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82.000 Euro für die Sanierung

Land MV unterstützt einstiges Elendenhaus in Pasewalk

01.11.2019 ǀ Pasewalk.  Die Evangelische Kirchengemeinde Pasewalk erhält für die Sanierung des ehemaligen Elendenhauses rund 82.000 Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Dies kündigte die CDU-Landtagsabgeordnete Beate Schlupp am Freitag an. Das vor etwa 600 Jahren errichtete Gebäude ist einsturzgefährdet. Der zweigeschossige Backsteinbau ist neben Teilen der Stadtmauer das einzige nicht-kirchliche Bauzeugnis aus dem Mittelalter in Pasewalk. Die Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro. Zuvor hatte sich schon die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 100.000 Euro an der Sanierung beteiligt. Weitere Gelder kommen vom Bund und der Kirche.

Der Backsteinbau steht an der südlichen Mauer des großen Kirchhofs von St. Marien. Die ursprüngliche Nutzung ist laut Denkmalstiftung unbekannt. Wahrscheinlich sei das Gebäude zwischen 1350 und 1400 als Wohnhaus errichtet worden - vermutlich von der an die Marienkirche angegliederten Pasewalker Elendenbruderschaft. Diese Bruderschaften bauten Häuser für die Armen- und Krankenpflege, von denen jedoch nur das Gebäude in Pasewalk erhalten sei.

Nach Auflösung der Bruderschaften in der Reformation ging das Haus ins Eigentum von St. Marien über und diente bis 1563 als Spital. Danach wurde es bis ins 20. Jahrhundert als Wohnung für Kirchenbedienstete und im Anschluss als Pfarrbüro und Büro des Kantors genutzt. Im September 2017 mussten die Büros wegen des bedrohlichen Zustands des alten Hauses geschlossen werden.
Quelle: epd

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