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Pommersches Diakonisches Werk für Verschmelzung mit Mecklenburger Diakonie

 

Greifswald (ran). Eine Auflösung des Pommerschen Diakonischen Werkes zum Jahresende ist vom Tisch. Die Mitgliederversammlung des Landesverbandes des Diakonischen Werkes hat am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit die Weichen für eine Verschmelzung mit der Mecklenburger Diakonie gestellt. Der Verwaltungsrat des Werkes hatte den Mitgliedern zu Beginn eine Verschmelzung der beiden Werke vorgeschlagen, die im ersten Halbjahr 2006 rückwirkend zum 1.1.2006 beschlossen werden soll.

 

Von den bisher strittigen Fragen, die im Herbst 2004 zum Scheitern der Verschmelzung im ersten Anlauf geführt hatten, sind inzwischen viele gelöst, bzw. werden im Verlauf des Zusammengehens gelöst werden, sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, OKR Hans-Martin Moderow. Er wies in seinem Bericht auf die in Verhandlungen erreichten Ergebnisse hin, daß auch in Greifswald eine Geschäftsstelle vorgehalten werden und daß bei einer Neuwahl des Vorstandes auch ein Mitglied aus Pommern Berücksichtigung finden solle.

 

In den Bereichen Arbeitsrecht, Mitarbeitervertretungsrecht, personelle Besetzung, Referent/Geschäftsführer Suchbereich, Kreisdiakonische Werke sowie der Kinder- und Jugendhilfearbeit sind nach Beschluß der Mitgliederversammlung noch offene Fragen zu verhandeln. Dr. Ehricht wertete die im August an die Mitglieder verschickten Eckdaten der Verhandlungen als Grundlage: „Substantielle Veränderungen wird es nicht geben.“

 

Deutlich kritisierten die beiden Vorstände den Beschluß der Pommerschen Landessynode vom Juni 2005, die die Stelle des Landespfarrers ab 2006 entfallen läßt. Gerade in dieser Situation brauche man einen handlungsfähigen Vorstand, meinten sie. Auch andere Mitglieder sehen eine zunehmende Entfernung von Kirche und Diakonie, wurde in der Aussprache deutlich, dabei seien viele Menschen nur wegen der Arbeit der Diakonie noch in der Kirche sagte eines der Mitglieder.

 

Breiten Raum nahm in der Debatte die Zukunft der ambulanten Dienste in den vier Kreisdiakonischen Werken der Pommerschen Kirche ein, die in Pommern eigenständig in den Kirchenkreisen verantwortet werden, wogegen die ambulanten Dienste in der Nachbarkirche oft an stationäre Einrichtungen angebunden sind. Positiv wurde hervorgehoben, daß in den Verhandlungen mit der Mecklenburger Diakonie die Bedeutung der Kreisdiakonischen Werke gesehen und ihr Erhalt als erforderlich gehalten wurde. Diakoniepfarrer Dr. Ehricht hält ein Zusammengehen „als nach wie vor sinnvoll und als ein Gebot der Vernunft.“

 

Auf die Frage von Mitgliedern, welche Bedeutung der zu fassende Beschluß habe, meinte Dr. Ehricht vor der Abstimmung: „Ich denke, wir haben den Punkt erreicht, ab dem es keine Rückkehr mehr gibt.“ (19.10.2005)

 


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