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Verbindliche Kooperation zwischen Mecklenburg und Pommern geplant

 

Plau am See (ran). Das Mitglied der mecklenburgischen Kirchenleitung, Dorothea Strube berichtete vor der in Plau am See tagenden Mecklenburgischen Landessynode über die Arbeit der Arbeitsgruppe „Gemeinsame Kirchengestalt“ der Pommerschen und Mecklenburgischen Landeskirche.

 

Grundvoraussetzung für eine faire Zusammenarbeit sei zuerst die Aufstellung einer Geschäftsordnung, Regelungen über die Pressearbeit und der Fahrplan der Gruppe gewesen.

Es sei sehr bald deutlich geworden, daß eine Moderation in der Arbeitsgruppe nötig sei, um die Vorsitzenden von der Gesprächsleitung zu entlasten. Ab Herbst letzten Jahres hat dies Frau Prof. Dr. Dittmar übernommen.

 

Sehr viel Zeit habe die gescheiterte Diakoniefusion in der Auswertung beansprucht. „Ein wesentliches Ergebnis war, daß eine möglichst breite Beteiligung passiert. Es reicht nicht, daß nur auf der Leitungsebene Gespräche stattfinden, sondern die Basis muß einbezogen werden,“ sagte Strube. Daher habe diese Erfahrung dazu geführt, daß mehrere Arbeitsgruppen in den Bereichen Recht, Vergütung, Finanzen und Seelsorge mit der Arbeit begonnen hätten. Sie fragten nach Arbeitsgrundlagen in den Bereichen, die für beide Landeskirchen sinnvoll sind.

 

Auf der Klausurtagung Anfang April 2005 haben man längere Gespräche über die Frage der Identität geführt und so sei gegenseitiges Verständnis gewachsen. Man habe aber auch gefragt: Was ist unaufgebbar und was gefährdet den Prozeß des Zusammenwachsens und auch: wo ist die Grenze?

 

Strube sagte, daß jetzt noch keine Aussage darüber getroffen werden könne, wie die gemeinsame Kirchengestalt aussehen solle. Daher bliebe man bei der offenen Zielformulierung der „Gemeinsamen Kirchengestalt“.

 

Die Arbeitsgruppe hat eine verbindliche Kooperation bis zum Jahre 2008 in Aussicht genommen. Im Jahre 2006 soll eine Kooperationsvereinbarung mit Verfassungsrang den beiden Landessynoden vorgelegt werden und 2007 soll eine Kooperationssynode aus Mitgliedern beider Landessynoden über wesentliche Dinge, die beide Landeskirchen betreffen, entscheiden.

 

Landesbischof Hermann Beste ergänzte, daß man bei der Klausurtagung in der vergangenen Woche ein realistisches Ziel und einen gangbaren Weg ins Auge genommen habe. Auch habe man sich nicht zuviel zumuten wollen. „Gerade in der pommerschen Kirche ist ja deutlich, daß der Begriff Angst im Augenblick stärker die Gemeinden und kirchliche Mitarbeiter bewegt im Hinblick, was aus uns wird,“ sagte Beste, „dies sei stärker als in der mecklenburgischen Landeskirche.“

 

Beste sagte, daß verbindliche Kooperation das sei, was in nächster Zeit möglich sei. „Es wird aber von beiden Synoden erwartet, daß Entscheidungshoheit von den Synoden in ein anderes Gremium gegeben wird, sagte der Landesbischof und er fügte hinzu, daß die Erfahrungen im diakonischen Bereich aber bestimmend seien: „Gelingt das nicht, gelingt das andere auch nicht.“ (9.4.2005)

 


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