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Neujahrsempfang

Landesorden an drei verdienstvolle Bürger

Eine der Auszeichnungen erhält Christoph de Boor.
13.01.2020 ǀ Stralsund.  Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wird auf ihrem Neujahrsempfang am heutigen Montag in Stralsund drei Landesorden verleihen. Ausgezeichnet werden der Theologe Christoph de Boor für sein Engagement für die Friedliche Revolution, die ehemalige Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts Hannelore Kohl und der Goalball-Sportler Reno Tiede. Alle seien auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Land verbunden, sagte Schwesig am Sonntag. "Sie wollen bewegen und mitgestalten."

Christoph de Boor (58) habe die Friedliche Revolution in Waren (Müritz) von Anfang an mitgestaltet und seine Wohnung als Versammlungsort zur Verfügung gestellt, betonte die Regierungschefin. "Das war mutig. Wer kam, musste damit rechnen verhaftet zu werden." Es folgten Versammlungen in den Räumen der Gemeinde und schließlich die erste Demonstration im heutigen MV. De Boor sei als "Warener Bürger und Vikar" dabei gewesen. Von 1990 bis 1994 war er Sozialdezernent beim Landkreis Waren. 1994 kam er zur Diakonie und hat die Zusammenlegung zweier Diakoniewerke gestaltet. Er war Mitglied der ersten Landessynode der Nordkirche und ist in vielen kirchlichen Gremien aktiv.

Hannelore Kohl (71) sei lange "das Gesicht der Rechtsprechung" in MV gewesen, sagte Schwesig. Sie war von 1997 bis zu ihrem Ruhestand 2013 Präsidentin des Oberverwaltungsgerichtes und damit die erste Frau an der Spitze eines deutschen Oberverwaltungsgerichtes. Von 2008 bis 2017 war sie außerdem Präsidentin des Landesverfassungsgerichtes. Ihre Arbeit sei geprägt gewesen von Höflichkeit, Weisheit, Vernunft und Überparteilichkeit. Darüber hinaus ist sie in der Rostocker Bürgerinitiative "Bunt statt braun" und im Verein "Gegen das Vergessen - für Demokratie" engagiert. Sie ist Vorsitzende der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft in Greifswald und der Ehrenamtsstiftung MV.

Reno Tiede (29) ist seit seiner Jugend erfolgreicher Goalballer, einer Ballsportart für Sehbehinderte: Jugendweltmeister, Kapitän der Nationalmannschaft, Vizeweltmeister und Europameister. Er wolle seine Sportart in die Mitte der Gesellschaft rücken, betonte die SPD-Politikerin. "Seine Heimatstadt Rostock will er als Goalballstandort Nummer 1 entwickeln." Seit drei Jahren sei Rostock einer von zwei paralympischen Trainingsstützpunkten in Deutschland.
Quelle: epd

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