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"Konzert der Religionen“ am Pfingstsamstag in Wismar

Großes Orchester, internationale Solisten und ein einzigartiges Programm

10.05.2016 ǀ Wismar/Schwerin.  Ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen und Kulturen – dies möchte das Benefiz-„Konzert der Religionen“ zugunsten des UN-Flüchtlingshilfswerkes am Pfingstsamstag (14. Mai) um 18 Uhr in der St. Georgenkirche zu Wismar setzen. Die Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle haben dafür internationale Solisten mit starken Stimmen und interessanten Instrumenten gewonnen. Eintrittskarten gibt es ab 17 Uhr an Abendkasse.
Auf dem Programm des einzigartigen Konzertes stehen Werke verschiedener Weltreligionen - von Mozart über Alkhamash bis zu Harvey und Mendelssohn. Der musikalische Beitrag aus dem arabischen Kulturraum stammt vom palästinensischen Komponisten Rawhi Al-Khammas. Dabei wird die Oud erklingen. Das bei uns eher unbekannte Instrument ist eine orientalische Kurzhalslaute. Früher wurde diese vor allem in der klassischen arabischen Musik eingesetzt, bis heute ist die in der arabischen Volksmusik weit verbreitet. Gespielt wird die Oud von Sjhadi Almoghrabi, der erst seit wenigen Monaten in Deutschland lebt. „Das Instrument, das er in Wismar spielt, hat der Musiker sich hier geliehen. Sein eigenes Instrument musste er in Syrien lassen“, berichtet Thomas Probst vom Orchestervorstand der Staatskapelle.
Als Komponist und zugleich Solist wird sich Helmut Eisel in der St.-Georgenkirche dem Publikum vorstellen. Sein Werk „Two Sides of Jerusalem“ thematisiert den enormen historischen und kulturellen Reichtum der Stadt Jerusalem und zugleich die Kontraste, die in diesem Schmelztiegel aufeinanderprallen. Die Melodie des Werkes ist ein klare Aufforderung, den Dialog der Kulturen zu suchen. Dabei wird der Musiker seine Klarinette spielen. Kritiker beschreiben sein experimentierfreudiges Spiel, das stilistisch irgendwo zwischen Benny Goodman und Giora Feidman angesiedelt ist, damit, dass der Deutsche mit seiner sprechenden Klarinette eher erzählt, lacht, schwelgt, trauert, weint und tröstet.
International und preisgekrönt ist ebenso die Gesangssolistin des „Konzertes der Religionen: Elena Belakova. Die Sopranistin - in St. Petersburg geboren - ist auf vielen Bühnen zu Hause, beispielsweise an der Bayerischen Staatsoper. Zu ihrem Repertoire zählen u.a. die Sopranpartien in Bachs Johannes- und Matthäuspassion sowie Mozarts Requiem. Darüber hinaus war sie mit der Sinfonietta Beer Sheeva (Israel) als Solistin in Händels Messiah zu erleben. In Wismar wird die Stimme von Elena Belakova in Wolfgang Amadeus Mozarts „Exsultate, jubilate“ zu hören sein.

„Durch den Konzertabend in der St. Georgenkirche wird Eva-Maria Ortmann die Besucher führen“, blickt Thomas Probst voraus. Die Moderatorin, die auch Sängerin ist, sei gebürtige Mecklenburgerin und lebe und arbeite jetzt in Weimar. „Orchester, Dirigent, alle Mitwirkenden, die Veranstalter, darunter die Nordkirche mit Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn, der Kirchenkreis Mecklenburg und die Hansestadt Wismar mit Bürgermeister Thomas Beyer, sowie die Unterstützer, die Hermann Reemtsma Stiftung und der Rethmann Stiftung für Umwelt, Kultur und nachhaltige Entwicklung sowie die Bürgerstiftung der Hansestadt Wismar, freuen sich auf dieses besondere Konzert und laden herzlich ein, dabei zu sein und den guten Zweck zu unterstützen“, sagt der Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle und ergänzt. „Die universale Sprache der Musik vermag verschiedene Kulturen und Religionen miteinander zu verbinden.“

Quelle: ELKM (cme)
Eintrittskarten gibt es ab 17 Uhr an der Abendkasse in der St. Georgenkirche.

Mehr: „Konzert der Religionen“ zugunsten des UN-Flüchtlingshilfswerkes