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Bischofskandidaten: Dr. Andreas von Maltzahn (li.) und Kirchenrat Martin Scriba
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Mecklenburgische Landessynode wählt am Freitag neuen Landesbischof
Plau am See (ds). Schwerpunkte der 3.Tagung der XIV. Landessynode sind die Wahlen des neuen Landesbischofs und der Kirchenleitung, der Bericht von Landesbischof Hermann Beste, der Kirchenleitung und des Oberkirchenrates, sowie der Bericht des Diakonischen Werkes. Von großem Interesse sind auch die Beratungen über die weitere Kooperation mit der Pommerschen Evangelischen Kirche und der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Thementag, der im Zusammenhang mit dem G-8 Gipfel vorbereitet wurde und unter dem Leitwort steht: “…damit die Globalisierung dem Leben dient.“
Von besonderer Bedeutung für die Landeskirche ist die Wahl des neuen Landesbischofs. Als Kandidaten werden Propst Dr. Andreas von Maltzahn und Kirchenrat Martin Scriba vorgestellt. Die Amtszeit des Bischofs beträgt regulär 12 Jahre. Die Vorstellung der Kandidaten ist in nichtöffentlicher Sitzung für Donnerstag Abend und die Wahl am Freitag Nachmittag vorgesehen. Der jetzige Landesbischof Hermann Beste, dessen Dienst am 31.7.2007 endet, wird den Synodalen seinen Abschlußbericht vorlegen.
Ein besonderes Ereignis in der Anfangszeit einer neuen Synode ist auch die Wahl der Kirchenleitung, die in einem Zeitraum von sechs Jahren die Landeskirche gemeinsam mit dem Landesbischof und dem Oberkirchenrat zwischen den Synodaltagungen leitet. Über die Verhandlungsgegenstände der Kirchenleitung wird die Synode jährlich informiert. Diesmal erhält die Synode durch einen längeren Abschlußbericht der bisherigen Kirchenleitung einen genaueren Einblick in einzelne Arbeitsschwerpunkte, wie Kooperation und Partnerschaften mit anderen Landeskirchen, Kontakte zum Landtag und zur Landesregierung, Baugeschehen, Entscheidungen zu konzeptionellen Fragen, Begleitung wichtiger Ereignisse, Personalentscheidungen.
Im Bericht des Oberkirchenrates (OKR) wird für das Jahr 2006 aus den verschiedenen Dezernaten des OKR und aus den verschiedenen Werken und Diensten in der Landeskirche selbst berichtet. Einige Schwerpunkte seien genannt: Das Amt für Gemeindedienst berichtet über die vielfältigen Projekte, in denen sich haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in den Gemeinden über die Zukunft der Kirche verständigen, in denen sie geistliches Leben und die Reflexion des Glaubens üben. Die Ausbildung von Lektoren und Prädikanten sowie der Besuchsdienst in den Gemeinden spielen eine besondere Rolle. Als eine gemeinsame Einrichtung der mecklenburgischen und pommerschen Landeskirche berichtet die Evangelische Akademie über zahlreiche Veranstaltungen, die mit unterschiedlichsten Themen für verschiedene Zielgruppen angeboten wurden. Damit fördert sie den Dialog über Kirchengrenzen hinweg und bringt protestantische Positionen im gesamtgesellschaftlichen Diskurs zur Sprache. Das Kirchliche Bildungshaus berichtet über unterschiedliche Angebote in der Aus- und Weiterbildung kirchlicher Mitarbeiter, das Frauenwerk, die Evangelische Schulstiftung, die ökumenische Telefonseelsorge und viele andere Werke geben Einblick in die Vielfalt kirchlichen Lebens in unserer Landeskirche.
Im Anhang des Berichtes des Oberkirchenrates finden sich die aktuellen Zahlen: Die Gesamtzahl der Gemeindeglieder beträgt derzeit 208.532. 1.739 Kinder und Erwachsene wurden getauft.
Im Bericht des Diakonischen Werkes geht es schwerpunktmäßig um das christliche Profil in der Diakonie, um Initiativen von Kirche und Diakonie gegen die Armut, um Qualitätsmanagement und das Freiwillige Soziale Jahr, das von einer großen Zahl junger Menschen im Bereich des Diakonischen Werkes nachgefragt und wahrgenommen wird.
Ein Höhepunkt auf der Synode wird am Sonnabend die Auseinandersetzung mit der Problematik der „ Globalisierung“ sein. Dieser Thementag ist eine Reaktion auf die Herausforderung der Globalisierung auch für die Christen in unserem Land. Er soll die Gemeinden ermutigen, sich den Themen des konziliaren Prozesses für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung verstärkt zuzuwenden und zugleich ein Signal für politische Entscheidungsträger sein.
Vier Referate, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Globalisierung beschäftigen und die Beratungen in 7 Arbeitsgruppen zu Fragen von Armut, Landwirtschaft, Welthandel, Entschuldung, Gemeindepartnerschaften, Energie und Patentrechten sollen in eine Erklärung einfließen, die am Ende dieses Synodentages verabschiedet werden soll. Es geht darum, die Menschen auch über den G8-Gipfel 2007 hinaus für die mit der Globalisierung verbundenen Herausforderungen zu sensibilisieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Gleichzeitig wird eine Arbeitsmappe zu Globalisierung und Armutsbekämpfung:„ global & gerecht“ zur Verfügung gestellt, die von der Evangelisch- Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, dem Evangelischen Entwicklungsdienst e.V. und Brot für die Welt herausgegeben wird.
Eröffnet wird die Tagung am Donnerstag, den 29. März, um 19 Uhr nach dem Gottesdienst, der um 17 Uhr beginnt, und endet voraussichtlich am Sonnabend, den 31.März, um 17 Uhr.
Als Gäste werden u.a. Bischof Dr. Benson Bagonza aus der Karagwe Diocese Tansania, die Vize-Landtagspräsidentin Renate Holznagel, der Vizepräsident der VELKD Joachim E. Christoph, die Synodalpräsidentin der Bayerischen Synode Heidi Schülke, der Synodalpräsident aus Nordelbien Hans-Peter Strenge, der Präses der Pommerschen Synode Rainer Dally und als Hauptreferent Herr Hanfstängl, Direktor des Leipziger Missionswerkes, erwartet. (28.3.2007)
Weitere Informationen und Zeitplan: Synode 
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