte den vielen Engagierten, Organisationen und Vereinen im Nordosten, die sich an dem bundesweiten Festjahr beteiligen wollen. "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland prägen unser Land", sagte sie. Zur traurigen Wahrheit gehöre aber auch, dass Juden in Deutschland über die Jahrhunderte immer wieder Opfer von Hass und Antisemitismus wurden. "Auch heute spüren wir in unserer Gesellschaft Antisemitismus." Das Festjahr gebe Gelegenheit zu zeigen, dass jüdisches Leben seit 1.700 Jahren "zu uns gehört. Damit setzen wir ein wichtiges Zeichen unseres Zusammenlebens in Toleranz und gegenseitigem Respekt."

Der Beauftragte für jüdisches Leben in MV, Hansjörg Schmutzler: "Noch immer können sich Engagierte anmelden, um beim Festjahr mitzumachen. Uns geht es darum, im gesamten Land die Vielfalt jüdischen Lebens gestern, heute und in Zukunft sichtbar zu machen." Mit dem Verein "321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" (Köln) habe MV eine Kooperation zur Organisation des Festjahrs. Mehrere Bundesländer seien dem Beispiel dieser Kooperation gefolgt. In MV gibt es derzeit zwei jüdische Gemeinden, die zusammen etwa 1.200 Mitglieder haben.

Mit einem Dekret hatte der römische Kaiser Konstantin im Jahr 321 Juden den Zugang zu Ämtern in der Kurie und der Stadtverwaltung Köln erlaubt. Dieses Edikt gilt als die früheste erhaltene schriftliche Quelle zur Existenz von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen im Gebiet des römischen Imperiums.
Quelle: epd

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