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Holocaust-Gedenktag

Landesbischöfin: Kirche gedenkt "mit Trauer mit Scham" der NS-Opfer

25.01.2020 ǀ Schwerin.  Die Nordkirche gedenkt nach Worten von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt "mit Trauer und Scham der Opfer des Nationalsozialismus". Angesichts von antisemitisch und rechtsextremistisch motivierten Anschlägen auf jüdische Menschen und ihre Einrichtungen stelle sich die Nordkirche solidarisch an die Seite aller Jüdinnen und Juden, sagte Kühnbaum-Schmidt am Freitag mit Blick auf den Holocaust-Gedenktag am Montag (27. Januar). "Wir wenden uns entschieden gegen jede Form von Marginalisierung, Hass und Gewalt gegenüber einzelnen gesellschaftlichen Gruppen."

"Wir gehören zusammen als eine Menschheit, wie auch immer wir glauben, beten, essen, lieben oder sprechen", so Kühnbaum-Schmidt weiter. Die Landesbischöfin wird am Dienstag (28. Januar, 18 Uhr) an der Gedenkstunde des Landtages Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Gedenktages für die NS-Opfer teilnehmen. Die Rede zur Gedenkstunde wird Yochanan Ron Singer, Überlebender der Schoah und Präsident des Weltverbandes der Bukowiner Juden, halten.

Weitere Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern sind unter anderem in Barth, Greifswald, Hagenow, Ludwigslust, Neubrandenburg und Stavenhagen geplant. Die landesweite Gedenkveranstaltung des Landesverbandes Sozialpsychiatrie MV zu den Opfern von Zwangssterilisation und "Euthanasie" ist am Montag (27. Januar) in Güstrow vorgesehen. Sie beginnt um 10.30 Uhr im Dom. Nachmittags werden im Landkreisamt Patientenakten gelesen, Bücher vorgestellt und Vorträge gehalten.

Der 27. Januar ist seit 1996 bundesweiter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. An diesem Tag wurde 1945 das Konzentrationslager Auschwitz von russischen Truppen befreit.
Quelle: epd

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