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10.000 Euro für Sanierung des mittelalterlichen Dachstuhls

"St. Maria am Sonnenkamp" in Neukloster ist "KiBa-Kirche des Monats Juli 2019"

Kirche Neukloster
02.07.2019 ǀ Neukloster.  Die einschiffige Backsteinkirche "St. Maria am Sonnenkamp" in Neukloster (Kreis Nordwestmecklenburg) ist im Juli "Kirche des Monats" der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland. Mit 10.000 Euro fördert die Stiftung die anstehende Sanierung des mittelalterlichen Dachstuhls, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 364.000 Euro.

Das Dachwerk der einstigen Klosterkirche stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und gehört zu den größten romanischen Dachwerken in Norddeutschland. Es ist weitgehend erhalten. Im Rahmen der Instandsetzung muss es neu gedeckt werden. Repariert werden müssen auch schadhafte Stellen am Mauerwerk sowie das Gewölbe im Kircheninneren.

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster "St. Maria im Sonnenkamp" wurde ab 1219 zunächst als Niederlassung von Benediktinerinnen durch Fürst Borwin I. gegründet. Kirche und Klausurgebäude wurden bis etwa 1240 errichtet. Um 1250 nahmen die Nonnen die Zisterzienser-Regel an. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden das Propsteigebäude sowie ein ausgedehnter Wirtschaftshof südlich der Klausur gebaut.

Nach der Säkularisierung des Klosters im Jahr 1555 verfielen die meisten Gebäude der Anlage. Erste Abbrüche am Nordseitenschiff und an einigen Kapellen begannen bereits 1592. Von 1865 bis 1867 wurde die Kirche restauriert, der heutige Dachreiter aufgesetzt, der Westgiebel und der Innenraum neu gestaltet, Decke und Gewölbe ausgemalt und die Ausstattung erneuert.

In dieser Kirche befinden sich auch die zweitältesten farbigen Kirchenfenster in Nordeuropa. Fünf Figuren - die Heiligen Katharina, Magdalena und Elisabeth sowie die Apostel Matthias und Matthäus - sind von einem spätromanischen Glasmalerei-Zyklus aus den Jahren um 1250 in der ehemaligen Klosterkirche verblieben. Ebenfalls von historischer Bedeutung ist der spätgotische Schnitzaltar mit Marienfigur, der um 1500 in einer Wismarer Werkstatt gefertigt wurde.
Quelle: epd

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