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Bischofsbericht kontrovers diskutiert
Züssow (epd). Die Forderung des pommerschen Bischofs Hans-Jürgen Abromeit, die Aktivitäten der Landeskirche künftig auf geistliche Kernaufgaben zu beschränken, ist auf innerkirchliche Kritik gestoßen. Es sei ein "ganz fatales Signal", wenn in der Debatte über sinkende Finanzmittel die Diakonie in Frage gestellt werde, sagte der Vorsteher des Pommerschen Diakonievereins Züssow, Michael Bartels, am Freitag vor der Synode in Züssow. Die Diakonie könne durch das ihr in der Öffentlichkeit entgegen gebrachte Vertrauen auch eine wichtige missionarische Aufgabe übernehmen, betonte Diakoniepfarrer Christoph Ehricht.
Abromeit hatte zuvor zu tiefgreifenden Strukturveränderungen aufgerufen. Die Kirche werde in Zukunft manches, was andere Institutionen oder Einrichtungen in der Gesellschaft gut erledigen könnten, lassen dürfen, sagte er. Im Verhältnis zur Mitgliederzahl der Kirche hätten die diakonischen Einrichtungen eine "bedrohliche Größe", betonte der Bischof in der anschließenden Diskussion. Diakonische Pflegeeinrichtungen etwa seien nur sinnvoll, wenn sie sich durch ihr bewusst christliches Profil von anderen unterschieden. Bevor sich ein Werk überschulde, müssten Einrichtungen an andere Träger abgegeben werden.
Die Synode beschloß, den Bericht des Bischofs, der viele grundlegende Entscheidungen ansprach, auf der nächsten Synode im Zusammenhang mit dem Beschluß eines Leitbildes, ausführlich zu diskutieren und verwies ihn auch an die Arbeitsgruppe Leitbild.
Wortlaut des Bischofsberichts: Bericht
(09.10.2004) 
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