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Greifswalds Oberbürgermeister befürwortet Zusammengehen mit Berlin-Brandenburg

 

Greifswald (ran). In einem Offenen Brief an die Landessynode der Pommerschen Evangelischen Kirche hat sich der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Arthur König am Freitag für einen Anschluß der Pommerschen Evangelischen Kirche an die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ausgesprochen.

 

Wortlaut:

 

Sehr geehrte Mitglieder der Synode,

 

„Prüfet alles, aber das Gute behaltet“ – so schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki – wie oft wurde dieses Bibelzitat schon benutzt! Ich möchte es auch benutzen und mich damit zu Wort melden in der Diskussion um das Suchen des weiteren Weges der Pommerschen Evangelischen Kirche. Häufig werde ich als evangelischer Christ in diesen Tagen daraufhin angesprochen. Für mich gibt es eine klare Antwort: Das Gute behalten, heißt für mich, die Pommersche Evangelische Kirche sollte in den Strukturen bleiben, die die Evangelische Kirchenunion geprägt hat. Ich befürworte daher ein Zusammengehen mit Berlin/Brandenburg.

 

Natürlich hat es einen großen Reiz: ein Bundesland – eine Landeskirche. Wenn es zügig und komplikationslos ginge, wäre dies ein guter, möglicher Weg. Aber wie viele Verhandlungstage ohne fruchtbares Ergebnis hat es schon gegeben – des Prüfens ist es nun genug. Die intensiven Diskussionen in den Kirchenkreisen stützen meine Meinung. Die angebotenen Sondierungsgespräche aus Nordelbien mit einer Einladung zur Prüfung einer großen Lösung liegen meines Erachtens in zu weiter Ferne. Mir ist Berlin wesentlich näher als die friesischen Inseln – und das nicht nur geographisch! Synodale der PEK – bleiben Sie realistisch und behalten Sie das Gute!

 

Dr. Arthur König

Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

 

 


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