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Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern

Kirchenkreissynoden beraten Haushalt für das Jahr 2020

Blick in den Güstrower Tagungssaal
16.10.2019 ǀ Güstrow/Züssow.  Die beiden Synoden der Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern kommen am Wochenende zu ihren Herbsttagungen in Güstrow und Züssow zusammen. Zentrales Thema sind die Haushalte für das kommende Jahr 2020.

Neben dem Haushalt ist eine Änderung der Finanzsatzung ein Schwerpunkt der 5. Tagung der II. mecklenburgischen Kirchenkreissynode. Diese hat u.a. zum Ziel, die 245 mecklenburgischen Kirchengemeinen finanziell zu entlasten und administrative Abläufe zu vereinfachen. „Darüber hinaus wollen wir uns Zeit nehmen, mit persönlichen Rückblicken an die friedliche Revolution vor 30 Jahren zu erinnern“, sagt Präses Stefanie Wolf. Die 55 Synodalen und Jugenddelegierten treten dazu am 18. und 19. Oktober 2019 in Güstrow (Gemeindesaal der Domgemeinde Güstrow, Domplatz 6) zusammen. Die Tagung beginnt am Freitag um 15.15 Uhr mit einem Gottesdienst im Dom der Barlachstadt.

Wie immer auf der Herbstsynode ist der Etat ein Tagungsordnungspunkt. „Der Haushalt für das kommende Jahr sieht ein Volumen bei den Ein- und Ausgaben von jeweils rund 62 Millionen Euro vor“, so Präses Wolf. Das Gros soll direkt in die 245 mecklenburgischen Kirchengemeinden für die Arbeit vor Ort, Seelsorge, Angebote für Familien, Flüchtlinge, Kinder- und Jugendliche, Senioren, Personalkosten und Bauaufgaben fließen.

Kirchengemeinden sollen finanziell entlastet werden

Eine Änderung der Finanzsatzung sieht darüber hinaus u.a. vor, die mecklenburgischen Kirchengemeinden finanziell zu entlasten. „Ziel dieser Änderungen ist, die Verteilung sowie Verwendung der Vermögenserträge klarer zu regeln und eine weitere finanzielle Entlastung für die Kirchengemeinden zu erreichen“, so Olaf Johannes Mirgeler, Fachbereichsleiter für Finanzen und Meldewesen in der Kirchenkreisverwaltung.

Beispielsweise sollen die Vermögenserträge für die örtlichen Kirchen, die Bauobjektliste und die Pfarrbesoldung künftig „brutto gleich netto“ verteilt werden. So sollen u.a. wiederkehrende Kosten, wie Straßenausbau- oder Sanierungsbeiträge, zentral aus dem Kirchenkreishaushalt beglichen werden. Mirgeler erläutert: „Dies führt zwar zu einer Ausgabenerhöhung im Haushalt des Kirchenkreises aber auch zu einer gleichzeitigen Erhöhung der Einnahmen des Kirchenkreishaushalts aus den von den örtlichen Kirchen abzuführenden Anteilen der Vermögenserträgnisse.“ Faktisch heißt das: 40 Prozent der Kosten werden zentral für die örtlichen Kirchen übernommen und kommen somit der Arbeit in den Kirchengemeinden zugute. „Zugleich vereinfachen wir damit den administrativen Aufwand in der Verwaltung erheblich“, so der Fachbereichsleiter.

Weitere Beratungspunkte sind die „Förderrichtlinie für Projekte der Gemeindediakonie“ zu ändern und das bisher landeskirchliche Werk „Konvent an der Klosterkirche Bad Doberan“ in ein rechtlich unselbständiges Werk des Kirchenkreises überzuleiten. Zugleich soll eine neue Satzung des Konventes beschlossen werden. Dessen Aufgaben sind „Gebet und Pflege des geistlichen Erbes – wie es sich aus der Geschichte der Zisterzienser-Klosterkirche ergibt – und das geistlich-theologische Gespräch“, so Pröpstin Britta Carstensen. Zugleich übernehme der Konvent für die Kirchengemeinde Bad Doberan die Aufgaben des Kuratoriums wahr, den Fonds „Kunstbesitz im Kirchenkreis Mecklenburg“ der Nordkirche zu verwalten. Der Fonds wird jährlich mit Mitteln aus dem Münsterhaushalt ausgestattet.

Pommersche Synode tagt am Sonnabend in Züssow

Die Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) beginnt ihre Herbsttagung am kommenden Sonnabend (19. Oktober) um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Züssower Kirche. Im Anschluss wollen die Synodalen im Hotel Ostseeländer (Gustav-Jahn-Straße 6) den Haushalt für das kommende Jahr beraten. „Wir sind sehr dankbar, dass die Haushaltspläne ausführlich mit dem Finanzausschuss ausgearbeitet und dort einstimmig empfohlen wurden“, hieß es seitens der Kirchenkreisratsmitglieder. Haushalt und Finanzplan seien wie ein Anker, der Orientierung schenke und stabile Verhältnisse schaffe.

Zudem will sich der neue Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, Tilman Jeremias, erstmals den pommerschen Synodalen vorstellen und ein Grußwort halten. Weitere Themen auf der 5. Tagung der II. pommerschen Kirchenkreissynode sind u.a. die Berichte der Pröpstin und der Pröpste aowie des Kirchenkreisrats.
Quelle: ELKM/PEK (cme/dav/sk)


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