[img] Rostock. Foto: Matthias Knüppel [img]
[img]
Start [img] Aktuell [img] Mecklenburg [img] Pommern [img] Beide Kirchen [img] Glauben [img] Marktplatz [img] Seelsorge [img] Jugend [img]
[img]
[img]
[img]
Seite drucken Seite als eMail senden
[img]
[img]
[img] Nachrichten
[img] Bildungsangebote
[img] Ereignisse
[img] Terminkalender ELLM
[img] Terminkalender PEK
[img]
[img] Chorfest DREIKLANG 2012
[img] Gründungsfest Nordkirche
[img] JAhr zur Taufe
[img] Kirchenmusik in M-V
[img] Kirche im Norden
[img] Luther 2017
[img] Uckerlandkirchenblog
[img]

[img]
[img] Info&Service
[img] Adressen
[img] English Pages
[img] Impressum
[img] Nachrichten
[img] Neu in kirche-mv
[img] RSS Feed
[img] Übersicht










[img]
[img]
[img] [img]
[img]

Die Wahrheit ist das Wichtigste - 21 ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten im Ambulanten Kinderhospizdienst „OSKAR“ der Rostocker Stadtmission und Caritas

 

Rostock (kiz). Seit 2007 gibt es in Rostock als gemeinsames Angebot der Rostocker Stadtmission und der Caritas den Ambulanten Kinderhospizdienst „OSKAR“, der überregional schwerkranke Kinder und ihre Familien in bewegten Zeiten begleitet. Der Großteil der Arbeit wird dabei von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet. Kürzlich beendeten nun elf neue Ehrenamtler ihre Ausbildung.

 

Sterbebegleitung zu leisten ist kein leichtes Ehrenamt. Dazu ist eine fundierte Ausbildung, in der wichtige Inhalte zu den Themen Tod und Sterben vermittelt werden, unerlässlich“, so Madlen Grolle. Die 29-Jährige ist Koordinatorin im Ambulanten Kinderhospizdienst „OSKAR“ und hat die neuen Ehrenamtler, darunter Maria Jarmer, Christiane Gietzel und Reno Rudek, während der Ausbildung begleitet.

 

Die Entscheidung, sich für ein so besonderes Ehrenamt zu engagieren, war bei den drei Rostockern wohl überlegt. Theologie-Studentin Maria Jarmer erzählt: „In meinem späteren Beruf als Pastorin wird der Tod ein alltägliches Thema sein. Die Arbeit als ehrenamtliche Helferin im Kinderhospizdienst dient da auch als Vorbereitung.“

 

Während die 25-Jährige sich zum ersten Mal ehrenamtlich engagiert, ist dies schon seit längerem fester Bestandteil im Leben von Reno Rudek. Bereits seit rund neun Jahren ist er als Notfallbegleiter tätig. Der Entschluss parallel dazu auch im Kinderhospizdienst tätig zu sein, fiel nach einem ganz persönlichen Erlebnis. „Als eine mir sehr nahestehende Person im Sterben lag, habe ich gesehen, wie unwürdig teilweise mit todkranken Menschen umgegangen wird“, so der 38-jährige Verkehrsplaner. „Die Lebenden und Toten werden in unserer Gesellschaft ganz anders behandelt als die Sterbenden. Das darf nicht sein. Die Sterbenden sind auch mit Respekt zu behandeln.“

 

Für Bibliothekarin Christiane Gietzel stand schon immer fest, ehrenamtlich zu helfen. Geplant war dies allerdings erst für das Rentenalter. Aber als die 46-Jährige von der Suche nach Ehrenamtlern für den Hospizdienst hörte, wollte auch sie sich engagieren. Einen kurzen Moment des Zögerns gab es gleichwohl, wie sie erzählt: „Anfangs wusste ich nicht, dass es um Sterbebegleitung für Kinder geht. Nachdem ich mich ausführlich über die Aufgaben in diesem Bereich informiert hatte, entschied ich mich dann aber ganz bewusst für dieses Ehrenamt.“

 

Angst vor der Arbeit und den Erlebnissen im ambulanten Kinderhospizdienst haben die Drei nicht. „Wir wurden umfassend ausgebildet und sehen unseren neuen Aufgaben mit Respekt statt Angst entgegen“, sind sich Jarmer, Rudek und Gietzel einig. Die Ausbildung dauerte rund sechs Monate. In fünf Wochenendseminaren sowie mehreren Abendkursen wurden wichtige Inhalte vermittelt. Anschließend absolvierten die Teilnehmer ein Praktikum. Im Umgang mit den Kindern gibt es dabei das elementare Prinzip der Wahrhaftigkeit: Lebensverkürzt erkrankte Kinder dürfen nicht belogen werden.

 

Mit dem Ende der Ausbildung gibt es nun insgesamt 21 ehrenamtliche Mitarbeiter bei „OSKAR“. (15.1.2010)


[img]