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Nordkirchen Kampagne zum Religionsunterricht

Landesbischöfin: Kinder haben ein Recht auf religiöse Bildung

Das aufblasbare Kuppelzelt „Reli-Dome“ bietet bis zu 70 Menschen Platz für Diskussionen und Austausch.
28.09.2019 ǀ Schwerin.  Kinder und Jugendliche haben den Worten von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ein Recht auf religiöse Bildung. Sie unterstütze Schüler und Schülerinnen in der Entwicklung ihrer Identität und fördere ihre Orientierung in einer multireligiösen Gesellschaft, sagte die Landesbischöfin am Freitag. Gemeinsam mit dem katholischen Erzbischof Stefan Heße hatte sie am Schweriner Pfaffenteich den "Reli-Dome" besucht und mit Schülern und Lehrkräften über den Religionsunterricht diskutiert.

Der "Reli-Dome", ein aufblasbares Kuppelzelt, begleitet seit Anfang September die Kampagne "Raum für Fragen. Mein Religionsunterricht." der evangelischen Nordkirche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Im Zentrum der Kampagne stehen zwölf Schüler-Fragen wie zum Beispiel: "Bin ich mehr als die Summe meiner Likes?", "Ist es Gott egal, wen ich liebe?" oder "Bin ich mehr wert, wenn ich Geld habe?". Letzte Station des "Reli-Domes" ist am Sonntag (29. September, 14 Uhr) der Marktplatz in Boizenburg.

Religiöse Bildung leiste einen wesentlichen Beitrag zu den wichtigen gesellschaftlichen Fragen, betonte Erzbischof Heße. "Dazu gehört, dass Heranwachsende unterschiedlichen Glaubens oder auch Nicht-Religiöse miteinander reden, friedlich miteinander umgehen werden und Toleranz einüben." Daher sei religiöse Bildung wichtig für das friedliche Zusammenleben.

Die Gespräche während der Kampagne hätten deutlich gezeigt, so Kühnbaum-Schmidt, dass Kindern und Jugendlichen der Religionsunterricht wichtig sei. "Er bietet ihnen Raum für Fragen ihres Lebens." Er helfe bei der Suche nach eigenen Antworten zu Fragen, die in anderen Fächern so nicht beantwortet werden können. Dazu zählten die Bedeutung von Liebe, Hoffnung und Gemeinschaft sowie nach dem Sinn von Trauer und Tod.

Pastor Hans-Ulrich Keßler, Leiter des Pädagogisch-Theologischen Instituts und verantwortlich für die Kampagne, zog in Schwerin ein positives Fazit. Ziel sei es gewesen, die Wertschätzung des Religionsunterrichts in die Öffentlichkeit zu bringen. "Das ist gelungen." Es habe über 320 Schüler-Interviews mit Interessierten gegeben, 400 Radiospots, Presseberichte und zahlreiche Kommentare in den Sozialen Medien. Teil der Kampagne waren auch 64 Banner an 40 Kirchtürmen, mehr als 200 Plakatwände mit den Motiven der Kampagne und 200.000 Citycards in Kneipen, Kinos und Restaurants.
Quelle: epd

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