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Ev.-Luth. Kirchengemeinde Klinken

Kirche zu Klinken

Auf dem mehrere hundert Meter abseits des Dorfes liegenden Friedhof erhebt sich die Kirche.
Im späten 14. Jahrhunderts wurde das Gotteshaus aus Feld- und Mauersteinen im frühgotischen Stil errichtet. Anfangs mit flacher Decke, worauf die, bei der ungewöhnlich lichten Weite von fast 10m, schwachen Strebenpfeiler hindeuten. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche zu einer Stufenhalle mit Kreuzrippgewölbe erweitert. Der gegen das Mittelschiff um eine Stufe erhöhte Chor hat die gleiche Breite wie das Mittelschiff und schließt mit drei Seiten ab.
Von den später angebauten beiden Seitenschiffen ist jetzt nur noch das an der Nordseite vorhanden, das südliche Seitenschiff wurde 1804 wegen Baufälligkeit leider abgerissen. Nur noch an der äußeren Südwestecke ist ein Stück Wand übrig geblieben und zu einem Strebenfeiler umgeformt worden.
Geht man auf den Altar zu, so fallen die Wandmalereien  aus der Zeit um 1390 auf.
1956 wurde von Pastor Warncke durch vorsichtiges Abspachteln von fünf deckenden Kalkschichten die südliche Hälfte freigelegt. 1973 bis 1975 die nördliche Hälfte und die Malerei an der Westwand.
Im Gewölbe sind Reste mittelalterlicher Dekor-Malerei zu finden.
Unterhalb des Gestühls sollen alte Gräber sein, auf die der neue Fußboden von 1973 leider keine Hinweise enthält.
Es gibt im Glockenturm nur noch eine Glocke . Sie hat einen Durchmesser von  77cm  und trägt den Spruch: GEHET ZU SEINEN THOREN EIN MIT DANKEN, ZU SEINEN VORHÖFEN MIT LOBEN: DANKET IHM, LOBET SEINEN NAMEN ! , sie wurde 1873 von Ed. Albrecht in Wismar gegossen.
Bis zum I. Weltkrieg hing noch eine größere Glocke (Ø 1,07m) im Turm.Diese Glocke zersprang wegen unsachgemäßer Behandlung am Ende des 19. JH und wurde umgegossen, wobei man die Aufschrift nicht erneuerte. Wie viele andere Glocken in Europa wurde auch sie dem Krieg geopfert.