Pommersche Landessynode diskutiert über Leitbild
Greifswald (ran). Die Frühjahrssynode der Pommerschen Evangelischen Kirche wurde am Sonnabend mit einer kontroversen Aussprache über das vorgelegte Leitbild fortgesetzt. Es sei nur für die innerkirchliche Verständigung geeignet wurde kritisiert und sei nur Vergewisserung einer Gruppe und daher nur bedingt nach außen zu vermitteln. Ebenso wurde die Enttäuschung geäußert, daß man kein Handlungskonzept bekommen hätte. Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit erinnerte daran, daß im Jahr 2001 der Ausgangspunkt des Leitbildprozesses eine finanzielle Krise gewesen war. „Wir brauchen nicht nur den Streit um den Haushaltsplan sondern auch Selbstvergewisserung,“ betonte Abromeit, er stehe „hinter jedem dieser Sätze.“
Pfr. Michael Mahlburg (Eixen) sagte vor der Synode, daß der Leitbildprozeß in den Gemeinden teilweise sehr gut gelaufen sei. Aber die finanzielle Situation stehe im Kontrast zu dieser und zitierte die Stimme aus einer Gemeinde: „Jetzt haben wir ein Leitbild und nun nehmen sie uns den Pfarrer weg.“ Auch Superintendent Thomas Höflich (Demmin) schätzte die Leitbilderstellung in Gemeinden und Diensten als positiv ein, doch wurde sie „zunehmend problematisch, je mehr sie sich von der Gemeinde entfernt hat.“ Daher schlug er vor, auf dieser Synode noch nicht über ein Leitbild zu entscheiden, sondern nun müsse der Prozeß der Diskussion für die Gemeinden eröffnet werden. Andere Synodale forderten den Verzicht auf ein Leitbild, das notwendigerweise allgemein sein müsse.
Im Hinblick auf die finanziell immer enger werdende Lage der Gemeinde warb Hans-Jürgen Abromeit dafür, die Leitbilddiskussion dennoch fortzusetzen: „ Kann uns die Wucht der Finanzfrage davon befreien zu fragen, zu welcher Botschaft wir stehen? Die Beschlußfassung über das Leitbild soll am Sonntagnachmittag erfolgen. (23.4.2005)

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