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Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lichtenhagen Dorf - Wir über uns

Geschichte


Geschichte auf einen Blick
Daten zur Geschichte von Lichtenhagen Dorf finden Sie auf der kommunalen Seite Elmenhorst-Lichtenhagen

1228      Bau einer Holzkirche (Datum gesichert durch
              dendrochronologische Untersuchungen 2015)
1264      erste urkundliche Erwähnung von Lichtenhagen, Pfarrer Burchard
1319      erste Kirchspielurkunde Parochie „Lychtenhagen“
1373      Bau der dreijochigen Stufenhalle der Kirche
1479      Ewigkeitsglocke, gegossen von Andreas Ribe, Rostock
1514      Turm der Kirche mit achteckigem Turmdach (Bischofsmütze)
1619      Kanzel, von den damaligen Vorstehern der Gemeinde gestiftet
1686      erste Grundsanierung der Kirche
1860      Bau des jetzigen zweigeschossigen Pfarrhauses
1886      Gottesdienstglocke, gegossen von Eduard Albrecht, Wismar
1887-93 zweite Grundsanierung mit dem Einbau seitlicher Emporen und
               einem neugotischen Altar von G. L. Möckel
1894      Überarbeitung der Gewölbemalerei im Chorraum des 14. Jahrhunderts
1895      Bau der Pfarrscheune
ab 1967 Nutzung der Kirche durch die evangelischen Gemeinden Lütten Klein und
              bis 2000 Lichtenhagen Stadt
1970-83 Nutzung der Kirche durch die katholische Gemeinde im
               Rostocker Nordwesten, jetzt in der Thomas-Morus-Kirche
1967-76 dritte Sanierung: Einbau einer elektrischen Fußbodenheizung,
               Abriss der seitlichen Emporen, Südsakristei neu eingerichtet,
               Neugestaltung des Kircheninnenraums
1976      Bau der Jehmlich-Orgel
1994      Pastorin Anke Kieseler
1996      Gründung des „Fördervereins zur Erhaltung des
              Kirchenensembles Lichtenhagen“

1998      vierte Grundsanierung: Kirchturm Lichtenhagen
1999      am 10.1. Aufsetzen der vergoldeten Kugel und Hahn
2000      am 19.3. erstmaliges Läuten der Glocken nach der Restaurierung
2001      Dach des Kirchenschiffes erneuert
2004-06 Erneuerung der Bleiglasfenster
2005      Dach des Chorraumes und der Sakristeien erneuert
2006      Reinigung und Reparatur der Gewölbemalereien
2014      Ersatz der im 2. Weltkrieg verloren gegangenen drei Glocken,
              Bachert Karlsruhe

Die Geschichte des Dorfes Lichtenhagen beginnt mit dem Aufruf des Heinrich Borwin I., Fürst zu Mecklenburg und Herr zu Rostock, aus dem Jahre 1200, der »von nah und fern christliche Siedler« einlud, sich in dem »menschenarmen und dem Dienst der Dämonen ergebenen Lande« anzusiedeln.
Diese Urkunde einer Besitzübereignung vom 27. Juli 1264 mit der Nennung der Zeugen dieses Aktes ist zugleich der erste schriftliche Nachweis über die Existenz eines Dorfes mit dem Ortsnamen Lichtenhagen und eines namentlich genannten Priesters. Wo ein Priester als Zeuge genannt wird, kann mit Sicherheit auf das Bestehen einer Kirche geschlossen werden. 1264 gab es also ein Dorf Lichtenhagen mit Kirchgemeinde.

Lichtenhäger Pastoren
Die »Parochie Lychtenhagen« kommt 1319 zum ersten Mal urkundlich vor und wird später öfter erwähnt. Aber einen Kirchherrn nennen die Urkunden schon 1264 und der Bau der Kirche selbst weist in seinen Anfängen schon auf eine Zeit. Zeit. Um 1264 heißt der Pfarrer Burchard (Borchardus). Vierzig Jahre später wird Rudolphus als solcher genannt und Ende des XlV. Jahrhunderts ist es Hermann Lange.
Um 1429 gibt es den Pastor Heinrich von Gummern, ein Mitglied der Familie von Gummern, der das Dorf gehört.
Ein Grabstein in der Kirche nennt gleichzeitig mit ihm einen Kleisker Donsebeck, der 1431 stirbt.
Ein anderer Lichtenhäger Pfarrer des XV. Jahrhunderts ist Nikolaus Dömelow, dessen Grabstein auf dem Lichtenhäger Kirchhof noch erhalten ist.
Ferner wird 1467 noch ein Kirchherr Herwich aus der mit den von Gummern eng verbundenen Familie Kruse genannt.
Bis 1514 war ein Pfarrer Adam im Amt, der in diesem Jahr zu Gunsten eines anderen, des Nikolaus Spreth, auf sein Amt verzichtet.
1541 heißt der Pastor Marten Mönnich.
1586 übernimmt Nikolaus Boddeker den Dienst, er war zuvor Mönch in Dreveskirchen.
1612 folgt Heinrich Reukius (Reuchius), diesem Gideon Schultz.

Er folgten:
1653 Markus Lobes
1655 Nikolaus Rohde
1668 Johannes Schwengebeck
1712 Johannes Schwengebeck (Sohn)
1717 Johann Wepperling
1722 Martin Jakob Sasse
1745 Joh. Heinrich Halsten
1773 D. E. H. Holsten (Sohn)
1780 Johann Martin Meuter
1810 Carl Friedrich Christian Brunswig
1856 Johann Wilhelm Wöhler, Dr.
1879 E. Magnus Hugo Christ/Qtto Staak
1885 Hermann Heinrich Friedrich Homburg
1908 Gottlieb Ludwig Jul. Carl Lehnhardt
1945 Erich Rathmann
1970 Peter Friedrich
1980 Gottfried Siegmund
1982 Elisabeth Krummacher
seit 01.09.1994 Anke Kieseler