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Pommersche Landessynode

Landessynode bittet Bischof Abromeit, auch weiterhin bereitzustehen

13.11.2011 | Greifswald (rn). Die Landessynode der Pommerschen Evangelischen Kirche hat Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit gebeten, auch über seine Amtszeit hinaus, die im September 2013 endet, als Bischof in Greifswald im Sprengel Mecklenburg und Pommern zur Verfügung zu stehen.

Im Zuge des Übergangs zur Nordkirche sollen die bisherigen bischöflichen Personen durch die Verfassunggebende Synode in nordkirchliche Ämter übergeleitet werden. Da die Amtszeit von Bischof. Dr. Hans-Jürgen Abromeit im September 2013 endet, bat er um ein Votum des pommerschen synodalen Gremiums.

In geheimer Abstimmung befürworteten von 52 Synodalen 33 Mitglieder diese Frage, 16 stimmten mit Nein bei drei Enthaltungen.

Präses Dr. Rainer Dally sagte nach der Abstimmung: „Ich freue mich als Präses der Landessynode und als Synodaler über dieses Abstimmungsergebnis und bitte den Bischof, auch nach Ablauf seiner Amtszeit für uns als Bischof zur Verfügung zu stehen.“

Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit bedankte sich für das Votum der Synode: „Ich möchte mich herzlich bei all denen bedanken, die mir das Vertrauen ausgesprochen haben und wünschen, dass ich auch in Zukunft mit meiner Kraft, mit meinen Überlegungen und mit allem, was ich einzubringen habe für unsere Pommersche Evangelische Kirche weiterarbeiten soll. Das hilft mir sehr, bei der Frage, ob ich mich zur Verfügung stellen soll. Die Entscheidung fällt ja erst im Januar auf der Verfassunggebenden Synode.“

Die Landessynode dankte dem Bischof für seinen Bericht über die bisherigen zehn Jahre seiner Amtszeit. Darin zeige sich „eindrücklich die Geschichte der Pommerschen Evangelischen Kirche im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts und die Herausforderungen vor die sie gestellt ist.“ Sie würdigte das Engagement des Bischofs auch in gesellschaftlichen Fragen und hebt die Offenheit hervor „in der er sich mutig sowohl in diesen als in theologischen Fragen posistioniert hat, auch wenn er sich dadurch innerkirchlich wie in der Öffentlichkeit angreifbar gemacht hat.“ Die Synode dankte ihm für „die ausserordentliche Leistung und Einsatzbereitschaft im Prozess der Fusion zur Nordkirche.“

Hintergrund:
Im Zusammenhang mit dem Einführungsgesetz zur Nordkirche ist vorgesehen, daß die Bischöfe in die Nordkirche übergeleitet werden. Da der mecklenburgische Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn eine Amtszeit bis 2018 hat, soll auch der pommersche Bischof eine entsprechend lange Amtszeit erhalten, damit bis 2018 zwei Bischöfe im Sprengel Mecklenburg und Pommern amtieren und in beiden Sprengelbereichen die Fusion mit den bisher handelnden Personen vollendet werden kann. Von 2012 bis 2018 währt die erste Legislaturperiode der Nordkirche. Die Amtszeit von Dr. Abromeit geht bis Ende September 2013. Die Dauer seiner Überleitung ist bis 2018 vorgesehen. Danach soll es nur eine bischöfliche Person im Sprengel Mecklenburg und Pommern geben.

Da es aber für eine Amtszeit von 2013 bis 2018 aus rechtlichen Gründen kein erneutes Mandat einer pommerschen Landessynode für die Fortsetzung des Bischofsamtes geben kann, stellt Bischof Dr. Abromeit der Synode diese „geistlich-persönliche Frage“, ob er so, wie im Überleitungsvorschlag vorgesehen, für diese Zeit als Bischof in Greifswald für den Teilsprengel Pommern des Sprengels Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stehen soll.
Eine Verlängerung der Amtszeit eines pommerschen Bischofs ist laut geltender Gesetzeslage durch die Bischofswahlkommission möglich. Diese gibt es aber mit Beginn der Nordkirche nicht mehr, ebenfalls keine pommersche Landessynode. Vor Beginn der Nordkirche kann keine Verlängerung ausgesprochen werden, da eine Entscheidung so lange vor dem Ende der Amtszeit rechtlich nicht gut möglich ist.