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Lukas 15, 1-10

Gleichnisse vom verlorenen Schaf und von der verlorenen Drachme

Bibelzentrum Barth, alte Ausstellung. Foto: R. Neumann
Übersetzung der Luther-Bibel von 1545, letzte Ausgabe von Luthers Hand
1 ES naheten aber zu jm allerley Zölner vnd Sünder / das sie jn höreten.
2 Vnd die Phariseer vnd Schrifftgelerten murreten / vnd sprachen / Dieser nimpt die Sünder an / vnd isset mit jnen.
3 Er saget aber zu jnen dis Gleichnis / vnd sprach /
4 Welcher Mensch ist vnter euch der hundert Schafe hat / vnd so er der eines verleuret / der nicht lasse die neun vnd neuntzig in der Wüsten / vnd hin gehe nach dem verlornen / bis das ers finde?
5 Vnd wenn ers funden hat / so leget ers auff seine Achseln mit freuden.
6 Vnd wenn er heim kompt / ruffet er seinen Freunden vnd Nachbarn / vnd spricht zu jnen / Frewet euch mit mir / Denn ich habe mein Schaf funden / das verloren war.
7 Jch sage euch / Also wird auch freude im Himel sein / vber einen Sünder / der busse thut / fur neun vnd neunzig Gerechten / die der busse nicht bedürffen.
8 OD er / welch Weib ist / die zehen Grosschen hat / so sie der einen verleuret / Die nicht ein Liecht anzünde / vnd kere das Haus / vnd suche mit vleis / bis das sie jn finde?
9 Vnd wenn sie jn funden hat / ruffet sie jren Freundinnen vnd Nachbarinnen / vnd spricht / Frewet euch mit mir / Denn ich habe meinen Grosschen funden / den ich verloren hatte.
10 Also auch / sage ich euch / wird freude sein fur den Engeln Gottes / vber einen Sünder / der busse thut.