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Opferschutz

Land will Opferambulanzen stärker fördern

11.08.2017 ǀ Schwerin/Greifswald.  Die Landesförderung für die beiden Ambulanzen für Opfer von Gewalttaten in Mecklenburg-Vorpommern soll nach dem Willen des Sozialministeriums 2018 und 2019 von bislang 60.000 Euro auf 80.000 Euro pro Jahr erhöht werden, eine Steigerung um ein Drittel. Der Landtag muss über die Förderung noch im Rahmen Haushaltsberatungen entscheiden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Die beiden Einrichtungen an den rechtsmedizinischen Instituten der Universitäten Rostock und Greifswald dokumentieren seit 2011 kostenlos und gerichtsfest auch dann Verletzungen, wenn die Opfer noch keine Strafanzeige erstattet haben.

Es gehe ihr um verbesserte Hilfen für Gewaltopfer und eine bessere Zusammenarbeit, "um Gewaltkreisläufe zu durchbrechen und Prävention zu betreiben", sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Donnerstag beim Besuch der Greifswalder Einrichtung. Die Ambulanzen seien ein wichtiger Bestandteil des Opferschutzes im Land. "Opfer dabei zu unterstützen, Ansprüche später auch strafrechtlich durchsetzen zu können, ist wichtig." Die Anzahl der durchgeführten gerichtsfesten Befunddokumentationen und der weiteren Vermittlungen sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.
Quelle: epd