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Landeskirche bündelt Verwaltungen der Kirchenkreise

Zentrale künftig in Schwerin / Außenstellen in Güstrow und Neubrandenburg

04.04.2011 | Schwerin (cme). Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs bündelt ihre Kirchenkreisverwaltung: Zentraler Standort wird Schwerin, daneben gibt es künftig zwei Außenstellen in Güstrow und in Neubrandenburg. Ursprünglich gab es in jedem der fünf Kirchenkreise innerhalb der Landeskirche eine eigene Verwaltung.

Die Landessynode hatte im Vorjahr die Veränderungen beschlossen. Daraufhin waren bereits im Herbst 2010 die Verwaltungen in Rostock, Waren und Güstrow in der Barlachstadt vereint worden. Hier wird unter anderem schrittweise die gesamte Friedhofsverwaltung für Mecklenburg gebündelt. Im zweiten Schritt werden bis Jahresende 2011 die Verwaltungen Parchim und Wismar in Schwerin zusammengeführt und die Verwaltung in Neubrandenburg zur Außenstelle profiliert.

„Die zentrale Kirchenkreisverwaltung wird in ein Gebäude des früheren Post- und Fernmeldeamtes der Landeshauptstadt einziehen“, informierte Oberkirchenrat Andreas Flade heute (4. April 2011) in Schwerin. Das Haus liegt am Fuße des Domes zwischen Mecklenburg- und Bischofstraße und unweit des Schweriner Hauptbahnhofs. Das nach 1990 von der Deutschen Telekom sanierte und genutzte Gebäude hat die Landeskirche käuflich erworben. Die Büroräume für die rund 60 Mitarbeitenden werden in den kommenden Monaten hergerichtet. Für den barrierefreien Zugang von der Bischofstraße ist der Einbau eines Fahrtstuhls vorgesehen. Insgesamt investiert die Kirche samt Kaufsumme rund 1,3 Million Euro in das Gebäude.

„Der Umbau der Kirchenkreisverwaltung ist zwar unabhängig von der geplanten Fusion zur Nordkirche geplant worden, das Vorhaben sichert aber zugleich dem künftigen Kirchenkreis Mecklenburg gute Startbedingungen“, unterstreicht Oberkirchenrat Flade. Hintergrund: Im Zuge der geplanten Fusion der drei evangelischen Kirchen in Norddeutschland zu Pfingsten 2012 wird aus der Mecklenburgischen Landeskirche einer von 13 Kirchenkreisen zwischen Usedom und Flensburg.

„Neben der zentralen Kirchenkreisverwaltung wird der Landesbischof der künftigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland in Schwerin seinen Sitz haben“, so Andreas Flade. Zudem sei vorgesehen, dass im jetzigen Gebäude des Oberkirchenrates in der Münzstraße 8-10 eine Außenstelle des gemeinsamen Kirchenamtes in Kiel eingerichtet wird. „Bei der gesamten Neuordnung sind Kündigungen ausgeschlossen“, ergänzt der Oberkirchenrat. „Allen derzeit Beschäftigten im Oberkirchenrat und in den Kirchenkreisverwaltungen wird ein Arbeitsplatz garantiert. Außerdem sind entsprechende Sozialpläne vereinbart worden.“