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Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs

Landeskirche

Zur Geschichte
Nach dem Sieg Heinrich des Löwen 1160 u?ber die Obotriten und nach der Verlegung des gleichfalls 1160 wiederbegru?ndeten Bistums Mecklenburg nach Schwerin (zwischen 1160 und 1170) begann seit der Mitte des 12. Jahrhunderts die Christianisierung Mecklenburgs. Erster Bischof von Schwerin wurde 1166 der Zisterzienser Mönch Berno (gestorben 1191). 1171 wurde der erste Schweriner Dom geweiht. 1168 ist das Gru?ndungsdatum des Zisterzienserklosters Bad Doberan, dem das beru?hmte Mu?nster zu verdanken ist (geweiht 1368). Um 1500 lebten in Mecklenburg 1800 Pfarrer und Vikare und 500 Mönche bei 130.000 Einwohnern. Es gab damals eine opferbereite Frömmigkeit im Lande und rege Wallfahrten zur Verehrung des ?Heiligen Blutes? in Schwerin, Gu?strow, Sternberg, Doberan und Krakow.
Die Anfänge der Reformation in Mecklenburg sind in der Hansestadt Rostock zu suchen. Hier predigte Joachim Slu?ter bereits um 1523 nach evangelischer Lehre. Erst 1549 beschloss der damalige Landtag die Einfu?hrung der Reformation fu?r ganz Mecklenburg. 1552 wurde die lutherische Kirchenordnung eingefu?hrt, die mit leichten Veränderungen bis zum Beschluss u?ber die neue Verfassung im Jahr 1922 galt. Im 19. Jahrhundert festigte sich die Landeskirche vor allem durch das Wirken von Oberkirchenrat Theodor Kliefoth. Er sorgte von einem konservativen Luthertum aus fu?r die Prägung der Landeskirche in liturgischer und struktureller Hinsicht.
Nach der Trennung von Staat und Kirche durch die Weimarer Reichsverfassung gaben sich 1920 Mecklenburg-Strelitz und 1922 Mecklenburg-Schwerin eine eigene Kirchenverfassung. Diese Kirchenverfassung wurde von 1971 an durch verschiedene Ordnungen im Verfassungsrang abgelöst, ein Beispiel ist die Kirchgemeindeordnung.
 
Die Kirche heute - Mitglieder und Pfarrstellen
In Mecklenburg-Vorpommern gehören rund 80 Prozent der Bevölkerung keiner Konfession an. Viele Menschen kennen Glauben und Kirche bereits seit zwei bis drei Generationen nicht mehr. Die Mecklenburgische Landeskirche hat rund 194.000 Gemeindeglieder, das sind in dem du?nn besiedelten Bundesland mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern 18 Prozent evangelische Christen. Die Zahl der Taufen liegt konstant bei zirka 1700 im Jahr. Durchschnittlich 20 Prozent der Getauften eines Jahres sind Erwachsene. Knapp 5 Prozent der Bevölkerung in MV sind Katholiken, 2 Prozent sind Mitglieder von Freikirchen. Andere Religionen wie der Islam spielen im Lande kaum eine Rolle. In der der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, die sich in fu?nf Kirchenkreise strukturiert, sind 235 Pastorinnen und Pastoren, davon 200 in den 270 Kirchgemeinden, und rund 900 Mitarbeitende tätig. Auf dem Lande sind sie oft fu?r geografisch große Gebiete zuständig. Zu einer Kirchgemeinde können durchaus 30 Ortschaften mit vier, acht oder mehr Kirchen gehören. Hintergrund ist in der Regel, dass aus 2 fru?her zwei, drei oder vier Kirchgemeinden heute eine Kirchgemeinde oder ein Kirchgemeindeverband geworden ist.
Die Zahl an Pfarrstellen in Mecklenburg ist seit 2004 konstant geblieben, weil die Landeskirche in der Fläche präsent bleiben möchte. Der Ru?ckgang von 292 Stellen im Jahre 1993 auf aktuell 200 Gemeindepfarrstellen ging mit einem Zusammengehen von kleinen Kirchgemeinden zur größeren Strukturen einher und hatte ebenso mit einer nötigen Anpassung der Stellenplanung inklusive der Verwaltung an die Mitgliederzahlen zu tun.
Weitere Informationen: Informationen Mecklenburg (80 KB)
 
Kirchenfusion
Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs befindet sich im Fusionsprozeß mit der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche. Informationen hierzu finden Sie auf der Seite: www.kirche-im-norden.de
 
Weitere Informationen: Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern