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Stationen im Leben

Die Konfirmation

Konfirmation - Foto: EKD
Was in den Kirchen immer im Frühjahr gefeiert wird, ist die Konfirmation: das Ja-Wort zur Taufe. Junge Menschen entscheiden dabei selbst über ihre Haltung zu Glaube und Kirche.
 
Wenn ein kleines Kind getauft wird, entscheiden darüber die Eltern, Patinnen und Paten. Der Konfirmationsunterricht gibt Heranwachsenden Gelegenheit, sich mit dieser Entscheidung selbst auseinander zu setzen. Über einen Zeitraum von einem bis zwei Jahren lernen sie die Grundzüge des christlichen Glaubens und ihre Gemeinde (besser) kennen. Dazu gehört auch das Nachdenken darüber, was es bedeuten kann, als Christ oder Christin zu leben. Eine nicht immer einfache Aufgabe!
 
Denn viele Jugendliche sind zwar durchaus interessiert an Fragen der Religion und des Glaubens. Doch sie finden - wie die meisten Erwachsenen - nur schwer Worte, ihre religiösen Überzeugungen angemessen auszudrücken. Offen über den eigenen Glauben oder Un-Glauben zu sprechen, haben wir eigentlich schon fast verlernt. Gerade deswegen kann der Konfirmationsunterricht eine sehr intensive und wertvolle Zeit auf dem Weg zum Erwachsenwerden sein.
 
Den Abschluss des Konfirmationsunterrichtes bildet die Konfirmation, ein festlicher Gottesdienst, der alljährlich zu den Höhepunkten des Gemeindelebens zählt.. Die meisten Konfirmandinnen und Konfirmanden lassen sich am Ende ihrer gemeinsamen Zeit konfirmieren und sagen damit "Ja" zu ihrer Taufe.
 
Die Taufe ist nicht Voraussetzung zum kirchlichen Unterricht. Sie kann später auch im Zusammenhang mit der Konfirmation vollzogen werden.
 
Ursprung
Die Anfänge der Konfirmation reicht bis in die Reformationszeit zurück. Man knüpfte damit an die Firmung in der kath. Kirche an, die ihrerseits eine Konsequenz aus der seit dem dritten Jahrhundert üblichen Kindertaufe war. Die Ev. Kirche bezieht die Konfirmation auf die Taufe -– sie ist also „nachgeholter Taufunterricht“. Damit eröffnet sie auch einen Zugang zum Abendmahl und meist feiern die Konfirmandinnen und Konfirmanden ihr erstes Abendmahl im Zusammenhang mit ihrer Konfirmation.
 
Die Konfirmation entspricht keiner biblischen Weisung sondern will neue Glaubenserfahrungen in einer kommenden Lebensphase eröffnen.
 
Mit der Konfirmation ist die Zulassung zur Teilnahme am Abendmahl in selbständiger Verantwortung und auch das Recht zur Übernahme des Patenamtes verbunden. Auch weitere kirchliche Rechte knöpfen an die Zulassung zum Abendmahl an.
 
Goldene Konfirmation
Die Feiern der Goldenen Konfirmation ist eine gute Möglichkeit der Erinnerung. Die Gemeinde dankt mit ihren vor 50 Jahren Konfirmierten für die Erfahrung der Güte Gottes und bekräftigt Anspruch und Verheißung Gottes für ihr Leben.
 
Sie können sich zur Goldenen Konfirmation am Ort Ihrer Konfirmation oder auch an ihrem jetzigen Wohnort anmelden. Dort bekommen sie auch die Information, wann die Goldene Konfirmation in der jeweiligen Gemeinde gefeiert wird. Siehe auch den Veranstaltungskalender des Kirchenkreises.