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Massenselbstmord zum Ende des 2. Weltkriegs

Kinostart von "Über Leben in Demmin"

23.03.2018 ǀ Demmin.  Im vorpommerschen Demmin hat am Donnerstag zeitgleich zum bundesweiten Kinostart die Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms "Über Leben in Demmin" stattgefunden. Der Film von Regisseur Martin Farkas beschäftigt sich mit dem Massenselbstmord in der Kleinstadt zum Ende des 2. Weltkriegs und seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart. Mehrere hundert Menschen hatten sich in Demmin im Frühjahr 1945 nach dem Einmarsch der Roten Armee das Leben genommen.

Die Menschen erschossen und erhängten sich, viele ertränkten sich im Peene-Fluss. Die Tragödie gilt als einer der größten Massenselbstmorde der deutschen Geschichte. In der DDR war das Thema jahrzehntelang ein Tabu. Erst nach der politischen Wende wurde öffentlich über den Massensuizid gesprochen. Seit Jahren vereinnahmen Rechtsextreme das Gedenken mit einem sogenannten Trauermarsch am 8. Mai für sich.

Regisseur Martin Farkas hat den Angaben zufolge rund drei Jahre lang mit Überlebenden des Massenselbstmordes gesprochen und beleuchtet in seinem Film die Folgen des jahrzehntelangen Verschweigens. Der Filmemacher zeigt auch, wie die Stadt damit kämpft, den rechtsextremen Strömungen gegenüberzutreten.
Quelle: epd

Über Leben in Demmin - Der Trailer



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