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Neues Leben im Alter

Kurzgeschichten


Bild: Birgit Seuffert, aus: Pfarrbriefservice.de
Der Schlüssel........

Ich möchte Ihnen von einem Erlebnis erzählen, dass meine Schwester kürzlich hatte:

Dieser Tag war eine einzige Katastrophe! Am Morgen war mein Mann aus dem Haus gestürzt, weil in seiner Firma so viel zu tun war. Kurz darauf erhielt ich eine Nachricht. Mein Mann hatte mit mir vor kurzem eine Familie in einem weiter entfernten Ort aufgesucht und dort war sein Autoschlüssel liegen geblieben. Damals hatte ich das nicht gemerkt, weil ich gefahren war – mit dem Zweitschlüssel -, wie ich jetzt feststellte.

Gegen Mittag kam mein Mann vorbei und war völlig aufgebracht, weil er mich am Vormittag nicht erreicht hatte. Ihm war beim Schuttabladen der Autoschlüssel seines Firmenwagens aus der Tasche gerutscht – unauffindbar. Ich war nicht zu erreichen gewesen. – Wahrscheinlich hatte ich das Telefon nicht gehört, während ich im Keller war und dann mit dem Hund unterwegs und beim Arzttermin.
„Ich habe dann einen Kunden angerufen!“, sagte mein Mann, „der hat mich dann abgeholt und in die Firma gebracht, wo der Zweitschlüssel hängt. Und auf der Fahrt hat er mir sein Herz ausgeschüttet. Da konnte ich ihm erzählen, wie Jesus uns geholfen hat. Er hat sich nachher dafür bedankt....“

Meine Gedanken aber waren bei dem Autoschlüssel hängen geblieben. O weh, dann brauchen wir doch einen zweiten Schlüssel für den Firmenwagen. Das wird sicher nicht einfach sein, und das sind wieder Extraausgaben, die nicht eingeplant sind ... Solche Gedanken waren in meinem Kopf und ich konnte meinem Mann gar nicht richtig zuhören. Denn diese Gedanken brachten Ärger und Frust in mir hoch... . Wir haben im Moment einfach zu viele Baustellen – bildlich gesprochen.


Bild: Martin Manigatterer aus Pfarrbriefservice.de
Mein Mann war zur nächsten Baustelle gefahren, und ich hatte einen wichtigen Termin am Nachmittag. Aber erst musste der Hund noch raus. Vielleicht würde ich dann meinen Ärger und meinen Frust in den Griff bekommen. Der Hund hatte Durchfall und ich sorgte mich um ihn. Als ich nach der Runde über den Sturzacker an meinem Auto ankam – war mein Autoschlüssel weg. Auch das noch!
Wie soll ich den jemals wiederfinden zwischen den Erdschollen querfeld ein? Und der Termin ... . ?

Ich fing an den Weg entlang zu laufen, den ich schon einmal gegangen war, - nichts.
Jesus, was soll ich denn jetzt machen?, betete ich.
Und dann kam der Gedanke: Du hast Dich heute so über Deinen Mann geärgert, dem der Schlüssel aus der Tasche gerutscht ist. Und jetzt passiert dir dasselbe.
Das hatte doch etwas zu bedeuten. Mir fiel ein, was mein Mann gesagt hatte über das wichtige Gespräch, dass er mit diesem Kunden im Auto geführt hatte. Wie er von Jesus erzählen konnte und dieser Kunde hatte gerade das gebraucht.
Das hatte ich vorher irgendwie überhört in meinem Ärger.
Das war untergegangen im Schutt meiner Sorgen und Ängste.

Bild: cco-gemeinfrei
Ich betete: „Jesus, vergib mir bitte. Ich merke, dass Du alles in der Hand hast. Auch die schwierigste Situation. Und Du kannst selbst daraus etwas machen, was anderen weiterhilft.
Ich will daran festhalten. Ich will mich nicht mehr über meinen Mann ärgern und Sorgen wegen der Autoschlüssel haben.“

Ich sagte Jesus im Gebet alles, was mir auf dem Herzen brannte. Und auch, dass ich so dringend meine Autoschlüssel wiederhaben müsste.
Ich öffnete die Augen nach diesem Gebet und mein Blick fiel – auf die Wiese vor mir. Da lagen meine Autoschlüssel.
Und ich sagte nur noch: Danke, für dieses Zeichen. Du bist da – auch mitten in der Katastrophe, Du bist da für mich und zeigst mir mit soviel Zeichen - dass all das wahr ist, was Du sagst.

Dieses Erlebnis meiner Schwester, es macht mir Mut.
Was für mich unbegreiflich ist und wie eine unüberwindbare Katastrophe aussieht, auch darin ist Gott, der Herr, zu finden. Er ist da und er lässt sich finden.
Es hat wohl etwas damit zu tun, dass ich mich an ihn wende, dass ich von ihm Hilfe erwarte. Und das ist noch besser möglich, wenn ich die Zeichen auf dem Weg wahrnehme, die von IHM kommen. Zeichen, die den Sommer ankündigen – Zeichen SEINER Liebe.

Zeichen, die mir sagen: Er ist der Herr. Er hat alles im Griff.
Dann wird auch das andere Geschehen, das mich in Angst und Schrecken versetzt, es wird seine Macht verlieren, denn es wird mir zum Zeichen dafür, dass wahr ist, was uns gesagt ist und was geschrieben steht: Fürchtet euch nicht! Seht auf und erhebt eure Häupter! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude: Christus, der Retter ist da!

Ich warte auf Dich, Herr! Maranatha – Herr, komm bald!

Katharina Seuffert


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