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Mecklenburgischer Kirchenkreisrat empfiehlt:

Kirchenland für neue Windkrafträder nutzen

14.01.2013 ǀ Schwerin.  Kirchengemeinden sollten „Flächen zur Windenergieerzeugung zur Verfügung stellen“. Diese Empfehlung sprach der mecklenburgische Kirchenkreisrat auf seiner Beratung am Freitag (11. Januar) in Güstrow aus. Zugleich empfahl das Gremium, dabei darauf zu achten, dass bei den Projekten die Wertschöpfung in der Region verbleibe und lokale Akteure wie Bürger, aber auch kirchliche Körperschaften, sich daran beteiligen können, informiert der Vorsitzende des Kirchenkreisrates, Propst Dr. Karl-Matthias Siegert. Er kündigt an, dass die Empfehlung in einem Brief den Kirchengemeinden noch näher erläutert werde.

Darüber hinaus lässt der Kirchenkreisrat ¬ prüfen, „ob künftig Mittel des Kirchenkreises zum Aufbau eines Klimaschutzfonds im Rahmen einer Beteiligung am Betrieb von Windenergieanlagen eingesetzt werden können“. Aus dem Fonds könnten „energetische Maßnahmen, beispielsweise an Pfarrhäusern und kirchlichen Gebäuden mitfinanziert werden“, erläutert Dr. Siegert. Zudem werde eine Arbeitsgruppe das gesamte Thema „Regenerative Energieerzeugung“ begleiten.

Die Empfehlungen folgen dem Klimakonzept der Nordkirche* und einem Beschluss der Synode des Kirchenkreises Mecklenburg. Diese hatte sich im vergangenen November dafür ausgesprochen, „im Hinblick auf die kirchlichen Liegenschaften und Gebäude zu klären, ob und gegebenenfalls wie die Energiewende im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern weiter unterstützt werden kann“. Zugleich sollte die Möglichkeit ausgelotet werden, „als Kirche selbst regenerative Energien zu erzeugen“, so Dr. Siegert.

Vor diesem Hintergrund hatte es kürzlich einen Meinungsaustausch mit Vertretern von zwölf Kirchengemeinden gegeben, denen Anfragen zur möglichen Flächennutzung für neue Windkraftanlagen vorliegen. „Die Thematik ist dabei sehr offen diskutiert worden“, so Propst Wulf Schünemann. „Schließlich sind wir uns alle bewusst, dass es auch kritische Anfragen zum Betrieb von Windrädern gibt. Vor Ort, das heißt in den Kirchengemeinderäten, wird abgewogen und entschieden.“ Insgesamt mehr als 20 Windkraftanlagen stehen derzeit in Mecklenburg auf dafür gepachteten Flächen von Kirchengemeinden.
Quelle: ELKM (cme)