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Christvespern und Weihnachtsgottesdienste in MV

Geschichte vom Kind in der Krippe berührt jedes Jahr neu

Maria, Josef und das Kind in der Krippe, dargestellt auf einem Fenster der Kirche Ganschendorf bei Demmin.
16.12.2020 ǀ Rostock/Stralsund.  Heiligabend, Weihnachten und Jahreswechsel in Mecklenburg-Vorpommern: Die Mehrzahl der 380 Kirchengemeinden in den evangelischen Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern lädt herzlich zu Christvespern, Gottesdiensten und Jahresschlussandachten ein. Viele Kirchengemeinden unterbreiten digitale Gottesdienstangebote. Im Mittelpunkt steht überall die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, die mit ihrer Verheißung jedes Jahr neu berührt.

Die Gemeinden haben verantwortungsbewusst alle Vorkehrungen getroffen, die sich aus der besonderen Situation der Pandemie ergeben. Alle Besucher werden ebenso gebeten, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln etc. zu halten.

Barmherzigkeit öffnet Herz und Hände

Propst Gerd Panknin (Demmin) blickt zum Weihnachtfest voraus auf die Jahreslosung des kommenden Jahres. Sie steht als 36. Vers im sechsten Kapitel des Lukasevangeliums: Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist. „Das Wort Barmherzigkeit ist in der Muttersprache Jesu verwandt mit dem Ausdruck für ‚Mutterschoß‘. Also dem Ort, wo das Leben entsteht, wo es heranwächst, geborgen und geschützt“, so der Propst. „Von diesem Ort her kommt das Mitleid, das Erbarmen für ein lebendiges Wesen. In diesem geborgenen Schutzraum wohnt die Barmherzigkeit. Mit ihr berührt uns Gott am Heiligen Abend. Er öffnet uns das eigene Herz und unsere Hände. Er macht uns Mut, behutsam miteinander umzugehen. So wie Josef und Maria mit ihrem Kind in großer Behutsamkeit umgehen.“

Gott verbindet, was getrennt ist

Auf einem weihnachtlichen Fensterbild im Altarraum der Ganschendorfer Kirche in der Nähe von Demmin ist die bekannte Szene farbenfroh dargestellt: Maria und Josef, das Kind in der Krippe. „Auf diesem schönen Weihnachtsbild berühren die drei einander nicht und sind sich doch unendlich nahe“, beschreibt Propst Gerd Panknin die Darstellung. „Diese Nähe wünsche ich uns für dieses besondere Weihnachten in diesem Jahr: eine feinfühlige Achtsamkeit aufeinander, so wie die Achtsamkeit der Maria. Und ein sorgendes Schützen des Kleinen und Schwachen, so wie Josef es tut. In der Mitte zwischen Josef und Maria liegt das Kind in der Krippe mit weit geöffneten Armen. Sein Name ist Jesus: Gott ist für dich da. Er macht heil, was kaputt war, er stärkt, was schwach ist, er verbindet, was getrennt ist, er tröstet in aller Traurigkeit, er schenkt Leben. Ich wünsche uns ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein behütetes neues Jahr 2021.“

Vorbereitungen laufen seit Wochen

In den Kirchengemeinden im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis wird seit Wochen geplant, vorbereitet und immer wieder neu überlegt, was zu den Weihnachtsfeiertagen möglich und verantwortbar ist. Heute wurden alle Kirchengemeinden von den Pröpstinnen und Pröpsten aktuell über die neue Landesverordnung, deren Vorgaben und eigene kirchliche Empfehlungen informiert.

Normalerweise werden allein Heiligabend 200.000 Gottesdienstbesuchende in den landesweit rund 1.300 Christvespern zwischen Schaalsee und Usedom erwartet. Doch in diesem Jahr wird vieles anders sein. Es finden während der Festtage deutlich mehr und dafür kürzere Gottesdienste und Andachten statt – viele davon im Freien vor den Kirchen oder auf Plätzen. Zudem wird der Zugang zu den Gottesdiensten auf unterschiedliche Weise reguliert. Alle sind daher gebeten, sich in ihrer Kirchengemeinde vorab über die konkreten Termine und das Prozedere vor Ort (Einlasskarten etc.) zu informieren. Generell gilt für alle Besuchenden die Maskenpflicht in den Kirchen und im Freien, die persönlichen Kontaktdaten sind anzugeben oder auf einem mitgebrachten Zettel zu hinterlassen. Und natürlich ist die Abstandsregel einzuhalten. Gesungen werden kann aufgrund der Vorgaben nur im Freien mit Maske.

Wer am Heiligen Abend und an den Festtagen lieber zu Hause bleiben möchte, kann im Radio und im Fernsehen viele Gottesdienste mitfeiern. Einige Kirchengemeinden setzen auf digitale Angebote: Gottesdienste und Andachten werden als Video ins Internet gestellt, Briefe per E-Mail verschickt oder auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Alle Kirchengemeinden finden Sie mit den Kontaktdaten unter den Menüpunkten Mecklenburg und Pommern hier im Internetportal.

Einige ausgewählte Weihnachtsgottesdienste in Mecklenburg und Pommern

Die landesweit rund 320 Pastorinnen und Pastoren sowie die Gemeindepädagoginnen und -pädagogen, Kantorinnen und Kantoren, weitere Mitarbeitende und zahllose ehrenamtlich Helfende werden von den leitenden Theologinnen und Theologen unterstützt. So feiert Bischof Tilman Jeremias am Heiligen Abend (24. Dezember) um 17 Uhr und 18 Uhr zwei ökumenische Christvespern auf dem Greifswalder Marktplatz.

In der Christvesper um 15.30 Uhr in der Kirche Redefin wird Propst Dirk Sauermann (Parchim) die frohe Botschaft der Weihnacht auslegen. Am 1. Weihnachtstag (25. Dezember) hält der Rostocker Propst Wulf Schünemann um 9.30 Uhr im Doberaner Münster den Festgottesdienst.

Auch Pröpstin Helga Ruch (Stralsund), Propst Gerd Panknin (Demmin) und Propst Andreas Haerter (Pasewalk) predigen in Christvespern und Gottesdiensten zu Weihnachten sowie zum Jahreswechsel und laden gemeinsam mit den Kirchengemeinden und den Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises ein.

Sonderseite: Advent und Weihnachten

Auf unserer Weihnachtsseite sind Beispiele zu finden, wie die Kirchengemeinden in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern in diesem Pandemie-Jahr Weihnachten feiern. Zudem gibt es viele Online-Angebote für die Weihnachtszeit. In der Serie Mein Advent, sprechen Menschen aus den beiden Kirchenkreisen über ihre Hoffnungen, ihre Wünsche und ihre Adventstraditionen.
Quelle: ELKM/PEK (cme/sk)

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