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Landessynode

Klimaschutzgesetz für die Nordkirche in erster Lesung beschlossen

25.09.2015 ǀ Lübeck-Travemünde.  Die Landessynode der Nordkirche hat am Donnerstag in erster Lesung ein Klimaschutzgesetz beschlossen. Es soll Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Nordkirche ihr erklärtes klimapolitisches Ziel erreicht, spätestens im Jahr 2050 CO2-neutral zu sein. Zugleich wurde ein Klimaschutzplan bis zum Jahr 2021 beschlossen, in dem Ziele, Strategien und Vorschläge für Maßnahmen formuliert sind. Die zweite Lesung des Klimaschutzgesetzes ist für Sonnabend vorgesehen.

Landeskirche und Kirchenkreise verpflichten sich darin, jeweils mindestens 0,8 Prozent der jährlichen Zuweisung an Kirchensteuermitteln für Klimaschutzmaßnahmen aufzuwenden. Gemessen am aktuellen Haushalt würden damit jährlich mindestens 2,7 Millionen Euro für den Klimaschutz eingesetzt. Die Mittel sollen beispielsweise für Maßnahmen im Bereich Energiemanagement und Bildungsarbeit verwendet werden.

Noch bis Sonnabend werden sich die 156 Synodalen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Kirchengesetzen befassen, über die "Zukunft der Ortsgemeinde" diskutieren und Eckpunkte beschließen. Zum Thema der Flüchtlingssituation in Norddeutschland wird am Freitagabend der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Stefan Studt (SPD), als Gast der Synode erwartet.
Quelle: epd