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Kirchliche Fünf-Prozent-Initiative Mecklenburg seit 1995 aktiv

Erfolgreich für Gehaltsverzicht geworben

Das offene Kinder- und Jugendprojekt „Fischkutter“ in Rostock Dierkow wird von der Fünf-Prozent-Initiative gefördert.
03.09.2015 ǀ Rostock.  Die vor 20 Jahren gegründete Fünf-Prozent-Initiative setzt sich für eine solidarische Arbeits- und Einkommensverteilung im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg ein. Dabei spenden die derzeit 67 Mitglieder bis zu fünf Prozent ihrer Nettoeinkünfte an einen Fonds. Mit monatlich 10.000 Euro aus dem freiwilligen Gehaltsverzicht werden derzeit 24 Kinder- und Jugendprojekte in mecklenburgischen Kirchengemeinden unterstützt.

„Eine so schöne Aktion macht nicht nur dankbar und ermutigt, sie ist auch ein Grund zum Feiern“, sagt Pastorin Gudrun Schmiedeberg. Der Sprecherrat, dem sie angehört, hat kommenden Montag (7. September) um 9.15 Uhr zur Jubiläumsmitgliederversammlung ins Kirchliche Zentrum Mecklenburg (Alter Markt 19) nach Rostock eingeladen. „Die Andacht zu Beginn wird der Schweriner Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn halten“, blickt Pastorin Schmiedeberg voraus. Anschließend werde beraten und natürlich Rückblick gehalten.

Seit 1995 setzt sich die Fünf-Prozent-Initiative in Mecklenburg für einen freiwilligen solidarischen Gehaltsverzicht ein, um damit zusätzliche Gehaltsanteile für Stellen insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit zu finanzieren. Zahlreiche Projekte konnten im Laufe der Jahre unterstützt werden. In manchen Fällen kam es durch diesen finanziellen Anschub zu einer Verstetigung von Personalstellen. Erfreulich: Das monatliche Spendenaufkommen stieg in den Jahren kontinuierlich an. Derzeit liegt es bei gut 10.000 Euro monatlich.

67 Mitglieder fördern 24 Projekte

Zurzeit werden für 24 Projekte - von der offenen Kinder- und Jugendarbeit bis zu kirchenmusikalischen Angeboten - Zuschüsse zu den Gehaltskosten finanziert. Beispiele sind das sozial-missionarische „Leuchtturm“-Projekt in Güstrower Plattenbaugebieten oder die offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im „Fischkutter“ in Rostock-Dierkow. Gerade neu hinzugekommen ist die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche und deren Angehörige, die die Neubrandenburger St. Johannis-Gemeinde aufbaut.

Vor drei Jahren gab es einen Mitgliederschub: Gemeinsam mit der Pastor/innenvertretung und dem Pastorenverein rief die Fünf-Prozent-Initiative kirchliche Mitarbeitende erneut zu einem freiwilligen Gehaltsverzicht auf. Konkret war dafür geworben worden, einen Teil der Gehaltsangleichungen im Zusammenhang mit der Gründung der Nordkirche zugunsten der Schaffung bzw. Aufstockung von Stellen in der Kinder- und Jugendarbeit zu spenden. Insgesamt 18 Neueintritte und damit mehr Spenden waren die Folge. „Aktuell zählt unsere Initiative 67 Unterstützer“, so Pastorin Schmiedeberg. „Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen!“

Kirchengemeinden und Regionen können für weitere Projekte Unterstützung beantragen. Alle Informationen und Formulare finden Sie hier oder können bei Dorothea Eggers im Zentrum Kirchlicher Dienste (dorothea.eggerselkm.de, Tel.: 0381-37798752) angefordert werden.
Quelle: ELKM (cme)