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Nordkirchen-Synode

Kirchenleitung legt Bericht zu finanziellen Auswirkungen der Pandemie vor

25.09.2020 ǀ Lübeck-Travemünde.  Erhebliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Höhe der Kirchensteuern befürchtet die evangelische Nordkirche. "Für den laufenden Haushalt 2020 werden nach der Mai-Schätzung 66 Millionen weniger Kirchensteuern erwartet, als im Haushaltsplan vorgesehen sind", sagte Malte Schlünz von der Kirchenleitung am Freitag auf der Landessynode in Lübeck-Travemünde. "Das sind 12,3 Prozent weniger." Insgesamt würden Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 470 Millionen Euro erwartet.

Eine seriöse Prognose könne aber derzeit noch nicht getroffen werden, da keiner wisse, wie sich die Pandemie, die Wirtschaft sowie die Mitgliederzahlen entwickeln. Laut Schlünz steigen in Krisenzeiten erfahrungsgemäß die Kirchenaustrittszahlen.

Der wirtschaftliche Einbruch sei derzeit gravierender als zur Wirtschaftskrise 2008/09, die nicht alle Bereiche bundesweit erfasst hat - wie jetzt die Corona-Krise. Die Prozesse zur Umstrukturierung in der Nordkirche müssten jetzt eingeleitet werden, sagte der Finanzexperte. "Der weitere Weg wird steinig, uneben und mit mächtiger Steigung verlaufen." 
Quelle: epd

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